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74:93 – BG Göttingen patzt in Bremerhaven

Basketball-Bundesliga 74:93 – BG Göttingen patzt in Bremerhaven

Die BG Göttingen hat bei ihrem anvisierten Angriff auf die Playoff-Plätze eine bittere Pleite hinnehmen müssen. Die mit viel Vorschuss-Lorbeer angereisten Veilchen wurden von den zuerst kampf- und dann sehr spielstarken Eisbären Bremerhaven böse gerupft und mussten so eine verdiente 74:93 (55:61, 35:32, 18:12)-Niederlage einstecken.

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Wird hart verteidigt: BG-Spielmacher Khalid El-Amin (M.), flankiert von DeAndre Liggins (l.) und Yusuf El Domiaty.

Quelle: Scheer

Bremerhaven. Obwohl die Gastgeber kurzfristig auf ihren besten Vorlagengeber Lorenzo Williams verzichten mussten (Achillessehnenprobleme), waren sie über 30 Minuten das dominante Team. Weil sich Bremerhaven allerdings den Luxus von sieben ausländischen Akteuren erlaubt, standen die erlaubten sechs Legionäre auf dem Parkett.

Nach den Ausrutschern der direkten Konkurrenten im Kampf um einen der acht Ränge für die Meisterschaftsendrunde ist die Niederlage für das Erstliga-Überraschungsteam besonders bitter. Die Enttäuschung von BG-Headcoach Johan Roijakkers hielt sich dennoch in Grenzen: „Kein Vorwurf an die Mannschaft. Meine Spieler haben alles gegeben. Auf diesem Level können wir aber einfach nicht mithalten. Bremerhaven ist physisch wesentlich besser besetzt als wir. Die Spieler sind kräftiger, schneller und springen höher. Auf diesem Level können bei uns nur Raymar Morgan, Khalid El-Amin und Alex Ruoff mithalten.“ Zudem machte Roijakkers Eisbären-Cheftrainer Muli Katzurin ein Kompliment: „Die personellen Entscheidungen, Jerry Smith und DeAndre Liggins ins Team zu holen sowie Tyrus McGee ziehen zu lassen, waren sehr clever. Ich muss das so sagen, auch wenn diese Spieler uns heute sehr wehgetan haben.“

Dass der Coach sich so vor sein Team stellt, adelt ihn, spiegelt aber nicht die komplette Wahrheit wider. Die Veilchen hatten nach starkem Beginn (23:12/12.) auch gegen die immer besser agierenden Hausherren viele Chancen, allerdings vergaben sie diese bisweilen kläglich. Meistens durch technische Unzulänglichkeiten wie Schrittfehler oder Fehlpässe, diese sogar bei unbedrängten Einwürfen. Vollkommen freie Distanzwürfe von den Lieblingspositionen im Spielfeld-Eck oder frontal zum Korb fanden zudem oft ebenso wenig ihr Ziel wie einfache Korbleger oder Jumper aus der Nahdistanz. Ex-Eisbär Robert Kulawick holte sich zu Beginn des zweiten Viertels eine Standpauke ab, nachdem er absolut unbedrängt bei einem Fastbreak in Überzahl den Ball anstatt zu Morgan in die Hände von Bremerhavens Liggins warf.

Ein Problem war, dass Ruoff früh in Foulprobleme geriet, und auch Morgan Pausen benötigte. Immer wieder scannte Roijakkers ab dem zweiten Viertel seine Bank nach Akteuren ab, die der Mannschaft einen entscheidenden Schub an Konzentration, Energie, Entschlossenheit und Spielwitz geben können. Doch egal welchen vermeintlichen Trumpf der 34-Jährige auch spielte, er stach nicht. Besonders Schlüsselspieler David Godbold agierte blass. Im dritten Viertel strafte Roijakkers seinen Musterschüler wütend ab, indem er ihn mit den Worten „Was tust du da? Das ist furchtbar.“ zurück auf die Bank verbannte.

In der Phase, da sich die BG energisch wehren musste, bekam Ruoff sein viertes Foul (22.). So musste der US-Amerikaner von der Bank zusehen, wie sich Bremerhaven angeführt von den famos auftrumpfenden Smith, Liggins und Myles Hesson erstmals in Führung spielte (40:39/23.). Als Ruoff nach zwischenzeitlichem Sieben-Punkte-Rückstand zu Beginn des Schlussviertels auf 58:61 verkürzte, keimte kurz Hoffnung auf, dass die BG das Spiel wieder drehen kann. Doch Bremerhaven sorgte mit einem 19:3-Lauf früh für klare Verhältnisse und Enttäuschung in den Gesichtern der knapp 200 BG-Fans unter den 3012 Zuschauern in Bremerhavens Stadthalle.

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