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Tag des Mädchenhandballs in Göttingen

„Mit den Jungs ist das immer so wild“ Tag des Mädchenhandballs in Göttingen

Nein, die Heinrich-Grupe-Schule ist keine reine Jungenschule. Auch wenn es am Freitag in den großen Pausen den Eindruck gemacht hat. Die Mädchen hatten Besseres zu tun: Für sie stand der „Tag des Mädchenhandballs“ auf dem Stundenplan. Die HG Rosdorf-Grone (HGRG) hatte auf drei Kleinfeldern in der Halle am Siedlungsweg für jede Jahrgangsstufe ein Turnier und anschließend noch Koordinationsübungen mit und ohne Ball organisiert.

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Engagiert bei der Sache: Die Grundschülerinnen aus Rosdorf sind beim Tag des Mädchenhandballs unter sich.

Quelle: Hinzmann

Rosdorf. „Irgendwann heute Nachmittag habe ich den Lärm dann nicht mehr in den Ohren“, sagte Jan Schild, Jugendwart der HGRG.

Der Geräuschpegel war hoch, schließlich mussten sich anspielbereite Spielerinnen auf dem Feld bemerkbar machen und von außen angefeuert werden. Schild stand mittendrin, wie ein Fels in der Brandung. Wenn er Ansagen zu machen hatte, war es schnell ruhig. Nach einem Chrashkurs in Sachen Regelkunde hatte er die Mädchen auf die Spielfelder geschickt.

Die HG-Nachwuchsspielerinnen aus der B- und C-Jugend standen als Unparteiische, Coaches, die für Ein- und Auswechselungen zuständig waren, oder Trösterinnen bei kleineren Blessuren zur Verfügung. Sie hatten von ihren Schulen eine Unterrichtsbefreiung für diesen Tag erhalten.

Mädchen unter sich

Begeistert waren die Viertklässlerinnen Leonie und Jwana, die als Fußball-Torhüterin des RSV 05 (Vorbild natürlich Manuel Neuer) sogar ein Tor beim Handball geworfen hat. „Wir sind in den vergangenen Jahren immer besser geworden“, zogen die beiden nach einem Sieg und mehreren Unentschieden Bilanz. Leonie gefiel besonders, „dass wir Mädchen unter uns waren.

Mit den Jungs ist das immer so wild.“ Ihre Klassenkameraden sind dann im Februar bei einem eigenen Turnier gefordert. Cälina aus der zweiten Klasse konnte endlich ihre Erfahrung aus der Schul-Handball-AG einbringen. „Gegen andere zu spielen, macht  am meisten Spaß. Ich habe auch mal im Tor gestanden, hatte aber keine Angst vor den Bällen.“

Die momentan von den beiden FSJlern der Grundschule, Till Herthum und Kornelius Kos,  geleitete Arbeitsgemeinschaft ist eine Gelegenheit, Nachwuchs für die Mini-Mannschaften der HGRG zu gewinnen. Der „Tag des Handballs“ die zweite. „Bei den Mädchen haben wir größere Chancen als bei den Jungen. Da ist der Fußball oft schneller und bietet auch früher einen geregelten Punktspielbetrieb“, sagt Schild.

Allerdings seien in jedem Jahr nach diesen Aktionstagen die Gruppen im Minibereich größer geworden. Die gute Zusammenarbeit mit der Schule hebt der Jugendwart hervor: „Da kommt immer schon zu Schuljahresbeginn die Frage nach dem Termin dieser Veranstaltung. Die ist inzwischen fest eingeplant.“

Besucher der Veranstaltung war auch der Stadtoldendorfer Olaf Denecke, Referent für Beachhandball im Landesverband und damit auch Mitglied des HVN-Jugendausschusses. „Es ist toll zu sehen, wie das hier von den Mädchen angenommen wird. Sie lernen kennen, was im Verein geboten wird, wie vielfältig Training sein kann.

Tag des Mädchenhandballs

12390 Mädchen aus 174 niedersächsische Grundschulen waren am Freitag beim „Tag des Mädchenhandballs“ dabei. Nach 2010 und 2012 hatten der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) und seine Mitgliedsvereine zum dritten Mal zur Teilnahme an dem Aktionstag aufgerufen. Schirmherrin ist Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt.

Bei der Premiere im Jahr 2010 hatten 7000 Mädchen in mehr als 100 niedersächsischen Grundschulen erste Kontakte mit der Sportart Handball geknüpft. 2011 waren dann die Jungen zu dem Aktionstag eingeladen. Seitdem wird regelmäßig gewechselt. Mit Unterstützung der Vereine vor Ort sollten Mädchen der Klassenstufen eins bis vier durch Kleinfeldspiele (4+1) und Vielseitigkeitsstationen für Spiele mit Handball und Ball begeistert werden.

125 Mädchen aus 13 Klassen der Rosdorfer Heinrich-Grupe-Schule standen am Freitag unter der Regie von Jan Schild, Jugendwart der HG Rosdorf-Grone, auf den drei Kleinfeldern in der Halle am Siedlungsweg. Spielerinnen der B- und C-Jugend übernahmen die Betreuung, das Pfeifen sowie den Auf- und Abbau.

Von Kathrin Lienig

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