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Trainer Martin Wagenknecht über seine Zeit beim 1. SC Göttingen 05

„Klub ist mir ans Herz gewachsen“ Trainer Martin Wagenknecht über seine Zeit beim 1. SC Göttingen 05

Als er den Job übernahm, sprachen die Beobachter von einem Himmelfahrtskommando: Der 1. SC 05 befand sich bereits zu Beginn der abgelaufenen Oberligasaison in sportlichen Turbulenzen, doch Martin Wagenknecht, Inhaber der A-Lizenz und Trainer am DFB-Stützpunkt Göttingen, sagte zu.

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Der scheidende Trainer des 1. SC Göttingen 05: Martin Wagenknecht.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Jetzt, nachdem der Klub mit deutlichem Rückstand abgestiegen ist, sagt Wagenknecht mit dem Brustton der Überzeugung: „Ich würde es wieder machen.“

Die Verantwortlichen des 1. SC 05 sind überzeugt davon, dass der Trainer gute Arbeit geleistet hat, auch wenn der Klub zukünftig in der Fußball-Landesliga spielt. Dabei fuhr der Coach die ersten Punkte erst am Saisonende ein, als der Abstieg bereits feststand. Doch die letzten Spiele trugen deutlich die Handschrift des Trainers.

„Der letzte Monat war richtig klasse“, sagt Wagenknecht. „Wir haben mit zwei Auswärtssiegen die Saison beendet, und hätte die Spielzeit erst im Mai begonnen, hätten wir nichts mit dem Abstieg zu tun gehabt.“ Der Verein sei „für die Landesliga super aufgestellt, und ich bin mir ganz sicher, dass er um die Meisterschaft mitspielt und irgendwann wieder in der Oberliga steht“.

Vergessen sind die Tage der Pleiten und einer Niederlagenserie, die schier unglaubliche Ausmaße hatte: Fast sieben Monate blieb 05 zwischen Herbst 2014 und Frühling 2015 ohne Zähler. Wagenknecht wollte partout kein Punktgewinn glücken. „Das hat sehr an mir genagt“, gibt der Trainer zu. „Das beschäftigt dich Tag und Nacht, und irgendwann verzweifelst du.“ Als Gründe führt Wagenknecht die vor der Saison unter Zeitdruck wild zusammengestellte Mannschaft und die mangelnde Fitness der Spieler an. „Ich habe keine Mannschaft vorgefunden, es gab keinen Teamspirit. Außerdem fehlten die physischen Grundlagen.“

Der Saisonabschluss war ein versöhnlicher, und so blickt Wagenknecht eher mit einem lachenden als mit einem weinenden Auge auf die Spielzeit zurück. „Wenn ich die sieben Monate Revue passieren lasse, hat es mir unheimlich viel Spaß gemacht“, sagt er. Würde er in ferner Zukunft noch mal den 05-Trainerposten übernehmen, wenn er darum gebeten werde? „Klar würde ich das machen“, antwortet Wagenknecht. „Der Klub ist mir ans Herz gewachsen.“

Von Eduard Warda

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