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Seulingen macht kurzen Prozess

Fußball-Kreisliga Süd Seulingen macht kurzen Prozess

SC Eichsfeld gegen den TSV Seulingen – ein reizvolles Derby, aber kein aufregendes Spiel. Dafür waren die Kräfteverhältnisse zwischen den beiden Fußball-Kreisligisten aus dem Eichsfeld einfach zu ungleich verteilt – am Ende hieß es 0:7 (0:3), ein auch in dieser Höhe gerechtes Resultat.

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Seulingens Torjäger Özkan Beyazit (M.) wird von Timm Kaldeich (l.) und Maik Hauschke vom SC Eichsfeld in die Zange genommen.

Quelle: Richter

Mingerode. Das Bild nach dem Abpfiff war bezeichnend. Wie zur Salzsäule erstarrt, stand SC-Coach Timo Diederich vor seiner Bank, den Blick gesenkt, als suchte er auf dem grünen Rasen die Antwort auf die Frage, warum es nicht lief. Letzte Saison noch ein Platz im sicheren Mittelfeld, das Kreispokal-Finale erreicht, in Seulingen 1:1-unentschieden gespielt. Diese Spielzeit – mit fast dem gleichen Team – Vorletzter, ein Punkt aus fünf Spielen geholt, zuhause gegen Seulingen 0:7 verloren. Dass Diederich bei seinem Blick auf das Grün des Westeröder A-Platzes des Rätsels Lösung gefunden hat, ist fraglich – die nächsten Wochen könnten schwer für ihn werden.

 
Das „Warum“ bleibt also ein Mysterium – das „Was“ war am Sonntag allerdings umso offensichtlicher. Der Hauptgrund für die Niederlage sei gewesen, dass seine Elf keinen Zugriff gefunden habe, resümierte Diederich, die frühen Gegentore hätten ihr Übriges getan: „Wenn du sowieso schon verunsichert bist, ist es natürlich Gift, wenn du so früh in Rückstand gerätst.“

 
Dabei hatte die Partie für den SC eigentlich ganz gut begonnen: Bönings Schuss nach vier Minuten konnte Karakaya gerade noch zur Ecke abfälschen. Dann jedoch fiel das 0:1 durch Triebe, der zunächst an Keeper Blümel gescheitert war, jedoch im Nachschuss erfolgreich war (14.). Und als Habig nach einer Ecke das 0:2 erzielte (22.), war die Begegnung praktisch schon gelaufen. Wie gut die Gäste das Spiel im Griff hatten, verdeutlicht die Tatsache, dass Bönings Schuss der einzige war, den die Platzherren in der ersten Hälfte auf das TSV-Tor abgaben.

 
In den zweiten 45 Minuten spielte der SC dann besser mit, kam auch zu der ein oder anderen Chance. Doch davon, dem Spiel noch eine Wendung geben zu können, war er weit entfernt. Zum Schluss machten sich in der Abwehr sogar Auflösungserscheinungen breit, so dass der bedauernswerte Blümel – der rettete, was zu retten war – noch vier weitere Male hinter sich greifen musste.  

 
Seulingens Trainer Ercan Beyazit war nach dem Kantersieg zufrieden. Sein Bruder allerdings nicht. „Ich dachte, ihr seid gute Schiris“, rief Özkan Beyazit, der diesmal torlos blieb, nach einem Abseitspfiff dem Gespann um Georges Mikhail zu – und kassierte prompt die Gelbe Karte.

 
SC Eichsfeld: Blümel – Kaldeich, Hauschke, Witzke – Funke, Jagemann (17. Maur), Schwedhelm, Schmalstieg, Lichtenberg, Otto (46, Schneemann) – Otto.

 
TSV Seulingen: Diedrich – Karakaya, Regenhard, Habig, Heckerodt – Habenicht (75. Theele), Münter, Scholle, Triebe, Erk. Beyazit – Ö. Beyazit.

 
Tore: 0:1 Triebe (14.), 0:2 Habig (22.), 0:3 Triebe (25.), 0:4 Münter (58.), 0:5 Erk. Beyazit (74.), 0:6 Münter (84.), 0:7 Regenhard (86.).

 

Von Hauke Rudolph

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