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Zwei Länderspiele im Göttinger Jahnstadion

Blindenfußball-Nationalmannschaft Zwei Länderspiele im Göttinger Jahnstadion

Das Jahnstadion ist Schauplatz von zwei Länderspielen einer deutschen Fußball-Nationalmannschaft – die Blindenfußballer des DFB, deren Teammanager der ehemalige Göttinger Fußballer Rolf Husmann ist, treffen in Testspielen am Sonnabend, 25. Juli, und Sonntag, 26. Juli, auf Spanien. „Das ist eine absolute Premiere“, findet Husmann.

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Deutsche Nationalspieler bei der Blinden-WM im japanischen Tokio.

Quelle: EF

Göttingen. Die Vorbereitungspartien sind die Generalprobe für die Europameisterschaft, die einen Monat später, am 29. August im englischen Hereford beginnt. „Wenn wir das Endspiel gewinnen, haben wir uns für die Paralympics qualifiziert, die im kommenden Jahr in Rio stattfinden“, unterstreicht Husmann – diese Qualifikation wäre ebenfalls eine Premiere für den deutschen Blindenfußball.
Bereits im vergangenen Jahr hat Deutschland im japanischen Tokio einen großen Schritt in Richtung Blindenfußball-Weltelite unternommen, als das Team zum ersten Mal an einer Weltmeisterschaft teilnahm. Husmann schlüpfte damals auch in die Rolle des Coaches, denn der eigentliche Bundestrainer Ulrich Pfisterer, gleichzeitig Vorsitzender des Weltverbandes, fungierte in Japan als Turnierleiter. Deutschland unterlag im Viertelfinale dem alten und neuen Weltmeister Brasilien mit 0:4.

„Es ist schön zu sehen, dass der Sport allen Beteiligten Spaß bereitet und der Zusammenhalt der Mannschaft gut ist“, sagt Husmann über die Stimmung im deutschen Team. Die Auswahl besteht seit 2007 und verfügt über einen Kader aus acht blinden und sieben bis acht sehenden Spielern.

Beim Landesturnfest, das 2016 vom 23. bis 27. Juni in Göttingen stattfindet, soll es zwei Ligaspiele geben. „Ich freue mich, wenn sich der Blindenfußball in Deutschland und natürlich auch in Göttingen weiter etabliert, denn bisher ist er leider noch ein Nischensport“, so Husmann.

Neben seiner Tätigkeit als „Bierhoff des Blindenfußballs“ ist Husmann Vorsitzender des im vergangen Jahr gegründeten Freundeskreises der deutschen Blindenfußball-Nationalmannschaft. „Wir freuen uns über neue Mitglieder und Unterstützer, die sich mit einer Mitgliedschaft aktiv für den Blindenfußball einsetzen“, sagt der 64-Jährige. Mit dem Geld von Sponsoren, Unterstützern und Mitgliedern werde es ermöglicht, weitere Spiele nach Göttingen zu holen. Husmanns Ziel: „Ich möchte die Nationalmannschaft in einigen Jahren unter den Top Sechs der Welt haben.“

mi/war

www.fdbfn.de

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