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„Wir müssen daraus lernen“

05-Niederlagen „Wir müssen daraus lernen“

Es wäre ein Einstand nach Maß gewesen: Nikolaj „Nico“ Streater, Neuzugang des RSV 05, wurde im Heimspiel des Fußball-Oberligisten gegen die SV Drochtersen-Assel in der 84. Minute beim Stand von 0:1 eingewechselt.

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20 Punkte aus zehn Spielen: der RSV 05 mit Patric Förtsch, Yahya Timocin und Nico Streater (in Gelb-Schwarz von links).

Quelle: Pförtner

Göttingen. In der Nachspielzeit bot sich ihm die große Chance zum Ausgleich. Nachdem er wegen seiner Ausbildung zum Rettungssanitäter einige Partien verpasst hatte, schoss der zum Stürmer umfunktionierte Verteidiger jedoch daneben, und der RSV verlor. „Es wäre für alle Beteiligten schön gewesen, aber die einfachsten Dinger sind manchmal die schwierigsten“, sagt der 22-Jährige.

Nico Streater

Nico Streater

Der RSV hatte zu diesem Zeitpunkt die Brechstange ausgepackt und Streater einen Abschlag von Koch gerade noch vor der Torauslinie per Kopf in die Mitte bugsiert. Torjäger Özkan Beyazit sprang am Ball vorbei, der Schuss von Christian Horst ging an den Innenpfosten, und plötzlich stand Streater vor dem leeren Kasten. „Da lag der Ball vor mir, und ich habe das kurze Eck frei gesehen. Quer standen vielleicht drei Leute besser, aber ich wollte den Ball mit Gewalt reinschießen. Und dann ging er drüber“, berichtet Streater.

Er sei zwar schon immer kopfballstark gewesen, „aber Stürmer war noch nie mein Gebiet. Ich bleibe lieber hinten.“ Offensiv sei er bereits früher nur zum Zug gekommen, „wenn man etwas übers Knie brechen musste“. Gegen Drochtersen/Assel sei dazu gekommen, dass er als Defensivspezialist in dieser Situation nicht im Entferntesten damit gerechnet habe, eingewechselt zu werden.

Den theoretischen Teil seiner Ausbildung hat der Witzenhäuser hinter sich gebracht. Momentan ist er auf der Suche nach einer geeigneten Lehrrettungswache, um sein Anerkennungsjahr zum Rettungsassistenten zu absolvieren. In sportlicher Hinsicht sei er konditionell wieder auf der Höhe, das Ballgefühl, „das gewisse Etwas“, komme automatisch, weiß er aus Erfahrung.

Die zwei Niederlagen des RSV in Folge sieht der 22-Jährige entspannt. „Es war ja nicht damit zu rechnen, dass wir nur noch gewinnen. Früher oder später hast du mal kein Glück“, sagt er. „Wir müssen daraus lernen. Auf der anderen Seite wächst man daran.“ Streater geht davon aus, dass er am Sonnabend im Spiel in Jeddeloh für den verhinderten Innenverteidiger Julian Keseling aufläuft – „auf einer Position, auf der ich mich wohl fühle“.

Von Eduard Warda

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