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SVG unterliegt Regionalligist VfV Borussia Hildesheim 0:2

NFV-Pokal SVG unterliegt Regionalligist VfV Borussia Hildesheim 0:2

Die Überraschung ist ausgeblieben. Drei Tage nach dem beeindruckenden Sieg gegen Northeim hat es Fußball-Oberliga-Aufsteiger SVG im Achtelfinale des Niedersachsen-Pokals verpasst, einen weiteren Coup zu landen. Gegen Regionalliga-Neuling VfV Borussia Hildesheim genügte eine ordentliche Leistung nicht. Vor 590 Zuschauern unterlagen die Schwarz-Weißen mit 0:2 (0:2).

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Macht ein starkes Spiel: SVG-Angreifer Stephan Kaul (vorn) im Duell mit Hildesheims Niklas Kiene.

Quelle: Heller

Göttingen. „Alter, ich bin zufrieden“, sagte SVG-Präsident Reinhold Napp nach dem Spiel dennoch zu Trainer Knut Nolte und klopfte ihm kräftig auf die Schulter. Nolte nahm das Lob lächelnd an und betonte: „Wir haben wirklich ein gutes Team und waren in der zweiten Halbzeit ebenbürtig.“

 
Verloren haben die Platzherren die Partie tatsächlich im ersten Durchgang, ließen sich schon in der zweiten Minute eiskalt erwischen. Die SVG wirkte anfangs gehemmt, Zweikämpfe gegen die körperlich überlegenen Gäste mieden die Göttinger häufig. Während die Borussen ihre Angriffe schnell vortrugen, dauerte es bei den anfangs tiefstehenden Schwarz-Weißen, bis Akteure nachrückten. Das änderte sich in Folge der Schlüsselszene der Begegnung: Nach technisch feiner Vorarbeiter vom abermals starken Stephan Kaul köpfte Josu Vicuna Zentimeter am Hildesheimer Tor vorbei. Im Gegenzug erzielte der auffällige Marvin Ibekwe per Fernschuss das 2:0. „Ein Glückstor“, befand Nolte, dessen Elf anschließend besser ins Spiel fand und durch einen 25-Meter-Hammer von Jan-Patric Ziegler zur zweiten guten Chance kam.

 
Nach dem Seitenwechsel traten die Gastgeber deutlich engagierter auf. Hildesheim hatte das Geschehen zwar meist unter Kontrolle, Trainer Jürgen Stoffregen musste sich trotzdem noch von seinem Campingstuhl mit integriertem Getränkehalter, in den er sich lange zurückgelehnt hatte, erheben. Vicuna hätte auf 1:2 verkürzen können, traf aber nur den Pfosten (70.). Es sollte an diesem Abend einfach nicht sein. „Das Tor hätten wir verdient gehabt, weil die Leistung vollkommen in Ordnung war. Sonst kann und will ich nichts Negatives sagen“, urteilte SVG-Abteilungsleiter Thorsten Tunkel.

 
SVG: Cohrs – Burkhardt, Gehrke, Hoffmann, Mackes – Ziegler (46. Schiller), Galante, Vicuna, Alexander (55. Zackenfels) – Evers (75. Ismail), Kaul. – Tore: 0:1 Rockahr (2.), 0:2 Ibekwe (27.).

 

Von Rupert Fabig

 

Weitere Stimmen zum Spiel

Uwe „Katsche“ Lührig (Göttinger Polizeipräsident und glühender Hildesheim-Fan): „Hildesheim hat konzentriert und motiviert gespielt – ein verdienter Sieg.“

 
Reinhold Napp (SVG-Präsident): „Die Gäste waren dynamischer, der Klassenunterschied offensichtlich. Das ist eine andere Welt. Mit dem Auftritt von uns bin ich trotzdem zufrieden, darauf kann man aufbauen.“
Omar El Zein (früherer SVG-Spieler, der jetzt für Hildesheim spielt): „Das war ein verdienter Sieg. Unsere frühen Tore haben das Spiel entschieden.“

 
Jürgen Stoffregen (Trainer von VfV Borussia Hildesheim): „Die SVG hatte viel Ballbesitz, aber keine Torchance. Wir sind als gutes Pferd nur so hoch gesprungen, wie wir mussten, hätten aber die Konter besser ausspielen müssen. Die Göttinger haben das aber ordentlich gemacht und werden in der Oberliga mithalten, weil sie ein gutes Spielsystem besitzen und solide verteidigen.“ hl

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