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Spielabbruch in Breitenberg nach Schienbeinbruch

Fußball-Bezirkspokal Spielabbruch in Breitenberg nach Schienbeinbruch

Schrecklicher Zwischenfall auf dem Sportplatz in Breitenberg – das Erstrunden-Bezirkspokalspiel zwischen der gastgebenden Germania und Sparta Göttingen wurde nach 18 Minuten aufgrund einer schweren Verletzung von Bastian Vogt abgebrochen. Der Mittelfeldspieler brach sich nach einem Zusammenprall mit Sparta-Torwart Dominick Theune das Schienbein und musste mit dem Krankenwagen abgeholt werden.

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Schwere Verletzung: Breitenbergs Mittelfeldspieler Bastian Vogt muss mit einem Schienbeinbruch ins Krankenhaus gefahren werden.

Quelle: Jentzsch

Breitenberg. Beide Mannschaften verständigten sich anschließend mit Schiedsrichter Niklas Milczewski (Mingerode) darauf, die Partie nicht weiter fortzusetzen. Da die Zweitrunden-Begegnungen bereits für das kommende Woche angesetzt sind, wird das Duell wahrscheinlich kurzfristig neu terminiert werden. Dabei wird nicht die verbleibende Spielzeit nachgeholt, sondern es geht über die vollen 90 Minuten.

Besonders bitter – die Partie war bereits wegen Abseits unterbrochen, als Vogt und Theune zusammenprallten. Was auf den ersten Blick nicht so dramatisch aussahe, entpuppte sich anschließend doch als tragisch. Breitenbergs Nummer zehn, erst vor dieser Saison aus Bad Lauterberg zur Germania zurückgekehrt, sank laut schreiend zu Boden. Die schlimmsten Befürchtungen – eine Beinfraktur –  sollten sich schnell bestätigen. Auf Anweisung von Breitenbergs Kapitän Benedikt Simmert wurde ein Rettungswagen gerufen, der nach rund 20 Minuten eintraf. Der Schrecken stand nicht nur Vogts Mitspielern ins Gesicht geschrieben. „Es hat keinen Sinn mehr. Es herrscht Schockstarre“, sagte der sichtlich betroffene Breitenberger Timo Friedrichs. Tim Kneusels, der gemeinsam mit Vogt aus Bad Lauterberg nach Breitenberg gewechselt war, schlug immer wieder die Hände vor das Gesicht und schüttelte ungläubig den Kopf. Auch die rund 120 Zuschauer waren wie versteinert.

Den Gästen aus Göttingen, allen voran Torwart Dominick Theune – der jedoch kein brutales Foul begangen hatte – war merklich unwohl. „Das so etwas passiert, ist schrecklich. Wir sind alle Fußballer, aber heute sind das Ergebnis und das Spiel Nebensache“, unterstrich Göttingens Trainer Esmir Muratovic, der sich die Szene gar nicht ausmalen wollte: „Ich habe so etwas zweimal bei Mitspielern erlebt und kann da nicht hinsehen. Es geht ja nicht nur um Fußball, sondern für den Jungen auch um die Arbeit und Familie.“

Vogt, so die Befürchtungen der Trainer, drohen jetzt sechs bis zwölf Monate Pause. „Wir haben noch auf dem Platz einen Kreis gemacht und darüber gesprochen“, berichtete Germania-Torwart Moses Ojugo, „schließlich sind wir nicht nur Mannschaftskameraden, sondern auch alle Freunde.“

In der kurzen absolvierten Spielzeit war Sparta deutlich präsenter, fußballerisch besser und viel gefährlicher in seinen Offensivaktionen, aber das interessierte an diesem Abend ab der 18. Minute wirklich niemanden mehr.

Von Christian Roeben

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