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BG Göttingen: Hinrunden-Überflieger will Kurs halten

Basketball-Bundesliga BG Göttingen: Hinrunden-Überflieger will Kurs halten

Mit dem Duell bei den Brose Baskets Bamberg startet Hinrunden-Überflieger BG Göttingen in den zweiten Teil der Basketball-Bundesliga (BBL). Der Aufsteiger geht von Platz neun aus in die 17 Partien umfassende Rückrunde.

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Wollen erfolgreiche Rückrunde spielen: Jamal Boykin (l.) und Alex Ruoff.

Quelle: SPF

Zudem hat sich das Team von BG-Cheftrainer Johan Roijakkers für das Viertelfinale des BBL-Pokals qualifiziert und namhafte Klubs ausgestochen. Die für einen Liga-Neuling ohnehin bemerkenswerte Ausgangslage ist aufgrund der erheblichen Verletzungsmisere durchaus als sensationell zu bewerten. Doch Roijakkers warnt eindringlich davor, das Saisonziel „Ligaverbleib“ als Selbstläufer abzutun.

Göttingen. „Solange wir den Ligaverbleib nicht erreicht haben, dürfen wir uns keine anderen Ziele setzen“, betont Roijakkers. Der 34-Jährige hat bei seinen Aussagen das enge Tableau der Basketball-Bundesliga genau vor Augen. Die Veilchen liegen mit acht Siegen auf Rang neun zwar punktgleich mit den in den Playoff-Plätzen rangierenden Teams aus Quakenbrück und Frankfurt. Doch es sind eben auch nur drei Siege Vorsprung auf Bremerhaven, das auf dem ersten Abstiegsrang liegend in die zweiwöchige Spielpause ging.

„Wir dürfen uns nicht blenden lassen“, warnt auch BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen, der nach dem Erreichen des Pokal-Viertelfinals noch einmal eindringlich betonte: „Vor der Saison hätte keiner von uns mit so einem Erfolg gerechnet. Umso schöner ist es, wenn unsere Arbeit auf und neben dem Parkett so belohnt wird. Wir freuen uns, dass wir die Hinrunde mit dem Einzug ins Pokal-Viertelfinale abschließen können. Dennoch bleibt der Fokus ganz klar auf dem Verbleib in der Liga. Das hat höchste Priorität.“ Gewarnt ist der Ex-Profi auch von den Aufholjagden der Konkurrenz aus dem Vorjahr. Bayreuth und Tübingen hatten nach der Hinserie nur vier beziehungsweise drei Siege und hielten dennoch die Liga.

Roijakkers sieht die BG gegenüber der Konkurrenz weiter im Nachteil. „Ich denke, dass fast alle Klubs noch Veränderungen vornehmen werden. Wir können das nicht, dafür ist unser Budget zu klein. Wir haben aber einen guten Mix gefunden. Wir haben bewiesen, dass wir mithalten können und das wollen wir jedem Gegner auch im Rückspiel beweisen“, sagt Roijakkers. Dabei erwartet er jedoch Konkurrenten, die noch engagierter agieren werden als im ersten Aufeinandertreffen. Denn die BG habe bewiesen, dass sie trotz zwischenzeitlichen hohen Rückständen an sich glaube und Spiele drehen kann, so der Coach.

Zum Rückrunden-Auftakt stehen den Veilchen nun zwei sehr schwere Auswärtspartien bevor. Am Sonntag wartet um 20 Uhr das Eurocup-Team der Brose Baskets, das sich für die am Mittwoch zu Hause gegen den FC Bayern erlittene 52:90-Demontage revanchieren will. Am nächsten Wochenende will dann die kaum minder hohe Auswärtshürde in Oldenburg genommen werden. Die Hinspiele verloren die Veilchen nach starken Leistungen im Dezember trotz zusätzlicher Zugkraft in der Lokhalle. Bis die Fans ihr Team wieder in der heimischen S-Arena bejubeln dürfen, müssen sie sich bis Sonntag, 1. Februar, gedulden. Dann soll ab 17 Uhr gegen die Fraport Skyliners Frankfurt der vierte Heimsieg gelingen.

