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Daniel Vollbrechts Lokhallen-Tagebuch hat großen Erfolg

Fritz von Thurn und Taxis – Fußballgott! Daniel Vollbrechts Lokhallen-Tagebuch hat großen Erfolg

Daniel Vollbrecht ist Trainer der A-Junioren des Bovender SV – und er hat den etwas anderen Blick auf das Fußballgeschehen. Diesen teilt er vor Beginn des Sparkasse & VGH-Cups in der Lokhalle am 8. Januar regelmäßig mit den Lesern des Tageblatt-Fußballportals Sportbuzzer, im sogenannten Lokhallen-Tagebuch. In der heute im Tageblatt abgedruckten Folge geht es um Sportreporter und ihre Stilblüten.

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„Und da trrritt er auf den Ball“: Fritz von Thurn und Taxis hätte auch beim Turnier in der Göttinger Lokhalle etwas zu sagen, glaubt BSV-Trainer Daniel Vollbrecht.

Quelle: Pförtner

Häufig, wenn ich Livesport im Stadion oder in der Halle verfolge, überlege ich, wie ein anwesender Reporter das Geschehen vor meinen Augen wohl kommentieren würde – mit welchen Phrasen, Floskeln und Allerweltsaussagen er mangelnde Fachkompetenz kompensieren möchte.

Im TV begegnen uns angenehm unscheinbare Stimmen, die ihre Hauptaufgabe darin sehen, den Zuschauer nicht zu nerven. Dann gibt es Besserwisser, die zu jedem Querpass eine aufgesetzte taktische Analyse parat haben, sowie Star-Kommentatoren, die sich sogar vor versehentlich offenem Mikro Beschimpfungen engster Mitarbeiter erlauben dürfen (Marcel Reif: „Was ist das für eine Schafscheiße hier?“).

Und dann gibt es noch Fritz von Thurn und Taxis, seit Urzeiten regelmäßiger Champions-League- und Bundesliga-Kommentator bei „Sky“. Bei Reif und Co. wird nicht selten auf Stadionton umgeschaltet, aber Thurn und Taxis ist eine Marke für sich.

Im Laufe der vergangenen Jahre ist es quasi zu einem kleinen Hobby geworden, die besten Aussagen des einzigartigsten Reporters Deutschlands mitzuschreiben und an mindestens genauso große Taxis-Fans im Bekanntenkreis zu verschicken.

Platz 11: „Ja, da küsst er noch einmal den Ball. Als wolle er sagen: „Hmmm, herrlich, diese Kirsche.“

Platz 10: Über Ronaldinho: „Eine Zahnspange, nur nachts getragen, hätte Wunder bewirkt...!“

Platz 9: „Dieser Lucho Gonzalez sieht aus wie ein echter Zigeuner.“

Platz 8: „Er ist immer so appetitlich braun, der Mann aus dem Taunus, (...) der Lutz Wagner.“

Platz 7: „Stefan Beinlich, der alte Mann von der Ostsee.“

Platz 6: „Da schlecken sie an ihrem Eis, die Russen. Das ist etwas Besonderes, die haben hier viele verschiedene Eisvariationen.“

Platz 5: Ein Spieler der Elfenbeinküste verpasst eine Flanke: „Da spritzt er dazwischen, dieser Mensch.“

Platz 4: „Wenn der Heskey den Hintern rausstreckt, Donnerwetter!“

Platz 3: (Italien – Südkorea ): „Vieri läuft den kleinen Blutsaugern davon.“

Platz 2: „Dieser Quaresma, schauen Sie sich diese Haxen an. Da wird einem ja Angst und Bange!“

Platz 1: „Die englischen Fans: Viel Begeisterung, wenig Zähne.“

Zugegeben, manche Zitate entbehren jeglicher politischen Correctness und sind für sich genommen eigentlich rassistisch. Aber kann man Thurn und Taxis wirklich böse sein, wenn er unbedarft ins Mikro schnoddert: „Das ist ein Kroate – der denkt sich nix“?

Man sollte dankbar sein, beim Turnier in der Lokhalle den Fokus auf das Wesentliche, das sportliche Geschehen, richten zu dürfen. Kein Kommentator quatscht einem auf der Tribüne ins Spiel hinein, niemand versucht, die eigene Wahrnehmung durch übertriebenen Deutungswahn manipulativ zu beeinflussen.

Doch manchmal wünsche ich mir Thurn und Taxis herbei. „Aaaah, die Bovender und ihre vielen Krrreisel, herrrlich“, würde er sagen, „wie auf der Kirrrmes. Ich bin früher auch gerne Karussell gefahren.“

Sämtliche Folgen des Lokhallen-Tagebuchs gibt es unter gt-sportbuzzer.de.

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