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63:59 - BG Göttingen ist Bayerns Angstgegner

Bundesliga 63:59 - BG Göttingen ist Bayerns Angstgegner

Die BG Göttingen hat das scheinbar Unmögliche geschafft: Nach dem 95:81 im Oktober behielt der Basketball-Erstliga-Aufsteiger auch im zweiten Duell mit dem Deutschen Meister die Oberhand. Vor 3447 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena bezwang das Team von Headcoach Johan Roijakkers den FC Bayern München mit 63:59 (42:44, 25:39, 15:19).

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Duell der Basketball-Strategen: David Godbold nimmt Bayerns Topstar Dusko Savanovic aus dem Spiel.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Dabei ließen sich die Veilchen auch von einem hohen Pausenrückstand nicht entmutigen und kämpften sich mit einer couragierten Leistung in der zweiten Hälfte zurück ins Match. Die BG musste kurzfristig auf Jamal Boykin verzichten. Wie Roijakkers mitteilte, hat sich der Innenspieler im Freitagstraining am Sprunggelenk verletzt. Eine genaue Diagnose steht noch aus, aber das Syndesmoseband soll in Mitleidenschaft gezogen sein.

Ihren Energizer hätte die zu Beginn nicht ins Spiel findende BG gut gebrauchen können, denn erst ab der fünften Minuten kämpften sich die Gastgeber ins Spiel. Raymar Morgan gelangen die ersten Punkte zum 2:10 nach 4:10 Minuten, dann sorgte der stark agierende Robert Kulawick mit einem Tip-In und einem Dreier für einen Extra-Schub Energie. Bis in die 17. Minute verlief die von beiden Verteidigungsreihen dominierte Partie recht ausgeglichen, dann mussten die physisch unterlegenen Veilchen ihrer intensiven Mannverteidigung ein wenig Tribut zollen.

Foto: Theodoro da Silva

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„Ich hätte meinem Team gegen Ende des zweiten Viertels gerne geholfen, doch ich hatte keine Auszeit mehr“, sagte Roijakkers. Und so schlichen sich ins Spiel der Veilchen kleine Fehler und Ungenauigkeiten ein. Den zuvor nicht erlebten Freiraum an der Drei-Punkt-Linie nutzten die Bayern nun konsequent und bestraften die Gastgeber mit einem 10:1-Lauf in den letzten 3:10 Minuten und gingen mit einem scheinbar beruhigenden 39:25 in die Pause.

In der zweiten Hälfte bestand die BG-Defensive ihren Stresstest gegen die beste Offensive der Liga mit Bravour. Mickrige fünf Pünktchen gestatteten die Veilchen dem Deutschen Meister im dritten Viertel. Sehenswert waren besonders die Duelle zwischen Alex Ruoff und Bayern-Kapitän Bryce Taylor sowie das der Basketball-Masterminds David Godbold und Dusko Savanovic. Imponierend, wie sich Raymar Morgan gegen die physisch übermächtig wirkende Center-Garde um John Bryant durchtankte.

Das Spiel ähnelte in vielen Phasen dem engen Duell mit Alba Berlin, das die Veilchen vor zwei Wochen an den Rande einer Niederlage brachten. Als ein Dreier von Dominik Bahiense de Mello sich aus dem Korb herausdrehte, fühlte sich sicherlich nicht nur Roijakkers an Godbolds Dreierversuch gegen Berlin erinnert. „Ich befürchtete, jetzt erwischt es uns wieder. Doch wir sind dran geblieben und haben den Erfolg auch ein wenig erzwungen“, resümierte der BG-Coach. Besonders der bis dahin kaum in Erscheinung getretene Khalid El-Amin bewies nun Allstar-Qualität.

Bayerns Headcoach Svetislav Pesic machte in erster Linie nicht die desolate Dreierquote für die Niederlage verantwortlich, sondern die Einstellung der BG-Profis. „Göttingen hat gekämpft und nicht aufgegeben. In der zweiten Hälfte haben sie mit viel weniger Respekt vor uns gespielt und jederzeit daran geglaubt, dass sie das Spiel noch drehen“, so Pesic.

Statt von Glückshormonen beflügelt den Sieg zu bejubeln, legte Roijakkers den Finger in eine klaffende BG-Wunde. „Was hier gerade passiert, wird so nicht weitergehen, wenn wir keinen großen Sponsor finden. Mit unserem Budget sind vier Siege pro Saison realistisch. Also: Genießt den Moment.“

Statistik
BG: Kulawick (11 Punkte/3 Dreier/4 Rebounds/0 Assists), Ruoff (7/0/8/5), Morgan (20/0/8/0), Spohr (0/0/1/0), Godbold (4/0/8/3), Bahiense de Mello (2/0/4/0), Njei (0/0/0/0), El-Amin (10/0/3/5)), Kamp (9/0/3/2).
Teamwerte: Feldwürfe: 25/57 (44 %), Dreier: 3/22 (14 %), Freiwürfe: 10/15 (67 %), Rebounds: 43 (8 Off/35 Def), Assists: 15, Ballverluste: 16, Fouls: 23.
FC Bayern: Gavel (9 Punkte/1 Dreier/5 Rebounds/3 Assists), Savanovic (5/1/5/2), Taylor (12/1/3/0), Bryant (6/0/9/2), Benzing (6/1/0/1), Schaffartzik (7/1/0/2), Stimac (6/0/8/0), Micic (3/0/3/3), Staiger (5/1/1/0).
Teamwerte: Feldwürfe: 20/61 (33 %), Dreier: 6/30 (20 %), Freiwürfe: 13/21 (62 %), Rebounds: 35 (9 Off/26 Def), Assists: 13, Ballverluste: 12, Fouls: 20.
 