Khalid El-Amin glaubt an die Playoffs

„Wir wollen uns Respekt erspielen“, betonte Khalid El-Amin in einem seiner ersten Interviews in Göttingen. 17 Partien sind seitdem in der Basketball-Bundesliga gespielt, und der BG-Regisseur und unangefochtene Führungsspieler sieht sich und seine Veilchen auf gutem Weg, seine Vorgabe zu erfüllen. „Ich denke schon, dass wir es fast allen Gegnern schwer gemacht haben. Wir haben zwar kein großes Budget und auch keine großen Namen, dafür aber viel Talent. Wenn wir weiterhin alles füreinander geben, dann können wir für weitere Überraschungen sorgen. Und warum sollte am Ende nicht der Einzug in die Playoffs stehen? Ich glaube, die Playoffs sind erreichbar“, sagt der 35-Jährige und spricht selbstbewusst das eigentlich verpönte Wort Playoffs aus. Verstecken müsse sich die BG nicht. „Wir arbeiten hart, darum dürfen wir uns auch ambitionierte Ziele setzen. Voraussetzung ist jedoch der absolute Siegeswille jedes einzelnen im Team“, unterstreicht der Ex-NBA-Akteur.

Dass die Veilchen in der Hinrunde ein wenig über ihrem eigentlichen Leistungsniveau agiert hat, verneint der BG-Spielmacher resolut. Es gebe zu viele Spiele, in denen die Veilchen trotz großen Personalsorgen erfolgreich waren. „Wir kämpfen und spielen füreinander. Ich glaube sogar, dass wir noch deutlich besser spielen und dastehen würden, wenn wir nicht dieses unglaubliche Verletzungspech gehabt hätten. Ich hoffe sehr, dass wir das in der Rückrunde beweisen können. Wir wollen kein Team sein, dass nur eine gute Hinrunde gespielt hat. Unser Ehrgeiz ist groß, sehr groß. Jeder im Team hat etwas zu beweisen“, betont El-Amin.

Deutschland und die BBL habe der Weltenbummler, der in den vergangenen 15 Jahren bis auf wenige Ausnahmen jährlich den Klub und das Land wechselte, sehr schätzen gelernt. „Die Liga ist enorm stark. Wenn du hier nicht bereit bist, alles zu geben, dann wirst du auseinander genommen. Die Organisation ist sehr professionell und die Arenen sehr modern. Ich kann mir gut vorstellen, ein weiteres Jahr in der BBL zu spielen“, sagt der 35-Jährige, der für zahlreiche europäische Top-Klubs und in der nordamerikanischen Profi-Liga NBA für die Chicago Bulls auflief. An die BG-Fans gerichtet betont er: „Sie haben uns sehr dabei geholfen, unsere Leistung zu bringen. Die Unterstützung ist vorbildlich und wird es hoffentlich auch in der Rückrunde bleiben.“ Vielleicht begeistern ihn die Veilchen-Fans ja so sehr, dass er der BG die Treue hält. bam

