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Am Göttinger Druck zerbricht Ulmer Widerstand

Basketball-Bundesliga Am Göttinger Druck zerbricht Ulmer Widerstand

Kampf und Leidenschaft pur erlebten 3474 Zuschauer in der ausverkauften Lokhalle beim Spitzenspiel der Basketball-Bundesliga zwischen MEG Göttingen und Ratiopharm Ulm. Nach dem erst in den Schlusssekunden sicher gestellten 70:62 (50:49, 32:28, 15:12)-Erfolg brauchen die Veilchen nur noch zwei Siege aus sechs Partien, um als Vierter in die Playoffs einzuziehen.

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Spannendes Laufduell: Marco Grimaldi (hinten) gegen Per Günther.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Es sind Spiele wie das zwischen MEG und Ulm, die sich tiefer ins Gedächtnis von Aktiven und Zuschauer eingraben als klare Siege gegen unterlegene Kontrahenten. 40 Minuten verbissener Kampf um jeden Ball und jeden Meter Raumgewinn und ein Kopf-an-Kopf-Rennen in einer Abwehrschlacht, die erst 15 Sekunden vor Schluss für die Gastgeber entschieden war: All das trieb den Adrenalinpegel bei Akteuren und Fans bis zum Anschlag und sorgte für eine unvergleichliche, aufgeheizte  Stimmung, die sich nach dem Happy End im Freudentaumel auf dem Parkett und auf den Rängen entlud.

Da kümmerte es niemanden, dass die Qualität in der Offensive wenig berauschend war, beide Teams mit je 37 Prozent Trefferquote aus dem Feld und einer unterirdischen Dreier-Bilanz (MEG 20, Ulm 17 Prozent) viele Wünsche offen ließen. „Wenn man so intensiv verteidigt und verteidigt wird, dann sind vorne oft die Beine schwer, fehlen beim Wurf Kraft und Konzentration“, entschuldigte MEG-Coach John Patrick die hohe Fehlerquote von außen. 

Bissige Zweikämpfe und spektakuläre Aktionen im Minutentakt entschädigten allemal für die mangelnde Punktausbeute auf beiden Seiten. Ballgewinne von Rocky Trice, die das Sprungwunder mit seinen schon legendären Dunks vollendete, oder ein Slamdunk von Oliver nach Alley ‘Oop (Anspiel über Korbniveau) von Lee entzückten die Fans ebenso wie Marco Grimaldis Galavorstellung in Abwehr und Aufbau gegen Dru Joyce und Per Günther oder Jason Boones Block Shots gegen Jeff Gibbs. Furcht- und respektlos ging Boone in die Zweikämpfe mit Ulms Topscorer und besten Rebounder der Liga. Gibbs nutzte weidlich die ihm von den Schiedsrichtern zugebilligten Freiheiten und verschaffte sich mit Ellenbogen und Kopfstößen, die meist ungeahndet blieben,  Vorteile unter den Körben, während Boone Fouls kassierte und in der 38. Minute mit fünfen auf die Bank musste. 

Taylor: „Lehrstunde in Druck“

Nicht so überzeugend wie zuletzt konnte sich Spielmacher Ben Jacobson in Szene setzen, doch wenn nötig, war er zur Stelle und markierte wichtige Punkte – wie in der 37. Minute. Da brachten Joyce und Gibbs die Ulmer, die lange einem knappen Rückstand hinterhergelaufen waren, 57:56 in Front, doch Jacobson  dämpfte Sekunden später mit seinem Dreier zum 59:57 die Euphorie der Gäste. Und als 15 Sekunden vor Schluss Oliver per Dunk zum 68:62 für MEG alles klar machte und das Team schon zur Siegesfeier ansetzte, klaute Jacobson noch einmal den Ball und sorgte mit dem Treffer zum 70:62 dafür, dass die Veilchen nach dem 69:76 im Hinspiel auch noch den Direktvergleich gewannen.

Als fairer Verlierer zeigte sich Ulms Trainer. „Wir haben eine Lehrstunde in Druck erhalten“, resümierte Mike Taylor. „Wir haben uns sorgfältig auf die intensive Göttinger Spielweise vorbereitet. Doch was einen dann wirklich erwartet, lässt sich im Training nicht einüben. Die 31 Turnovers, die Göttingen erzwungen hat, waren der Schlüssel für unsere Niederlage.“ Da habe auch die Ulmer Reboundüberlegenheit nichts genutzt.  Michael Geisendorf

Ein Video zum Spiel mit Kyle-Bailey- und Michael-Schröder-Interview finden Sie hier.

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