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Stürmer des SV Südharz wird auch von Göttinger Bezirksligisten gefürchtet

Keven Ball: Sein Name ist Programm Stürmer des SV Südharz wird auch von Göttinger Bezirksligisten gefürchtet

Vor Jahren war es der kleine, in die Jahre gekommene  Kunstrasenplatz des SV Südharz Walkenried, der den Trainern der heimischen Fußball-Bezirksligisten Kopfzerbrechen bereitet hat. Heute ist es Keven Ball. Auch wenn die Oberharzer in dieser Saison kein Gegner sind, vor dem sich die Konkurrenz fürchten muss, den torgefährlichen Stürmer wollen alle in den Griff bekommen.

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Auch in der Defensive gefordert: Allerdings sind die Torjägerqualitäten von Keven Ball (links, hier gegen Landolfshausen im Juni) wesentlich beeindruckender.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Dass das nur schwer gelingt, beweist die Torjäger-Statistik, in der der 23-Jährige auf Platz zwei liegt. Zehn der bisherigen 15 Südharz-Tore hat der Stürmer geschossen.

Beim SV Südharz fühlt sich Ball wohl, hat im Team viele Freunde und ist mit ihnen in der Freizeit gemeinsam unterwegs. Seit der A-Jugend läuft er für diesen Verein auf, vorher hat er in den Jugendmannschaften des Nachbarn SV Bad Lauterberg gekickt, war Mitglied der Kreis- und Bezirksauswahl.

Schon mit 17 Jahren ist er in die Südharzer Herren-Mannschaft gewechselt, da war diese gerade in die Bezirksliga abgestiegen.   „Den großen Schritt hätte ich gern gemacht“, gibt der Produktionshelfer zu, der zuvor eine Ausbildung zum Kaufmann absolviert hat. Beim Probetraining des Oberligisten Halberstadt sei er gewesen. Tuspo Petershütte und Dostluk Spor Osterode klopften regelmäßig an, dieses Jahr gehörte auch der 1. SC 05 dazu.

Die Göttinger erhielten eine Absage. „Ich arbeite im Schichtdienst, da könnte ich nicht regelmäßig trainieren.“ Und wegen Trainingsrückstandes will er nicht auf der Bank sitzen. „Dafür spiele ich viel zu gern. Hier bei Südharz werde ich immer aufgestellt.“ Und er schießt Tore: Sein Rekord liegt bei 36 Treffern in der Saison 2012/13. Am liebsten spielt er auf der Sechser-Position. „Da habe ich das ganze Spielfeld vor mir.“

„Da habe ich viel von Omar El-Zein gelernt“

Ball lebt in Walkenried und trainiert auch die F-Junioren seines Vereins. Die Nachwuchskicker sind seine größten Fans: „Bei Heimspielen sind sie immer dabei.“ Unterstützung kann der Tabellenvierzehnte zurzeit gut gebrauchen. „Wir sind gut mit einem 4:0 gegen Sparta gestartet. Das Pokalspiel gegen Bilshausen, das wir im Elfmeterschießen verloren haben, hat uns zurückgeworfen. Und die Mittwochsspiele.

Wir haben viele Leute, die im Schichtdienst arbeiten und außerhalb bei der Bundeswehr sind. Bei nur 16 Spielern im Kader wird es schnell eng.“ Von seinen Mitspielern erwartet er mehr Zweikampfhärte. „Der Kopf darf bei einem Gegentor nicht so schnell nach unten gehen. Wir bekommen nicht so viele Chancen“, sagt Ball, der seine Stärken im technischen Bereich sieht.

„Da habe ich viel von Omar El-Zein gelernt.“ Der ehemalige SVG-Stürmer spielt inzwischen für Rehden in der Regionalliga Nord.

Am Sonntag empfängt der SV Südharz den SSV Nörten-Hardenberg. Den hatte Keven Ball eigentlich „dauerhaft ganz oben“ in der Tabelle erwartet. Ebenso wie er sein Team nach elf Spieltagen nicht auf einem Abstiegsplatz gesehen hat. Auch nicht seinen Lieblingsverein Werder Bremen. Mit dem Bundesliga-Schlusslicht muss er in diesen Tagen leiden.

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