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2275 Fans bejubeln Auftaktsieg der Veilchen

Pro A 2275 Fans bejubeln Auftaktsieg der Veilchen

Einen besseren Start in die 2. Basketball-Bundesliga Pro A hätte sich die BG Göttingen nicht wünschen können. Mit dem hoch verdienten 90:77 (72:55, 52:34, 26:21)-Sieg gegen den Playoff-Kandidaten Science City Jena setzte das vollkommen neu formierte Veilchen-Team ein dickes Ausrufezeichen für eine erfolgreiche Premieren-Saison.

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Glücksgriff für die BG: Sullivan Phillips (v.) gegen Jenas Kapitän Christoph Roquette.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Zudem zeigte die Zuschauerresonanz, dass die Göttinger trotz der enttäuschen letzten Serie weiter hungrig auf Profibasketball sind.

2275 begeisternd mitgehende Zuschauer – nur knapp 400 weniger als beim Erstliga-Auftakt vor einem Jahr gegen Ludwigsburg – sorgten in der Sparkassen-Arena für eine grandiose Kulisse und Gänsehaut-Feeling.

Die Chemie zwischen Mannschaft und Publikum stimmte auf Anhieb, weil die Akteure von Beginn an Gas gaben, vor Leidenschaft sprühten und den der Anfangsnervosität geschuldeten 0:4-Rückstand (1.) schnell in eine Führung ummünzten. Die bauten sie auf 19:9 (6.) aus und gaben sie bis zum Schluss nicht mehr ab. Dem Sturmlauf der BG stemmte sich nur Jenas schwer zu stoppender Spielmacher Lee Jeka mit erfolgreichen Einzelaktionen entgegen, doch er allein stand gegen das intensive und druckvolle Offensivspiel der Veilchen auf verlorenem Posten.

Der am Sonnabend 29 Jahre alt gewordene Marco Grimaldi , der viel Ruhe und Übersicht aus strahlte, setzte seine Mitspieler immer wieder gut in Szene, und vor allem Topscorer Akeem Vargas (20) und Bobby Davis dankten es ihm in der ersten Halbzeit mit spektakulären Treffern. Da ließ sich der Rest  des Teams nicht lumpen, so dass der Vorsprung der Göttinger immer weiter wuchs, bis zur 25. Minute auf 62:41.

Wesentlichen Anteil daran hatte auch der 33-jährige Sullivan Phillips. Mit seiner Verpflichtung scheint BG-Coach Johan Roijakkers ein Glücksgriff gelungen zu sein.

Auf allen Positionen einsetzbar, stark in der Abwehr und im Angriff brandgefährlich von außen und unter dem Korb, stellte er die Gäste vor kaum lösbare Probleme. Obwohl erst vor einer Woche gekommen, präsentierte sich Phillips  als schon weitgehend ins Team integriert.

Dass Jena Anfang des letzten Viertels bis auf zwölf Punkte herankam und der Veilchen-Sieg noch einmal wackelte, lag zum einen daran, dass sich die Abwehr der Gäste besser auf das BG-Spiel einstellte, Sanijai Watts mächtig aufdrehte und sich die Mannschaft von den fünften Fouls gegen Davis (31.), Harris (35.) und Guede (38.) verunsichern ließ. Doch mit wichtigen Dreiern hielten Grimaldi und Phillips Jena auf Distanz, so dass die Veilchen den Erfolg ungefährdet ins Ziel brachten.

„Unsere Intensität am Anfang war gut, gegen Ende hat sie aber nachgelassen, und wir haben nicht gut verteidigt. Doch Grimaldi hat toll dirigiert, und Phillips hatte das Spiel jederzeit im Griff“, lobte Roijakkers, der von der Atmosphäre in der Halle ebenso überwältigt war wie seine Spieler.  „Ich habe halt viel Erfahrung und will immer gewinnen“, kommentierte Phillips seine Vorstellung.

„Klar, ich habe heute gut getroffen, aber ohne die Unterstützung des Teams wäre das nicht möglich“, sagte Vargas. „Ich bin glücklich, dass meine Mutter hier war und alles gesehen hat“, fügte er hinzu.

BG : Grimaldi (6 Punkte/7 Rebounds/ 7Assists), Teichert, Vargas (20/4 Dreier), Crowell, Guede (7), Harris (9), Davis (10), Hitchens (14/3 Dreier), Phillips (17/3 Dreier/7 Reb.), Wenzl (7). – Beste Jena: Jeka (12), Watts (20).

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