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Vorn hilft der liebe Gott oder Özkan Beyazit

Fußball-Oberliga Vorn hilft der liebe Gott oder Özkan Beyazit

„Jelle“ Brinkwerth, Trainer des Fußball-Oberligisten RSV 05, ist eigentlich in einer komfortablen Situation: Trotz Ausfällen sammelt sein Team Punkte und rangiert auf Tabellenplatz drei. Der neue Kader der 05er ist ausgeglichen besetzt. Aber nur, schränkt der Coach ein, in der Abwehr und im Mittelfeld. Im Angriff spielt Özkan Beyazit den Alleinunterhalter.

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Quelle: Pförtner

Göttingen. „Im Sturm habe ich nur die kleine Auswahl“, sagt Brinkwerth. Ob diese reicht, um bei der Drittliga-Reserve des VfL Osnabrück zu punkten, wird sich am Sonntag um 15 Uhr herausstellen.

„Im Offensivbereich haben uns gute Leute verlassen“, unterstreicht der Trainer und zählt Lukas Zekas, Erol Saciri, Gerbi Kaplan und Rubic Ghasemi-Nobakht auf. Neuzugang Christian Spohr, der im Training einen Schlag auf die Wade abbekommen hat und angeschlagen ist, sowie Mazlum Dogan fühlen sich eher auf der Position hinter den Spitzen wohl, „Kiko“ Meyer, von den A-Junioren des JFV zum RSV gewechselt, fehlt es noch an Erfahrung. „Nach vorn strahlen wir nicht so Gefahr aus“, sagt Brinkwerth.

Gleichwohl gehe die Mannschaft mit der Situation gut um. Brinkwerth hat ihr nach der Pokalpleite beim Landesligisten Eilvese eine Defensivtaktik auferlegt, mit der sich das Team wohl fühlt. Allerdings müssten die Spieler noch die richtige Balance zwischen Abwehr und Angriff finden, sprich: Selbstbewusstsein tanken, um dann und wann den Vorwärtsgang einzulegen. „Schöner für die Zuschauer wäre natürlich, wenn wir mehr Vorwärtsdrang zeigen würden“, sagt Brinkwerth.

Zu den Langzeitverletzten Daniel Washausen, Erkan Coskun und Florian Philipp hat sich spätestens in dieser Woche Alexander Burkhardt gesellt: Der Rechtsverteidiger ist am Montag am Innenband operiert worden und muss acht Wochen lang eine Schiene tragen. Frühestens Ende Oktober kann er wieder ins Training einsteigen, die Hinrunde ist aber wohl gelaufen. Robert Huck absolviert schon wieder Lauftraining, ins Mannschaftstraining wird er aber wohl erst wieder in drei Wochen einsteigen können.

Außerdem muss Brinkwerth gegen Osnabrück auf Neuzugang Nico Streater verzichten. In drei Wochen absolviert der Verteidiger seine Prüfung zum Rettungssanitäter, und bis dahin steht er wohl nur im Notfall, im Fußball-Notfall, zur Verfügung.

Die VfL-Reserve, die bisher auf mickrige zwei Pünktchen gekommen ist, habe ein Heim- und ein Auswärtsgesicht, unterstreicht Brinkwerth – im bisher einzigen Heimspiel gegen Holthausen-Biene seien „vier bis fünf Spieler“ der ersten Mannschaft aufgelaufen. „Die werden sich sicherlich auch gegen uns verstärken und sind damit technisch und taktisch eine der besten Mannschaften der Liga“, sagt der RSV-Coach. Einzig die mangelnde Erfahrung des jungen Kaders sei ein Schwachpunkt. Trotzdem: „Das wird ein ganz heißer Tanz.“

So gesehen sollte der RSV in Osnabrück mit der erfolgserprobten Defensivtaktik gut fahren – zumal der Trainer in diesem Mannschaftsteil die große Auswahl hat. „Es ist gar nicht so einfach, wen draußen zu lassen. Ich könnte die Positionen theoretisch auch blind aus dem Topf ziehen“, sagt Brinkwerth. Beim 2:1 gegen Egestorf habe man gesehen, „dass es funktioniert“. Im Angriff wiederum hilft der liebe Gott – oder, wie fast immer, Özkan Beyazit.

Von Eduard Warda

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