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22. Sparkasse & VGH Cup: Bundesligisten ringen um Startplatz

Siegerehrung 22. Sparkasse & VGH Cup: Bundesligisten ringen um Startplatz

Es schien beinahe so, als wolle die Siegerehrung gar kein Ende mehr nehmen. Bevor die vier besten Teams des Sparkasse & VGH-Cups ausgezeichnet wurden, gab es unter anderem Pokale für den besten regionalen Spieler oder das beste regionale Team.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Folglich brandete in der Lokhalle immer wieder Applaus auf, und den konnte der Veranstalter ruhig auch für sich reklamieren: Das internationale A-Juniorenturnier war perfekt organisiert, hatte Zuspruch wie noch nie, und entsprechend gut war die Stimmung in der Halle.

Lutz Renneberg, zusammen mit Holger Jortzik Geschäftsführer des Veranstalters Fest GmbH, freut sich über eine an drei Tagen ausverkaufte Lokhalle – nur am Eröffnungstag waren noch 100 Tickets zu haben. An eine Erweiterung der Tribünen ist trotz des Erfolgs aber nicht gedacht.

„Wir waren noch nie auf Gewinnmaximierung aus. Außerdem weiß ja keiner, wie viele Karten zusätzlich verkauft werden können“, unterstreicht Renneberg. „Statt eine Baumaßnahme in Angriff zu nehmen, bin ich lieber an drei Tagen ausverkauft.“

„Die Sponsoren begleiten das gern“

Gleichwohl gebe es im Hinblick auf den Cup 2012, der laut Jortzik „zu 99 Prozent“ vom 5. bis 8. Januar stattfindet, von den Sponsoren „positive Signale“, wobei man den Finanziers auch entgegenkommen müsse: Als Gegenleistung forderten manche nicht nur eine attraktive Veranstaltung, sondern „ein paar andere Dinge“ wie Repräsentationsstände im Zuschauerbereich.

„Man muss die individuellen Wünsche herausfiltern“, beschreibt Renneberg die Gratwanderung zwischen Geben und Nehmen.

Auch die Auszeichnungen wie jene für den besten regionalen Spieler, Torhüter Dominick Theune vom Überraschungs-Halbfinalisten RSV 05, entsprechen diesem Konzept. Renneberg: „Die Sponsoren begleiten das gern.“ Als „schöne Sache“ empfand wiederum Keeper Theune die Ehrung.

Der RSV heimste außerdem die Pokale für das beste und treffsicherste regionale Team ein. Der Cup für die meisten Tore führt 05 nach Hannover, wo 96-Trainer Mirko Slomka die RSV-Akteure persönlich durch die TUI-Arena geleitet. Renneberg ist nach wie vor Manager von Slomka.

„Nicht zufällig, sondern verdient“

In sportlicher Hinsicht sah der Funktionär diesmal ein „recht hohes Niveau“ der überregionalen Teams und einen Sieger, der sich „gesteigert hat“ – sehr zur Freude des 96-Fans und Stadtkämmerers Hans-Peter Suermann (CDU), der freudig seinen Fanschal schwenkte.

„Nicht zufällig, sondern verdient“ und vor allem sportlich attraktiv, so Renneberg, sei zudem der RSV 05 in die „Top Four“ eingezogen. „Völlig verrückt“ fand Renneberg, dass sich Spartas Jwan Yousif mit 13 Treffern als erster „Regio“ die Torjägerkanone sicherte. „Bei den Chancen hätte er sogar noch ein paar Tore mehr machen müssen.“

Jortzik machte bei den regionalen Teilnehmern eine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ aus: die städtischen Viertelfinalisten, Bergdörfer – und dann lange nichts.

Die Qual der Wahl

Am Montag musste Renneberg den Abbau koordinieren, denn bereits am Dienstag wird in der Lokhalle wieder Basketball gespielt. Was bleibt vom Cup, ist ein hoher Stellenwert mit umfassender Berichterstattung des „Kicker“ und großer Anziehungskraft: Sowohl der Trainer des PSV Eindhoven als auch Vertreter von Eintracht Frankfurt und der TSG Hoffenheim hätten während des Turniers für einen Startplatz 2012 vorgesprochen.

Langsam hat die Fest GmbH die Qual der Wahl. Eigentlich sei man glücklich mit den Teilnehmern, man wolle schließlich „nicht nur bekannte Namen, sondern auch gute Spieler“, in der Lokhalle haben, bekräftigt Renneberg. Er und Jortzik werden das Teilnehmerfeld wohl konservativ zusammenstellen.

Von Eduard Warda

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