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Yannik Engelhardt wechselt in das Jugendinternat von Werder Bremen

„Mein Traum ist es, Profi zu werden“ Yannik Engelhardt wechselt in das Jugendinternat von Werder Bremen

Auf Yannik Engelhardt warten spannende Zeiten. Der 14-jährige Nachwuchsfußballer hat etwas geschafft, was für viele seiner Altersgenossen immer nur ein Traum bleiben wird - den Sprung in die Jugendabteilung eines Bundesligaklubs.

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Yannik Engelhardt

Quelle: Richter

Eichsfeld. In der neuen Saison wird Engelhardt, der zuletzt für die C-Junioren des JFV Eichsfeld am Ball war, das Trikot des SV Werder Bremen tragen.

„So ein Wechsel ist etwas besonderes“, findet sein Trainer Andreas Quinque. Der Schritt in den leistungsorientierten Bereich sei für seinen „im fußballerischen Bereich hochtalentierten“ Schützling, der in der Auswahl des Niedersächsischen Fußball-Verbands spielt, ebenso nötig wie richtig. „Ich habe keine Bedenken, er ist reif genug dafür“, beteuert Quinque. „Er will und kann es schaffen. Ich wünsche ihm das und traue ihm zu, dass er es später mal in den höherklassigen Bereich schafft. Wie weit der Weg dann gehen wird, muss man abwarten.“ Die mentale Reife bringe der 14-Jährige auf jeden Fall bereits mit: „Er denkt schon wie ein kleiner Trainer.“

Große Nervosität kennt er nicht

Ab dem 10. August beginnt für den Wollbrandshäuser ein neuer Lebensabschnitt – Jugendinternat statt Sommerferien-Spaß mit den Schulfreunden der KGS Gieboldehausen. „Nervös bin ich nicht, ich kenne die meisten Spieler und die Trainer ja schon“, sagt der defensive Mittelfeldspieler, dessen Vorbilder Toni Kroos (Real Madrid) und Bayern Münchens Thiago Alcantara sind.

Im Werder-Trikot stand das Talent bereits einige Male auf dem Platz, bestritt unter anderem Testspiele gegen den VfL Wolfsburg, den VfB Stuttgart und Galatasary Istanbul. „Ich habe den Anspruch, Stammspieler zu werden“, sagt der Schüler selbstbewusst. Schwächen darf man sich bei aller spielerischer Brillianz nicht leisten, vor allem nicht, wenn man es bis ganz oben schaffen will. Und das will Engelhardt, der Fußball spielt, seit er vier ist: „Mein Traum ist es, Profi zu werden.“

Zu den Bundesliga-Stars hatte der Eichsfelder bereits Kontakt. Da die Trainingsplätze auf dem Werder-Gelände eng beisammenliegen, laufen sich Lizenz- und Jugendspieler schnell mal über den Weg. „Dann sagt man Hallo oder gibt sich die Hand. Einige duzt man sogar schon“, berichtet Engelhardt, der hofft, neben dem sportlichen Pensum auch „die Schule hinzubekommen. Darauf legt der Verein viel Wert.“ Fünf bis sechs Trainingseinheiten absolviert das Bremer U-15-Team im Schnitt, hinzu kommen noch Spiele.

Es ist wohl Ironie des Schicksals, dass es HSV-Fan Engelhardt ausgerechnet zum Nordrivalen gezogen hat. „Jetzt schlafe ich in Werder-Bettwäsche, aber über meinem Bett hängt noch immer ein HSV-Wappen“, gibt er lachend zu. Ohne seine Eltern wäre das alles nicht möglich gewesen, betont der Nachwuchsakteur. Heike Engelhardt sieht dem Wechsel mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen: „Ich freue mich für ihn, aber für eine Mutter ist es nicht einfach, wenn der Sohn weggeht.“

Von Christian Roeben

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