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Sparkasse & VGH-Cup: Die „Regios“ sorgen in der Lokhalle für Stimmung

Kleine Klubs ganz groß Sparkasse & VGH-Cup: Die „Regios“ sorgen in der Lokhalle für Stimmung

„So schlecht verkaufen die sich gar nicht“, sagt ein Zuschauer, als Arlind Halitaj das 1:2 für den Kreisligisten Bovender SV gegen den Profi-Nachwuchs des Bundesligisten VfL Wolfsburg erzielt. Auch um zu sehen, wie sich die krassen Außenseiter aus der Region gegen die scheinbar übermächtigen Top-Talente des Fußballs schlagen, strömen die Zuschauer an den ersten drei Tagen des Sparkasse & VGH-Cups in Scharen in die Lokhalle.

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Jendrik Deppe von der JSG Friedland/Bremke (links) im Zweikampf mit dem Wolfsburger Elvis Rexhbecaj.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Am Sonntag, wenn um 9 Uhr die Zwischenrunde beginnt, werden die meisten von ihnen ausgeschieden sein – haben dafür aber eine Erfahrung fürs Leben gemacht.

„Die Jungs tauchen in das Profi-Niveau ein, und dann ist es auch schon wieder vorbei“, sagt Arunas Zekas, Trainer der A-Junioren des 1. SC 05.

Genau wie der 1. SC 05, der zum Auftakt gegen Fulham antritt, steht auch der Namensvetter RSV 05 aus der Kreisliga im ersten Spiel einem „dicken Brocken“ gegenüber. Trotz eines 0:7 gegen den PSV Eindhoven ist Trainer Günther Frantz nach dem Spiel voller Euphorie. Eindhoven spiele zwar „mit viel Geschwindigkeit, Gedankenschnelligkeit und Dynamik. Da macht es richtig Spaß, zuzusehen.“

Andererseits, schwärmt er, habe sich sein Team gut gehalten und vor allem angstfrei gespielt. „Mein Herz hat mehr aus Freude als aus Respekt geklopft. Es war eine Anspannung da, aber die wird jetzt runtergefahren. Wir werden jetzt Spaß haben, weil wir wissen, dass so etwas nie wieder passieren wird“, sagt er.

Beim RSV fällt vor allem ein Schlaks auf, der sich auf gefühlvolle Zuspiele versteht: Torben Lemmer. „Gib ihm einen Ball, und er ist glücklich“, berichtet Frantz. Die „Regios“, wie die Teams aus der Region auch genannt werden, haben viele gute Spieler in ihren Reihen – der Unterschied zum Profi-Nachwuchs besteht in der Regel im Tempo, im Stellungsspiel, vor allem aber in der körperlichen Ausbildung.

„Körperlich haben wir eigentlich gut dagegen gehalten“, sagt Daniel Vollbrecht, Trainer des Bovender SV, der letztlich mit 1:6 gegen den VfL Wolfsburg verliert. Viel mehr schmerzt ihn aber die knappe 2:3-Niederlage gegen den Landesligisten Tuspo Petershütte.

„Wir hatten 70 Prozent Ballbesitz, waren spielerisch besser und haben die Tore hergeschenkt. Ein Unentschieden wäre ein gerechteres Ergebnis gewesen“, resümiert Vollbrecht. Leider habe die prall gefüllte Lokhalle seine Spieler zu Beginn ein wenig hektisch werden lassen.

„Eigentlich war es ein Vorteil, im ersten Spiel gegen Fulham zu spielen, weil die noch nicht eingespielt waren“, sagt Arunas Zekas zum 1:3 des Niedersachsenligisten 1. SC 05 gegen die Engländer. Bedeutender sei jedoch für seine Spieler, um eine wichtige Erfahrung reicher zu sein und das Turnier genossen zu haben.

Der Spaß darf nicht zu kurz kommen – als Jannik Jeske von der JSG Hardegsen gegen den JFV Northeim auf 1:3 verkürzt, ruft er ins Publikum: „Was ist Northeim, Mann?“ Die Zuschauer johlen, es ist Stimmung in der Bude.

Von Eduard Warda

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