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BG-Göttingen-Headcoach Roijakkers besucht die Summer League und Camps

Scouting und Fortbildung in Las Vegas BG-Göttingen-Headcoach Roijakkers besucht die Summer League und Camps

Beim Rekrutieren von neuen Profis geht Basketball-Erstligist  BG Göttingen neue Wege: Erstmals sichten die Veilchen potenzielle Verpflichtungen vor Ort in den USA. Cheftrainer Johan Roijakkers fliegt für zehn Tage in die Staaten und besucht dort Spiele der NBA-Summer-League und verschiedene von Agenturen organisierte Basketball-Camps.

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BG Göttingen-Headcoach Johan Roijakkers.

Quelle: Pförtner

Göttingen. „Das ist absolut sinnvoll“, betont Roijakkers. Der zehntägige Tripp sei auch nicht besonders teuer und vor Ort könne er sich ein viel besseres Bild von den potenziellen Verstärkungen machen als beim üblichen Scouting durch Videos und Statistikbögen.

„Wir versprechen uns auch viel davon, dass Johan sein Netzwerk pflegt, um künftige Transfers zu erleichtern. Eine Vorgabe, dass er eine bestimmte Anzahl verpflichten muss, gibt es nicht“, sagt Frank Meinertshagen. Die Kosten beziffert der BG-Geschäftsführer  auf gut 2000 Euro. „Das ist gut investiertes Geld. Fast jeder Bundesligist ist mittlerweile vor Ort“, so Meinertshagen. 

Die Summer League hat Roijakkers schon einmal besucht – damals war er noch Assistenztrainer des belgischen Erstligisten Mons. Sein Headcoach hieß damals Chris Finch. „Chris ist jetzt Assistenztrainer der Houston Rockets. Er ist für die Offensive verantwortlich. Ich kann die Trainingseinheiten des Summer-League-Teams der Rockets begleiten. Das hat Chris organisiert, und dabei kann ich sicher viel lernen“, sagt Roijakkers.

Der Fokus bei seinem zehntägigen Trip nach Las Vegas liege aber nicht unbedingt auf den Spielen der NBA-Summer-League. „Ich habe 15 Spieler, die mich besonders interessieren. Enorm wichtig werden die Besuche der verschiedenen Basketball-Camps sein“, sagt der 34-jährige Niederländer und begründet seine Einschätzung: „Die Spieler in der Summer League sind vermutlich zu teuer.“ Als Beispiel nannte er Mickey McConnell, den er in der vergangenen Serie gern verpflichtet hätte. „Er saß nur am Ende der Bank und hatte somit wenig Einsatzzeiten, und dennoch wart er für uns zu teuer“, sagte Roijakkers über den Spieler, der dann von den Telekom Baskets Bonn als Backup-Spielmacher von Eugene Lawrence unter Vertrag genommen wurde. 

„Aber wer weiß“, sagt der für seine Transfercoups bekannte Roijakkers verschmitzt lächelnd: „Vielleicht haben wir ja wieder Glück.“ Dass Akteure wie Alex Ruoff – vor zwei Jahren als Eurocup-Spieler zum Zweitligisten – und Khalid El-Amin für Göttingen spielen würden, hatte auch kaum jemand für möglich gehalten. Die Chancen stehen also nicht schlecht, dass Roijakkers die Heimreise in zehn Tagen mit Verträgen von neuen BG-Leistungsträgern  antritt. 

Sprungbrett für junge Spieler

Die NBA-Summer-League wird von der nordamerikanischen Profibasketball-Liga NBA organisiert. Sie beginnt kurz nach dem NBA-Draft und soll dazu beitragen, dass Rookies oder andere Spieler, die drei oder weniger Jahre in der NBA spielen, Erfahrungen sammeln und sich verbessern können.

Die Summer League gilt als Sprungbrett für Spieler die beim Draft nicht ausgewählt wurden oder bereits in Europa spielten. Mittlerweile findet neben der Summer League in Las Vegas auch in Orlando und in Utha eine Summer League statt. Erstmals ausgespielt wurde der Wettbewerb 2004 in Las Vegas, damals nahmen sechs NBA-Teams teil. Die NBA stieg als Organisator allerdings erst 2007 ein, da war die Liga schon auf 16 Teams angewachsen. Die Summer League in Las Vegas dauert etwa zehn Tage und wurde bis 2010 ausschließlich dort ausgetragen.

Bis 2010 nahmen 21 NBA-Teams mit ihren Nachwuchsspielern teil. Seither variiert die Zahl der teilnehmenden Mannschaften. In Las Vegas gehen vom 7. bis 17. Juli 24 Teams an den Start. In Orlando sind es vom 4. bis 10. Juli zehn und in Utha (6. bis 9. Juli) vier Mannschaften.

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