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SVG kann doch verlieren

Fußball-Oberliga SVG kann doch verlieren

Im 19. Saisonspiel hat es die SVG Göttingen, Aufsteiger in die Fußball-Oberliga, zum ersten Mal in dieser Spielzeit ­erwischt: Die Schwarz-Weißen kassierten am Sonntag im Heimspiel beim 1:3 (0:1) gegen den SC Spelle-Venhaus die erste Niederlage der Spielzeit und rutschten damit in der Tabelle vom zweiten auf den dritten Platz ab.

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Das 0:3: SVG-Torhüter Norman Stollberg hat beim Schuss von Timo Stapper keine Abwehrchance.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Göttingen. Das Thema des Tages am Sandweg war jedoch die Entscheidung, auf dem (etwas holprigen und tiefen) Rasenplatz zu spielen und nicht auf dem neuen Kunstrasenspielfeld, auf dem sich die SVG noch vor zwei Wochen gegen Wunstorf in Gala-Form präsentiert hatte. Der Gastgeber, der die gesamte Vorbereitung auf Kunstrasen bestritten hat, kam vor 240 Zuschauern augenscheinlich nicht mit dem A-Platz zurecht. „Selbst den besten Technikern unterlaufen Stockfehler“, stellte bereits zur Pause der Göttinger Bürgermeister Ulrich Holefleisch (Grüne) erstaunt fest.

„Wir bereiten uns monatelang auf Kunstrasen vor, und hier springt der Ball so hoch weg“, schimpfte Yannik Freyberg und markierte mit der Hand eine Linie in Höhe der Brust. „Aber wir haben auch schlecht gespielt“, sagte er später im Tageblatt-Gespräch. „In Jeddeloh war der Platz auch schlecht, und wir haben okay gespielt.“

Dabei hatte die Partie vielversprechend begonnen. Hätte Freyberg den Ball nicht abgespielt, sondern selbst draufgehalten, hätte der Führungstreffer gezählt. So entschied Schiedsrichter Sören Steeg zurecht auf Abseits (3.). Doch was danach kam, war nicht unbedingt zuschauerfreundlich. Die SVG spielte einen Fehlpass nach dem anderen, und ein Ali Ismail, eigentlich in guter Form, war diesmal ein Schatten seiner selbst. Dann patzte auch noch der Torwart: Norman Stollberg flog an einem Eckball vorbei, und Raming-Freesen sorgte per Kopf für die Gäste-Führung (10.). Zu allem Überfluss musste Abwehrchef Jan Hoffmann in der 20. Minute verletzt raus.

Daran lag es aber nicht, dass die SVG so gar nicht in den Tritt fand. Hätte Steeg in der 34. Minute auf Handelfmeter entschieden, hätte sich der Gastgeber nicht beschweren können. In der 51. Minute war es dann soweit: Marco Galante ließ Menke flanken, und erneut Raming-Freesen bedankte sich am langen Pfosten per Kopf zum 2:0 für die Gäste.

Freyberg traf zwar noch einmal das Außennetz, im Prinzip jedoch war die Partie gelaufen, spätestens nach dem 0:3 durch einen Konter (59.). Freybergs Treffer zum 1:3 mit der letzten Aktion vor dem Abpfiff war nur noch Ergebniskosmetik (90.).

„Von mit gibt es keinen Kommentar. Ihr könnt mit denen reden, die entschieden haben, auf dem Rasenplatz zu spielen“, sagte ein wutentbrannter SVG-Trainer Knut Nolte nach der Partie. Dem Vernehmen nach war das Team noch am Vormittag davon ausgegangen, dass auf Kunstrasen gespielt wird. Nach einer Diskussion im Vorstand wurde sich dann aber für den Rasenplatz entschieden. „Theoretisch hätte auch auf dem Kunstrasenplatz gespielt werden können. Aber wenn der A-Platz bespielbar ist, wird auch darauf gespielt und nicht auf dem Ausweichplatz“, sagte SVG-Geschäftsführer Hans Kerl. „Es wäre doch auch kein Vorteil gewesen, Spelle hat doch selbst einen Kunstrasenplatz.“ Die SVG hingegen hat nun zwei Punkte Rückstand auf einen Relegationsplatz.

SVG: Stollberg - Linde, Hoffmann (20. Brandt), Gehrke, Mackes - Vicuna, Galante - Ziegler (68. Kaul), Evers, Freyberg - Ismail (46. Wiederhold). - Tore: 0:1, 0:2 Raming-Freesen (10., 51.), 0:3 Stapper (59.), 1:3 Freyberg (90.).

► Bildergalerie: gt-sportbuzzer.de

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