Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
SVG Göttingen gewinnt Schlammschlacht

Fußball-Oberliga SVG Göttingen gewinnt Schlammschlacht

Nach dem Spiel war der Platz hergerichtet fürs Schlammcatchen. Doch das war es den SVG-Verantwortlichen Wert: Der Fußball-Oberligist schlug am Sonntag den SSV Jeddeloh mit 2:0 (0:0) und übersteht damit als Aufsteiger die Hinrunde ohne Niederlage.

Voriger Artikel
Frauenfußball: Bernshausen unglücklich
Nächster Artikel
Eichsfelder Trainer befürworten Austragung des Länderspiels in Hannover

Göttingen. „Der Platz ist hin“, sagte SVG-Trainer Knut Nolte nach dem grandiosen Auftritt seines Teams vor 300 Zuschauern am Sandweg. Der Rasen war morgens um 9 Uhr vom Platzwart freigegeben worden. „Danach hat es natürlich noch geregnet“, unterstrich Abteilungsleiter Thorsten Tunkel.

Der Niederschlag war der Spielfläche deutlich anzumerken. Um den Mittelkreis herum blieb der Ball immer mal wieder in einer Pfütze stecken (Deutschland gegen Polen 1974 ließ grüßen), der Rest war Matsch: Bereits Mitte der ersten Hälfte war die Seitenlinie nicht mehr zu sehen, weil der Assistent für eine breite Schlamm-Furche gesorgt hatte. „Walk on through the wind, walk on through the rain“, hatte es vor Spielbeginn aus den Lautsprecher getönt – eine realitätsnahe Aufforderung.

Die Gäste aus Jeddeloh wollten nicht umsonst angereist sein, und deshalb war es – zum späteren Glück für den Gastgeber, bei Wind und Wetter losgegangen. Die Schwarz-Weißen, bei denen Mackes herausragte, kamen überraschend gut mit dem Untergrund zurecht: Ein Evers-Schuss wurde in der 7. Minute auf der Linie geklärt, Freyberg hatte kurz darauf bereits den Torhüter umkurvt, als er nur den Außenpfosten traf. Die nächste Großchance hatte Vicuna, dessen Schuss fulminant die Latte traf (38.).

Nach der Pause jedoch zeigte das offensivstarke Jeddeloh, dass es unbedingt etwas mitnehmen will. Erst wurde ein Treffer aberkannt, weil SVG-Keeper Cohrs gefoult worden war (46.), dann folgte eine hektische Szene mit Außennetz-Treffer, Kopfball-Abwehr auf der Linie von Alexander und Glanztat von Cohrs (59.).

Als sich die kräftezehrende Partie scheinbar beruhigt hatte, spielte die SVG ihre immense Torgefahr aus: Vicuna flankte in die Mitte, Torjäger Freyberg rutschte in den Ball und markierte sein zehntes Saisontor (68.). Von Jeddeloh kam nun nicht mehr viel, und Trainings-Weltmeister Ziegler belohnte sich nach einem Sturmlauf von Ismail mit einem – leicht abgefälschten – Treffer zum 2:0 (83.).

„Wir haben spielerisch auf dem Boden besser zurecht gefunden“, analysierte SVG-Trainer Nolte. „Wir wussten, dass Jeddeloh Probleme bekommt, wenn wir schnell in die Spitze spielen.“ Abteilungsleiter Tunkel hatte eine andere Erkenntnis gewonnen: „Matsch können wir auch“, sagte er.

SVG: Cohrs – Linde, Hoffmann, Gehrke, Mackes – Alexander, Vicuna (90. Dacaj) – Ziegler, Evers (60. Ismail), Freyberg – Kaul (84. Galante). – Tore: 1:0 Freyberg (68.), 2:0 Ziegler (83.).

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Basketball: SC Weende vs. ASC 46
Noch mehr Fußball