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Tag der offenen Tore

Fußball-Landesliga Tag der offenen Tore

Über Ereignislosigkeit konnten sich 50 Zuschauer am Sonntag auf dem Kunstrasenplatz der BSA Weende nicht beschweren: Das 4:4 (2:3) zwischen dem Fußball-Landesligisten SCW und dem SV Grün-Weiß Calberlah bot fast alles, was einen abwechslungsreichen Fußball-Nachmittag ausmacht.

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Maikel König, hier mit dem Ball auf dem Kopf, und der SCW spielen 4:4.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Weende. Da wären zunächst einmal Tore und Beinahe-Treffer: Los geht es bereits in der 3. Minute, als Gäste-Stürmer Marc Plagge, einer von drei Plagges im Calberlah-Kader, frei durch ist und per Lupfer an SCW-Keeper Krueger scheitert - ein erster Hinweis darauf, wie sperrangelweit offen am Sonntag die Weender Defensive steht. Tag der offenen Tür. „Die Räume sind zu groß, Männer“, wird später SCW-Trainer Marc Zimmermann aufs Spielfeld rufen.

Doch bereits in der Anfangsphase rappelt es, und zwar durch Plagge (M.) aus halbrechter Position (5.). Weende antwortet zwar postwendend zum 1:1 durch einen Kopfball von Fischer (7.). Dann aber tritt das erste Mal Schiedsrichter Cedric Lindner aus Wildemann nach einem eigentlich sauberen Tackling von SCW-Abwehrspieler Psotta an Gegenspieler Ahrens in Erscheinung und zeigt zum Entsetzen der Weender auf den Punkt. Resultat: Topf schießt fahrlässig links vorbei - und es sind erst acht Minuten gespielt.

Krueger hält in der Folge, was geht, Calberlah verpasst Riesenchancen, trifft dann aber doch per Kopfball durch Plagge (M.) zum 2:1 (21.). „Und ihr geht jetzt auch mit, im Fünfer kommt jetzt keiner zum Kopfball“, schimpft beim nächsten Freistoß SCW-Außenverteidiger Strauß. Später klärt er zunächst in höchster Not bei einem Konter (35.) und haut - passend zu einem unfassbaren Spiel - einen Eckstoß an die Latte (45.). Dazwischen liegen noch zwei Treffer: ein Traumtor aus 25 Metern Entfernung halblinks von Kratzert zum 2:2 (38.) und das 2:3 durch Beith (39.).

Nach dem 2:4 nach SCW-Defensivfehler durch Philip Plagge (56.) scheint Weende geschlagen zu sein, zumal Ravindran kurzfristig erkrankt ist und lediglich zwei Torhüter auf der Bank sitzen. Außerdem hat der Referee nicht seinen besten Tag erwischt, was vor allem Weende zu spüren bekommt. Zimmermann regt sich wegen mehrerer merkwürdiger Entscheidungen fürchterlich auf, muss seine Bank verlassen (und tut dies im Gegensatz zu Roger Schmidt auch). „Hoffentlich kommst du nie wieder auf unseren Sportplatz“, schreit er den Referee an. Nach dem Spiel kommt der Schiedsrichter-Beobachter vorbei und bemerkt: „Das Foul, für das du von der Bank musstest, war eins. Aber bei den anderen Sachen bin ich bei dir.“ - „Wegen so einem Vollpfosten muss ich 100 Euro zahlen, und meine Spieler sehen gelbe Karten“, motzt Zimmermann.

Doch Weende erlebt noch ein Happy End: Erst haut Strauß einen Eckstoß direkt rein (71.), dann kann Calberlah-Keeper Korsch einen Ball nicht festhalten, und Fischer bedankt sich mit seinem zweiten Tor (87.). Hartmann hat sogar noch eine Großchance zum Sieg, aber sein Heber mit dem Außenrist geht am leeren Tor vorbei (90.).

Aber schon das 4:4 fühlt sich für Weende wie ein Sieg an. „Wir mussten neun Mann ersetzen, und unser Rückkehrer Fischer hat auf der ungewohnten Achter-Position neben Götz gespielt. Deshalb war unsere Defensivleistung nicht typisch für uns“, sagt Zimmermann, der Torhüter Krüger lobt: „Er hat sensationell gehalten.“ Außerdem habe die Mannschaft Moral gezeigt - und das tröstet über lediglich zwei Punkte aus zwei Heimspielen gegen direkte Konkurrenten hinweg. Zimmermann: „Nach einem 2:4 ein 4:4 ist für uns ein Punktgewinn!“

SCW: Krueger - Keuchel, Weide, Psotta, Strauß - Götz, Fischer - Köng, Kratzert, Kuhlenkamp - Hartmann. - Tore: 0:1 M. Plagge (5.), 1:1 Fischer (7.), 1:2 M. Plagge (21.), 2:2 Kratzert (38.), 2:3 Beith (39.), 2:4. P. Plagge (56.), 3:4 Strauß (71.), 4:4Fischer (87.). - Bes. Vorkommn.: Topf verschießt Foulelfmeter (8.).

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