Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Schafft Hannover 96 den Klassenverbleib?

Tageblatt-Umfrage unter Göttinger Fußball-Experten Schafft Hannover 96 den Klassenverbleib?

Zittern um die „Roten“: Steigt Hannover 96 aus der Fußball-Bundesliga ab, oder schaffen sie in den letzten vier Saisonspielen noch die Trendwende? Das Tageblatt hat sich bei Fußball-Experten aus der Region umgehört.

Voriger Artikel
Landesliga: Keller-Krimi in Landolfshausen
Nächster Artikel
Fußball-Bezirksliga der Frauen: SV Breitenberg daheim
Quelle: Steffen/dpa

Göttingen. Für Tobias Dietrich, der in der Saison 1997/98 bei den „Roten“ spielte, kam der Trainerwechsel ein wenig spät, „denn die Spirale dreht sich ja weiter nach unten“. Für ihn sind die Abstiegskandidaten Paderborn und Freiburg. „Paderborn würde mir auch sehr leid tun, denn mit André Breitenreiter habe ich bei Hessen Kassel zusammengespielt“, meint der Trainer des Kreisligisten SG Rhume.

An den Klassenverbleib der „Roten“ glaubt Yannick Schade, zukünftiger Trainer des TSV Landolfshausen. „Mit Hamburg, Stuttgart, Freiburg und dem für mich sicheren Absteiger aus Paderborn gibt es Mannschaften, die über weniger Qualität verfügen als 96“, sagt der 26-Jährige. Zudem hält Schade viel vom neuen Trainer Michael Frontzeck, den er während dessen Zeit bei St. Pauli kennengelernt habe: „Ich habe als Angestellter des Nachwuchsleistungszentrums bei seinem Training hospitiert und schätze ihn als akribischen Arbeiter und sehr kompetenten Trainer, der stringente Entscheidungen trifft.“

Eher pessimistisch ist Jens Spehr, ehemaliger Coach des 1. SC Göttingen 05 und der SVG, was den Klassenverbleib der „Roten“ anbelangt. „Ich hoffe es natürlich schon, aber die Spieler haben sich in den letzten Spielen nicht so präsentiert, was diese Hoffnung nährt“, sagt der ehemalige Lehrer. Er geht davon aus, dass die Hannoveraner in die Relegation müssen. „Damit wären sie gut bedient.“ Abstiegskandidaten sind für ihn Paderborn und der Hamburger SV. „In Freiburg lebt unsere Tochter, deshalb wäre es schön, wenn die in der Klasse bleiben, denn wir sind öfter da, und dann würde ich mir natürlich gern ein Bundesligaspiel anschauen.“

„Es sieht schlecht aus“, befürchtet Kalle Wasch. Die 85-jährige 05-Legende bemängelt, dass „die Mannschaft in letzter Zeit gar nichts mehr bringt und auch durch den Trainerwechsel kein Effekt erzielt wurde“. Paderborn und Stuttgart sieht er als direkte Absteiger. „Hannover und der Hamburger SV streiten sich um den Relegationsplatz. Es ist beiden Klubs zu wünschen, dass sie nicht absteigen“, so Wasch.

„Dieses Mal wird es eher meinen HSV erwischen als Hannover 96“, sagt Reinhold Napp, Vorsitzender der SVG. Hannover verfüge im Gegensatz zu Hamburg über junge Spieler mit Feuer. „96 hat einen größeren Willen, mehr Dynamik, hungrige Leute und in den letzten Spielen gar nicht so schlecht gespielt“.

Der ehemalige SVGer und frühere Spieler von Hannover 96, Matthias Weise, heute Trainer des Bezirksligisten Tuspo Weser Gimte, kann sich vorstellen, dass es am letzten Spieltag zu einem Endspiel zwischen 96 und Freiburg kommt. Weise hofft, dass Hannover die Liga hält. „Da wird gerade ein Jugendleistungszentrum mit Kunstrasenplätzen gebaut. Es wäre bitter, wenn 96 in dieser Situation absteigt.“ Sein Tipp: Stuttgart und Paderborn schaffen es nicht, die Relegation bestreitet wahrscheinlich der HSV.

Für Jan Steiger, Sportlicher Leiter des 1. SC 05 und Hagenberger Teammanager, heißen die Absteiger ebenfalls Stuttgart und Paderborn – Hannover muss aber in die Relegation. „Sie hatten erst eine sportliche Krise und haben nun eine Ergebniskrise, aber auch Qualität in der Mannschaft, die momentan gar nicht schlecht spielt. Wegen des schweren Restprogramms verlieren sie in der Tabelle jedoch noch einen Platz.“

vw/war/fab

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Basketball: SC Weende vs. ASC 46
Noch mehr Fußball