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BG Göttingen: Morgan mit „NBA-Format“

Zwei Akteure ragen heraus BG Göttingen: Morgan mit „NBA-Format“

Die BG Göttingen ist das Team der Stunde in der Basketball-Bundesliga. Besonders mit ihrer Auswärtsstärke sorgen die Veilchen für Schlagzeilen. Nur Liga-Primus Alba Berlin ist in fremden Hallen erfolgreicher als der Aufsteiger. Mit dem hart erkämpften 93:88-Triumph in Hagen hat sich die BG auf Rang neun verbessert, und dabei als Team den Ausfall von Leistungsträger Harper Kamp kompensiert.

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Auf dem Weg, einer der Top-Leistungsträger der BG Göttingen zu werden: Kraftpaket Raymar Morgan in Siegerpose.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Mit Alex Ruoff und Raymar Morgan ragten allerdings zwei Akteure aus dem starken Veilchen-Kollektiv heraus.

Es war besonders Morgan, der gegen die als starke Athleten gefürchteten Hagener Innenspieler seine Extraklasse unter Beweis stellte. Überragend waren seine beiden Blocks im Schlussviertel, geradezu phänomenal seine vier „Big Plays“ zehn Sekunden vor Spielende. Erst blockte er Hagens Leistungsträger Larry Gordon imposant und schnappte sich dann auch noch den Rebound.

Den Ball verteidigte das BG-Kraftpaket dann derart geschickt, dass Gordon beim Hineingreifen auch noch foulte. Und dann verwandelte der 26-Jährige in aller Ruhe die beiden fälligen Freiwürfe. Statt eines drohenden 89:88 schraubte der BG-Center den Spielstand auf 91:86 und sorgte so für die Vorentscheidung.

„Diese Aktion hatte NBA-Format“

„Diese Aktion hatte NBA-Format. Für mich ist das keine Überraschung, denn ich weiß, was er bei Michigan State gezeigt hat. Für uns war es nur die Frage, wann bekommen wir ihn nach seiner schweren Verletzung aus dem vergangenen Jahr wieder fit. Er ist ein Spieler, der über BBL-Level spielen kann“, lobt Roijakkers.  

Mit 28 Punkten, zehn Rebounds und zwei Blocks lieferte Morgan Leistungsdaten, die in der Statistik abzulesen sind. Beachtlich war allerdings auch die nicht in Zahlen dokumentierte Schwerstarbeit, die der aus Canton/Ohio stammende Top-Athlet in der Verteidigung unter den Körben gegen die Phoenix-Innenspieler Gregory und Igbavboa leistete.

Kaum minder beeindruckend war der Auftritt von Alex Ruoff. Der BG-Guard war in Hagen das Getriebe im BG-Angriffsstrang und sorgte mit mal sanften, mal knackigen Tempowechseln für erhebliche Rhythmusstörungen im Ablaufplan der Feuervögel. Auch wenn sein Wurf trainingsbedingt ein wenig wackelte – Ruoff hatte einige Einheiten wegen einer Rückenblockade verpasst –, glänzte der 26-Jährige mit Spielwitz und Übersicht.

So verteilte er elf bisweilen enorm sehenswerte Assits. Besonders das Pick-and-Roll mit Morgan war für die BG eine so sichere Option zu punkten, wie es für einen Einbrecher die unverschlossene Eingangstür darstellt. Weil Ruoff auch zwölf Zähler markierte, steuerte auch er ein Double-Double zum Sieg bei. Dass der Top-Verteidiger mal wieder vom quirligen Nixon bis zum langen Ramsey allen Gegnern gehörig auf die Nerven ging, ist eigentlich schon selbstverständlich.

BG-Leistungsträger von morgen

Eine besondere Wertschätzung für ihre Entwicklung haben unterdessen die BG-Talente Andy Onwuegbuzie und Nick Boakye erfahren. Beide absolvieren bis Mittwoch in Heidelberg ein dreitägiges Tryout mit der U20-Nationalmannschaft. „Besonders Andy hat sich in den vergangenen Wochen enorm entwickelt. Er fängt an, wie ein Mann Basketball zu spielen.

Es für beide schwer, in die Mannschaft zu kommen, weil sie weder U16 noch U18 für Deutschland gespielt haben. Es ist aber eine super Chance, weil sie sich mit Gleichaltrigen vergleichen können und sehen wo sie stehen“, sagt Roijakkers über die potenziellen BG-Leistungsträger von morgen.

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