Die Krankenakte BG

  • Khalid El-Amin zog sich gegen Bremerhaven eine tückische Hüft- und Bauchmuskelverletzung zu. Er fehlte gegen den MBC und absolvierte einige Partien unter Schmerzen. Zum Ende der Hinrunde traten Probleme in der hinteren Oberschenkelmuskulatur auf. Er verpasste das Duell mit Oldenburg. Gegen Frankfurt, Braunschweig und Bremerhaven kam er verletzungsbedingt nur zu Kurzeinsätzen.
  • Raymar Morgan knickte im ersten Testspiel gegen Gotha um und fiel mit einem Bänderriss im am Sprunggelenk sechs Wochen lang aus. Verpasste so die komplette Vorbereitung. Pünktlich zu Saisonbeginn meldete sich der 26-Jährige zwar zurück, es dauerte allerdings bis tief in den November hinein, bis er seinen Trainingsrückstand nach verletzungsbedingtem Ausfall der kompletten Saison 2013/14 aufgeholt hatte.
  • Alex Ruoff musste sich nach auftretenden Beschwerden am Knie nach der ersten Vorbereitungswoche einer Knie-Athroskopie unterziehen und fiel sechs Wochen aus. Während der Saison plagten ihn oft Rückenprobleme. Verpasste sechs der 17 Partien.
  • Harper Kamp konnte in der Vorbereitung aufgrund von Blessuren erst spät komplett belasten. Erlitt dann Mitte Dezember einen Muskelbündelriss und verpasste so die letzten sechs Partien. Kam wie Ruoff nur auf elf Einsätze.
  • Dominik Bahiense de Mello knickte im selben Test wie Raymar Morgan um. Zog sich neben einer Bänderdehnung ein Knochenödem im Mittelfuß zu. War so lange zum Zusehen verdammt. Bestritt nur elf Spiele.
  • Acha Njei erlitt gegen Bremerhaven einen Anbruch des Nasenbeins. Der 29-Jährige biss jedoch auf die Zähne und spielte mit Schutzmaske.

Rückrundenspielplan

  • Sonntag, 18. Januar, 20 Uhr: Brose Baskets Bamberg – BG Göttingen (Brose-Arena)
  • Sonntag, 25. Januar, 17 Uhr: EWE Baskets Oldenburg – BG Göttingen (EWE-Arena)
  • Sonntag, 1. Februar, 17 Uhr: BG Göttingen – Fraport Skyliners Frankfurt (S-Arena)
  • Sonnabend, 7. Februar, 18.30 Uhr: BG Göttingen – Phoenix Hagen (S-Arena)
  • Sonnabend, 14. Februar, 20.30 Uhr: Telekom Baskets Bonn – BG Göttingen (Telekom Dome)
  • Sonnabend, 21. Februar, 18.30 Uhr: BG Göttingen Walter Tigers Tübingen (S-Arena).
  • Sonnabend, 28. Februar, 18.30 Uhr: Ratiopharm Ulm – BG Göttingen (Ratiopharm Arena)
  • Sonntag, 8. März, 17 Uhr: BG Göttingen – Alba Berlin (S-Arena)
  • Freitag, 13. März, 20 Uhr: Medi Bayreuth – BG Göttingen (Oberfrankenhalle)
  • Sonntag, 22. März, 17 Uhr: BG Göttingen – FC Bayern München (S-Arena)
  • Sonntag, 29. März, 17 Uhr: TBB Trier – BG Göttingen (Arena Trier)
  • Montag, 6. April, 15 Uhr: Eisbären Bremerhaven – BG Göttingen (Stadthalle Bremerhaven)
  • Sonnabend, 12. April, 18 Uhr: BG Göttingen – Crailsheim Merlins (S-Arena)
  • Sonntag, 19. April, 17 Uhr: Artland Dragons – BG Göttingen (Artland Arena)
  • Freitag, 24. April, 20 Uhr: BG Göttingen – Basketball-Löwen Braunschweig (S-Arena)
  • Sonntag, 26. April, 17 Uhr: Mitteldeutscher BC – BG Göttingen (Stadthalle Weißenfels)
  • Donnerstag, 30. April, 20 Uhr: BG Göttingen – MHP Riesen Ludwigsburg (S-Arena)
  • Playoffs: Beginn 9./10. Mai
  • Ende 21. Juni

Die BG trägt alle Heimspiele in der S-Arena am Göttinger Schützenplatz aus. Karten (ab 10 Euro) sind unter anderem in den Tageblatt-Geschäftsstellen an der Göttinger Jüdenstraße 13c sowie auf der Spiegelbrücke 11 in Duderstadt erhältlich.

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