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BG-Göttingen-Trainer Roijakkers kritisiert Klubführung

„Das ist unprofessionell“ BG-Göttingen-Trainer Roijakkers kritisiert Klubführung

Basketball-Erstliga-Aufsteiger BG Göttingen hat dem Euro-Challenge-Klub Fraport Skyliners Frankfurt einen großen Kampf geboten. In einem Match der vergebenen Chancen unterlagen die Veilchen vor 4450 Zuschauern in der Frankfurter Ballsporthalle aber mit 70:74 (57:55, 35:40, 18:18). Somit konnte das bis dahin zweitstärkste Auswärtsteam der Liga den achten Heimsieg in Serie nicht verhindern.

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Lobt seine Mannschaft für eine engagierte Leistung in Frankfurt und kritisiert die Klubführung: BG-Cheftrainer Johan Roijakkers.

Quelle: Pförtner

Frankfurt. Neben der Niederlage musste das Team von Johan Roijakkers eine erneute Verletzung von Khalid El-Amin verkraften.

Der Cheftrainer beklagte zudem die „unprofessionelle Vorbereitung“ und kritisierte die Klubführung, weil aufgrund von fehlendem Geschäftsstellen-Personal ein Ersatzspieler für den verletzten Harper Kamp nicht verpflichtet werden konnte.

Es war über weite Strecken kein schönes Spiel, was die beiden auf Verteidigung getrimmten Teams boten – es war ähnlich ansehnlich, wie die staksig-hölzernen Freiwürfe von Frankfurts Big Man Mike Morrison. Das Duell des Aufsteigers mit dem Euro-Challenge-Teilnehmer lebte von der Spannung, denn obwohl die Veilchen personell gehandicapt waren, boten sie dem Favoriten einen packenden Fight.

MRT-Untersuchung bei Khalid

Dabei schafften es die Göttinger über weite Strecken, das Fehlen ihres wertvollen Innenspielers Harper Kamp durch viel Engagement und dem taktisch bedingten Wechsel zwischen Ball- und Raum-Verteidigung auszugleichen.

Was der BG im dritten und vierten Viertel allerdings gegen die mindestens ebenso clever wie engagiert verteidigenden Hausherren fehlte, waren Geniestreiche. Der diese sonst im Zwei-Minuten-Rhythmus produzierende Regisseur Khalid El-Amin lehnte da jedoch von Schmerzen in der hinteren Oberschenkelmuskulatur geplagt nur an der Seitenlinie auf der LED-Bande.

Lautstark versuchte er zwar, sein Team mit Hilfen zu dirigieren. Zum Zuschauen verdammt musste er aber mit ansehen, wie die top besetzten Frankfurter nach dem Dreier des starken Alex Ruoff zum 69:69 (39.) in der Schlussphase den Sieg nach Hause brachten – nicht nur durch individuelle Klasse, sondern auch durch Fehler der Veilchen, die einfache Körbe zuließen und in der Offense unkonzentriert agierten.

„Wir werden wohl erst am Montagnachmittag nach einer MRT-Untersuchung wissen, was mit Khalid los ist“, sagte Roijakkers frustriert.

„Unprofessionelle Anreise“

Der 34-Jährige macht für die Verletzung seines Top-Leistungsträgers und die Niederlage auch die für ihn „unprofessionelle Anreise“ verantwortlich. „Wir haben hier viel besser ausgesehen als viele Top-Klubs. Wir hatten die Chance zu gewinnen. Es geht einfach nicht, dass wir mit einem Schulbus vier Stunden auf der Autobahn herum kutschen und dann hochklassigen Erstliga-Basketball zeigen sollen. Professionelles verhalten ist, einen Tag vorher anzureisen. Dann hätten wir dieses Spiel nicht verloren. Da bin ich mir sicher.“

Bereits zuvor hatte ein geplatzter Transfer die Laune des erfolgshungrigen Niederländers erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Kurzfristig habe eine Verstärkung als Ersatz für den Ausfall von Harper Kamp zur Verfügung gestanden. „Jeder sieht, dass wir derzeit extreme Probleme auf den großen Positionen haben. Es fehlt ein Spieler. Ich hätte am Freitag einen US-Profi als kurzfristigen Ersatz für Harper parat gehabt. Und das, obwohl das mit unserem Mini-Budget extrem schwierig ist. Unser Teammanager hatte aber am 2. Weihnachtstag keine Zeit, ihn in Frankfurt abzuholen“, betonte Roijakkers enttäuscht.

Mit Blick auf die beiden Heimspiele am morgigen Dienstag gegen Oldenburg (18.30 Uhr Lokhalle) und am Freitag gegen Bayreuth (20 Uhr S-Arena) befürchtet Roijakkers einen „weiteren Substanzverlust unseres sehr kleinen Kaders“. 

© Pförtner

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