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Video-Botschaft sorgt für Aufregung

Fußball-Bezirksliga Video-Botschaft sorgt für Aufregung

Für Fußball-Bezirksliga-Tabellenführer SSV Nörten-Hardenberg verlief die Saison bisher glänzend. Speziell auf eigenem Platz demontierte der SSV bisher die Gegner - bis der SV Bilshausen kam. Die Eichsfelder setzten sich mit 2:0 durch und schickten nach dem Erfolg eine umstrittene Video-Botschaft an ihren Ex-Trainer.

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Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Nörten. Jan Diederich, seit Sommer in Nörten und vorher zwei Jahre lang Coach in Bilshausen, konnte über das Video, dass ihm seine ehemaligen Spieler schickten, aber nicht lachen. Feiernde Bilshäuser Akteure sandten ihm noch aus der Kabine einen Clip auf das Smartphone. In dem werden nicht nur Jubelgesänge angestimmt - was Diederich ärgert ist, dass die Spieler nach dem Erfolg wohl so unter Strom gestanden hätten, „dass sie mir im Video wünschen, mir den Urlaub versaut zu haben.“ Das empfindet der 32-Jährige, der aktuell in Spanien weilt, als „unangebracht. Ich habe Bilshausen den Sieg absolut gegönnt, weil sie ihn sich kämpferisch erarbeitet haben. Das wird allerdings durch das Video geschmälert, die Anerkennung fällt mir deshalb nicht leicht.“ Beide Teams würden in der Tabelle immerhin noch neun Punkte trennen. Diederich zeigte sich über die Aktion seiner Ex-Schützlinge verwundert, zumal „mir vor zwei Wochen noch etliche zum Geburtstag gratuliert haben“. Immerhin hätten sich einige Beteiligte inzwischen per WhatsApp bei ihm entschuldigt.

Nörtens Co-Trainer Timo Friedrichs findet die Aussage mit dem versauten Urlaub schon „sehr sehr geschmacklos. Man kann singen und tanzen, das ist alles okay. Wenn aber jemand persönlich angegriffen wird, halte ich das für bedenklich. Das habe ich so noch nie erlebt. Da trifft der Ausdruck schlechte Gewinner wohl zu.“ SSV-Teammanager Detlef Ott, der Bilshausen „unter dem Strich einen verdienten Sieg“ bescheinigt, hat das Video auch gesehen und versucht etwas zu beschwichtigen: „Es war ja nichts Beleidigendes.“

Laut Bilshausens Spielertrainer Sebastian Gehrke sei die Aktion „unnötig“ gewesen. Er selber habe erst später davon erfahren, dass Diederich das Video erhalten habe, denn der Clip sei nur für die teaminterne WhatsApp-Gruppe gedacht gewesen. Das Verschicken an den Ex-Coach sei „keinesfalls in meinem Sinn gewesen. Man kann auf dem Spielfeld aggressiv sein, aber nicht mehr danach.“ Zudem könne man sich über einen Erfolg „auch anders freuen“.

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