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Sparkasse & VGH Cup Göttingen: Titelverteidiger Austria Wien

Die Erben der Zaubermaus Sparkasse & VGH Cup Göttingen: Titelverteidiger Austria Wien

Mit dem Auftritt beim Sparkasse & VGH-Cup hat Austria Wien im Vorjahr einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nicht nur die Zuschauer in der Lokhalle ließen sich von den spektakulären Dribbeleinlagen und vielen Toren des elfmaligen Teilnehmers verzaubern, auch Lutz Renneberg wurde von den Österreichern glücklich gemacht.

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Austrias dominierender Spieler der vergangenen drei Jahre: Sascha „Dribblanski“ Horvath (r.), hier im Finale 2014 gegen Hannovers Can Tuna.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Der Turnierorganisator hatte im Vorfeld auf einen Sieg der Austria getippt – und lag richtig, nachdem er bei den 24 vorherigen Auflagen des internationalen Hallenturniers für A-Junioren stets den falschen Gewinner prophezeit hatte.

In einem dramatischen Endspiel bezwangen die Publikumslieblinge nach einem 1:3-Rückstand Hannover 96 noch mit 4:3. Am Freitag starten die Veilchen somit als Titelverteidiger in das am Donnerstag, 8. Januar, beginnende Turnier, aber nicht als Topfavorit.

Denn die prägenden Akteure der vergangenen Jahre sind dem Kader entwachsen. Da ist zum einen Peter Michorl, mit sagenhaften 40 Toren bei vier Teilnahmen in der Lokhalle ewiger Rekordhalter. Der österreichische U-19-Nationalspieler ist mittlerweile von Austria an LASK Linz ausgeliehen, wo er in der 2. Liga Spielpraxis sammelt und immerhin schon für eine Torvorlage verantwortlich gezeichnet hat.

Vor allem aber die nur 1,64 Meter kleine Zaubermaus Sascha Horvath hat es Fans wie konkurrierenden Topklubs gleichermaßen angetan. Der wendige Spielmacher besticht mit seinen Dribblings, verblüfft mit seiner Übersicht und ist zweimal, 2012 und 2014, als wertvollster Spieler des Turniers ausgezeichnet worden. Kein anderer Youngster hat der Talentschau in der Lokhalle in den vergangenen drei Jahren derart seinen Stempel aufgedrückt.

Schon in der Saison 2013/14 debütierte das Fliegengewicht für Austria in der ersten österreichischen Liga und wurde mit 17 Jahren, zwei Monaten und 13 Tagen zum jüngsten sowie kleinsten eingesetzten Kicker der Liga-Historie. Unter anderem der FC Schalke 04 bekundete Interesse an dem Megatalent. Ganz so einfach scheint der Sprung ins Profigeschäft für „Dribblanski“, so nennen ihn die Wiener auf ihrer Website, allerdings nicht zu sein.

In dieser Saison ist Horvath noch ohne Erstliga-Einsatz und spielt mit acht Auftritten in Austrias zweitem Team selbst in der Regionalliga nur eine Nebenrolle. Nach der Saison läuft sein Vertrag aus, derzeit wird der Techniker mit Stadtrivale Rapid Wien in Verbindung gebracht.

Gut möglich, dass Austrias A-Junioren bereits einen legitimen Nachfolger gefunden haben: Der erst 16-jährige Arnel Jakupovic führt die Torjägerliste der U-18-Bundesliga souverän an. Mit elf Treffern in elf Spielen hat der österreichische U-17-Nationalspieler eine beeindruckende Quote vorzuweisen.

Sechs weitere Auswahlspieler wird der neue Trainer Cem Sekerlioglu, der den zum Zweitligisten AKA St. Pölten abgewanderten Herbert Gager ablöste, mit nach Göttingen nehmen: Nihad Hadzikic, Stefan Jonovic, Marco Krainz, Dominik Prokop, Nikola Zivotic und Torhüter Patrick Pentz. Für Furore sorgen könnte auch der 17-jährige Deutsch-Marokkaner Anouar El Moukhantir, der bei seinen fünf Einsätzen in der Nachwuchsbundesliga fünf Tore erzielte.

Auch seinetwegen stehen die Wiener zur Winterpause hinter dem dominanten Spitzenreiter Red Bull Salzburg auf Rang zwei. Eine Platzierung, mit der die Austria in der Lokhalle gewiss sehr zufrieden wäre.

Von Rupert Farbig

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