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Sensation: SV Göttingen verpflichtet Josef Zinnbauer

Trainer Knut Nolte rausgeworfen Sensation: SV Göttingen verpflichtet Josef Zinnbauer

Dem Fußball-Landesligisten SVG ist ein Coup gelungen: Neuer Trainer der Schwarz-Weißen ist nach Tageblatt-Informationen ab sofort Josef „Joe“ Zinnbauer, zuletzt Trainer des abstiegsgefährdeten Bundesligisten Hamburger SV.

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Wird am Mittwoch um 15 Uhr auf einer Pressekonferenz am Sandweg vorgestellt: Joe Zinnbauer, zuletzt Trainer des Hamburger SV.

Quelle: dpa

Göttingen. Nachdem der 44-Jährige beim HSV keinen durchschlagenden Erfolg gehabt hat, will er das Trainergeschäft noch mal von der Pike auf lernen – und das bei jenem Verein, der in der Saison 1989/90 seine erste Station als Fußballer im Herrenbereich war.

Der bisherige SVG-Coach Knut Nolte freigestellt. Er ist damit offenbar über den Fehlstart in die Rückrunde mit zwei Niederlagen und einem Unentschieden gestolpert. Die SVG-Verantwortlichen machen keinen Hehl daraus, dass sie unbedingt in die Oberliga aufsteigen wollen.

„Wir dürfen unser Ziel nicht aus den Augen verlieren“, sagte der SVG-Abteilungsleiter Thorsten Tunkel in einer ersten Reaktion. „In einer solchen Situation ist der Trainer immer das schwächste Glied und muss gehen. Wir müssen das Beste für den Verein erreichen, und da darf keine Rücksicht genommen werden.“

Nolte selbst nahm die Nachricht gefasst auf. „Dann ziehe ich mich eben aufs Altenteil zurück“, kommentierte er lakonisch den Trainer-Coup der SVG. Er hinterlasse seinem Nachfolger jedoch ein gut bestelltes Feld. Trotz der 0:1-Niederlage gegen Vorsfelde am vergangenen Sonntag habe es das Team immer noch in eigener Hand, die Meisterschaft zu holen. „Die brauchen nur die Nachholspiele zu gewinnen, dann sind sie Erster“, stellte der scheidende Coach klar.

„Es ist schließlich ein sehr solide geführter Verein“

Nachvollziehen kann Nolte die Entscheidung jedoch nicht – erst vor Kurzem hatte die Klubführung seinen Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr bis zum Ende der Saison 2015/16 verlängert. Besonders bitter aber ist seine Demission, weil er in diesem Jahr mit einer kurzen Unterbrechung bereits seit acht Jahren auf der SVG-Trainerbank sitzt.

„Zinnbauer ist natürlich viel teurer als ich, aber der Klub muss wissen, was er tut“, sagte Nolte. „Es ist schließlich ein sehr solide geführter Verein.“

Seinem Nachfolger, der das Team zum ersten Mal am Sonnabend um 15 Uhr im Auswärtsspiel beim TuS Neudorf-Platendorf betreut, wünsche er viel Glück. Nolte hofft, dass Zinnbauer seine großen Fußstapfen ausfüllen kann. „Das Team muss unter ihm auf jeden Fall mehr Tore schießen als der HSV, sonst wird das nichts mit dem Aufstieg“, sagte der scheidende SVG-Trainer.

Sein Freund Thorsten Tunkel werde den Neuling am Sandweg jedoch gut einarbeiten, ist sich Nolte sicher.

Stellungnahmen der SVG-Vereinsführung und von Zinnbauer waren am Dienstag nicht zu bekommen. Der neue Trainer soll am Mittwoch um 15 Uhr bei einer Pressekonferenz am Sandweg vorgestellt werden.

▶ Kommentar: Mit aller Macht in die Oberliga

Koste es, was es wolle: Wenn die Möglichkeit besteht, einen Joe Zinnbauer zu verpflichten, muss ein Verein wie die SVG zuschlagen.

Da ist es auch egal, ob der Vertrag mit dem bisherigen Trainer Knut Nolte erst vor Kurzem verlängert wurde. Zinnbauer kann die Schwarz-Weißen allein durch seinen Namen in die Oberliga führen – und vielleicht sogar noch weiter.

Für Nolte muss es einem aber nicht leid tun. Der Trainer hatte mit einer Pause acht schöne Jahre am Sandweg, und mit der Abfindung lässt sich auch etwas anfangen: Gemunkelt wird von einem Betrag in fünfstelliger Höhe.

Aber damit sollte auch die Konzentration der Ära von Zinnbauer gelten, der nach einem Gastspiel als Spieler zu Beginn der 90er-Jahre zum zweiten Mal bei der SVG ist.

Am Dienstagabend ließ er über seinen Agenten ausrichten: „Ich bin ein SVGer!“ Ganz Göttingen sollte sich freuen.

Eduard Warda

Eduard Warda

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Von Eduard Warda

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