1. Basketball-Bundesliga - 27. Spieltag

Freitag
Crailsheim – Bremerhaven
76:91 (45:46)
Beste Werfer Crailsheim: Mosley (17 Pkt./0-3er), Otule (16/0), Timberlake (10/2), Sim (10/2), Lemon (10/2). – Beste Bremerhaven: Ehambe (23/3), Smith (14/1), O‘Brien (14/0), Williams (12/1), Hesson (12/0). – Die Viertel im Überblick: 21:21, 24:25, 18:28, 13:17. – Zuschauer: 2401.

Sonnabend
Artland – Bayreuth
87:74 (42:35)
Beste Werfer Artland: McCray (22 Pkt./4-3er), Thomas (22/3), Hill (14/3). – Beste Bayreuth: Burrell (20/1), Bowman (13/0), McCrea (11/0), Foster (10/2). – Die Viertel im Überblick: 28:14, 14:21, 24:21, 21:18. – Zuschauer: 3000 (ausverkauft).
Oldenburg – Trier
60:80 (32:46)
Beste Werfer Oldenburg: Chubb (17 Pkt./0-3er), Neumann (11/0). – Beste Trier: Chikoko (17/0), Bucknor (16/2), Samenas (14/3), Lukovic (14/2). – Die Viertel im Überblick: 14:25, 18:21, 20:9, 8:25. – Zuschauer: 4824.
Hagen – Frankfurt
70:79 (31:37)
Beste Werfer Hagen: Gordon (18 Pkt./ 1-3er), Ramsey (14/0), Bell (11/1), Gregory (10/0). – Beste Frankfurt: Voigtmann (26 Pkt./ 1-3er), Armand (14/2), Cobbs (13/0), Burtschi (12/0). – Die Viertel im Überblick: 13:18, 18:19, 19:21, 20:21. – Zuschauer: 3145 (ausverkauft).
Ulm – Tübingen
103:96 (50:44)
Beste Werfer Ulm: Klobucar (18 Pkt./ 4-3er), Vougioukas (17/0), Clyburn (14/1), Rush (13/3), Ohlbrecht (11/0), Leunen (10/2). – Beste Tübingen: McKinney (21 Pkt./ 3-3er), Mihailovic (18/2), Wallace (15/5), Radosavljevic (14/1), Rubit (14/0). – Die Viertel im Überblick: 23:25, 27:19, 27:25, 26:27. – Zuschauer: 6200 (ausverkauft). 

Sonntag
Bamberg – Mitteldeutscher BC
80:62 (48:28)
Beste Werfer Bamberg: Thompson (12 Pkt./ 1-3er), Harris (12/1), Miller (11/1), Duncan (11/1), Mbakwe (11/0). – Beste Mitteldeutscher BC: Richard (15 Pkt./ 3-3er), Massenat (13/3), Webb (10/1). – Die Viertel im Überblick: 20:16, 28:12, 25:19, 7:15. – Zuschauer: 6800 (ausverkauft).
Bonn – Ludwigsburg
87:80 (46:39)
Beste Werfer Telekom Baskets Bonn: Veikalas (21 Pkt./ 3-3er), Caloiaro (20/1), Mangold (11/2), Lawrence (10/2), Klimavicius (10/0). – Beste Ludwigsburg: Kennedy (22 Pkt./ 1-3er), Huff (18/4), Brockman (16/0), Little (12/1). – Die Viertel im Überblick: 24:27, 22:12, 18:21, 23:20. – Zuschauer: 5570.

Bundesliga Herren
Bamberg – Mitteldeutscher BC 80:62
Quakenbrück – Bayreuth 87:74
Oldenburg – Trier 60:80
Bonn – Ludwigsburg 87:80
Hagen – Frankfurt 70:79
Göttingen – München 63:59
Ulm – Tübingen 103:96
Crailsheim – Bremerhaven 76:91
 1. Baskets Bamberg 26 2145:1767 46
 2. Alba Berlin 26 2230:1910 44
 3. Bayern München 27 2453:2024 42
 4. Ratiopharm Ulm 27 2281:2267 36
 5. Telekom Bonn 26 2190:2092 34
 6. EWE Oldenburg 27 2244:2193 30
 7. Skyliners Frankfurt 26 2006:1975 28
 8. Löwen Braunschweig 26 2006:2056 26
 9. Artland Dragons 26 2110:2105 26
10. Riesen Ludwigsburg 27 2155:2112 26
11. BG Göttingen 27 2160:2262 26
12. Phoenix Hagen 27 2179:2301 20
13. Medi Bayreuth 27 2035:2156 18
14. Mitteldeutscher BC 27 2028:2154 18
15. Tigers Tübingen 27 2195:2370 16
16. Eisbären Bremerhaven 27 2066:2224 16
17. TBB Trier 27 1919:2124 10
18. Crailsheim Merlins 27 1997:2307 10

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