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SVG gewinnt Spitzenspiel gegen den MTV Gifhorn mit 2:0

Zwei Vicuna-Geniestreiche reichen SVG gewinnt Spitzenspiel gegen den MTV Gifhorn mit 2:0

Wer solche Spiele gewinnt, wird Meister: Die SVG, Tabellenzweiter der Fußball-Landesliga, hat sich am Sonntag vor 200 Zuschauern im Stadion am Sandweg im Spitzenspiel gegen den Dritten MTV Gifhorn mit 2:0 (0:0) durchgesetzt. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison profitierten die Schwarz-Weißen dabei von ihrer Geduld und einem überragenden Einzelkönner, der diesmal aber nicht Florian Evers hieß.

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Lachender Dritter: Josu Vicuna trifft zum 2:0, Tino Gewinner und der MTV-Torwart sind düpiert.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Mit dem Erfolg bleibt die SVG in der Tabelle dem Spitzenreiter FC Braunschweig Süd auf den Fersen, der am Sonnabend seine Heimpartie gegen den VfB Fallersleben mit 3:0 gewonnen hatte. Die SVG hat damit bei einer weniger absolvierten Partie bereits fünf Punkte Vorsprung auf den Dritten Gifhorn.

Zwei Geniestreiche des Spaniers Josu Vicuna und die tätige Mithilfe der Gifhorner Defensive führten den Gastgeber im Spitzenspiel auf die Siegerstraße. In der 61. Minute schickte Vicuna ein Zuspiel per Heber in den Fünf-Meter-Raum des MTV, der Ball wurde lang und länger und plumpste hinter dem verdutzten Gästekeeper Tobias Krull ins lange Eck. Das Tor des spielfreudigen Spaniers fiel mitten hinein in eine Drangphase des MTV und war deshalb umso wichtiger.

Auch beim 2:0 sah die Gifhorner Defensive nicht gut aus: Vicuna war bei einem Steilpass bereits von Tino Gewinner abgelaufen worden, doch Gewinner und Torwart Krull konnten sich über das weitere Vorgehen nicht einigen. Also schnappte sich Vicuna erneut den Ball, dribbelte sich von der Torauslinie in Richtung Fünf-Meter-Raum und traf aus spitzem Winkel zur Vorentscheidung (80.).

„Heute haben wir durch zwei Energieleistungen von Josu gewonnen“, sagte SVG-Trainer Knut Nolte, der zwar ein engagiert geführtes, aber längst kein hochklassiges Spiel gesehen hatte.

Große Schwierigkeiten mit dem Platz

Die SVG spielte über weite Strecken zu selten über die Außenpositionen und blieb dadurch oftmals im engmaschigen MTV-Mittelfeld hängen. Auch der tiefe Platz sei seinem Team nicht entgegen gekommen, fand Nolte: „Es war das erwartet schwere Spiel. Wir hatten große Schwierigkeiten mit dem Platz, Direktspiel war kaum möglich.“

Andererseits kamen gegen Gifhorn auch Leistungsträger wie Evers und Psotta, der später umknickte und ausgewechselt werden musste, nicht ins Rollen – gute Noten verdienten sich Florian Mackes auf der Linksverteidiger-Position und Laurenz Strassemeyer vor der Abwehr. Doch nach vorn ging über weite Strecken nicht viel, weshalb Abwehrchef Jan Hoffmann in der 58. Minute schimpfte: „Ihr müsst mal Fußball spielen und nicht so lange mit der Kugel laufen!“

Viel besser wurde es bis zum Schluss nicht, und so konnte sich Trainer Nolte glücklich schätzen, so gute Individualisten wie Vicuna in der Mannschaft zu haben. Weil der Gegner kaum eine Torchance hatte, sei der Sieg verdient gewesen, resümierte der Coach, dessen Team damit in den Heimspielen dieser Saison noch kein Gegentor kassiert hat – auch ein Qualitätsmerkmal.

SVG: Cohrs – Alexander, Hoffmann, Gehrke, Mackes (84. Zekas) – Hafner, Strassemeyer – Ismail (54. Ziegler), Evers, Psotta (66. Käschel) – Vicuna. – Tore: 1:0, 2:0 Vicuna (61., 80.).

TuS Neudorf-Platendorf – TSV Landolfshause n 0:1 (0:1). Wichtiger Sieg für den Aufsteiger TSV Landolfshausen im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Landesliga: Das Schlusslicht setzte sich im Kellerduell beim Tabellendreizehnten TuS Neudorf-Platendorf durch ein frühes Tor von Bruno Weidenbach (4.) mit 1:0 durch.

Die Landolfshäuser verharren zwar auf dem letzten Platz, haben jedoch bei einer weniger absolvierten Partie nur noch drei Zähler Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze.

„Wir hatten uns vorgenommen, konsequent in der Verteidigung zu spielen, und das haben wir auch umgesetzt“, berichtete TSV-Trainer Ingo Müller. „Über 90 Minuten haben wir kaum eine Torchance zugelassen.“ Selbst habe Landolfshausen „sieben bis acht hochkarätige Chancen“ vergeben, so dass der Sieg „in der Summe“ hochverdient gewesen sei. Es blieb jedoch bei einem Treffer durch Weidenbach, der bei einem Freistoß aus halblinker Position in die kurze Ecke traf.

Die Partie sei mitunter sehr hektisch und von vielen Fehlpässen geprägt gewesen. In der zweiten Hälfte habe es für den TSV einige Kontersituationen gegeben, bei denen sein Team vor dem Tor zu viel nachgedacht habe. Alles in allem habe der Gegner jedoch nicht die Mittel gehabt, um den TSV zu beeindrucken, sei im Vergleich mit Teams wie der SVG und Braunschweig Süd dafür zu limitiert gewesen. „Wir hatten das Spiel immer unter Kontrolle“, so Müller.

TSV : Rudolph – Eikschen. Orak, Busche, Koch – Weidenbach (85. Schütze), Zöpfgen, D. Schulze (46. Meck), Wierzbowski. M. Köhne – M. Schulze (69. M. Jünemann). – Tor: 0:1 Weidenbach (4.).

Von Eduard Warda

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