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BG Göttingen besiegt Walter Tigers 115:112

Basketball BG Göttingen besiegt Walter Tigers 115:112

Was für ein irres Duell: Die BG Göttingen hat ihren elften Saisonsieg gefeiert. Vor 3447 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena schlug das Team von Headcoach Johan Roijakkers die Walter Tigers Tübingen in einem wahren Offensiv-Spektakel mit 115:112 (80:84, 59:60, 31:29).

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Quelle: Theodoro da Silva

Der Basketball-Erstliga-Aufsteiger kann nun wohl endgültig für die kommende Spielzeit erstklassig planen. In den vergangenen zehn Jahren gab es nur einen Klub, der mit elf Siegen sportlich absteigen musste (Ludwigsburg 2013). Bester Punktesammler der Veilchen war Alex Ruoff. Der US-Amerikaner war mit 30 Punkten und 13 Assists der entscheidende Akteur in der packenden Schlussphase.

Die Zuschauer in der S-Arena sahen von Beginn an einen offenen Schlagabtausch. Beide Teams hatten wenig Mühe, sich gegen die gegnerische Verteidigungslinien in Szene zu setzen. Den Veilchen gelang es dabei in erster Linie nicht, die Fastbreaks der Tübinger zu unterbinden. Bei Göttingen lief im Angriff viel über die Innenspieler. So markierte Raymar Morgan in den ersten zehn Minuten starke elf Punkte, Harper Kamp machte fünf Zähler.

Im zweiten Viertel hievte bei den Veilchen dann besonders Alex Ruoff das Spiel auf ein höheres Niveau. 15 Punkte und 5 Assists steuerte er bis zur Pause bei. Dabei hatte er maßgeblichen Anteil am zwischenzeitlichen 52:42 (16.). Doch danach präsentierte sich die BG in der Offensive fahrlässig. Godbold und Co. ließen einige freie Korbleger aus, und so drehte Tübingen das Spiel und ging mit einem 15:2-Lauf mit 57:54 in Front (19.). In die Halbzeitpause ging es beim Stand von 59:60.

Im weiterhin ausgeglichenen dritten Viertel mussten die Veilchen Tübingen gegen Ende ein wenig ziehen lassen. Mit einem Vier-Punkte-Polster ging der Tabellenfünfzehnte somit beim Stand von 84:80 ins packende Schlussviertel. Die Zuschauer hielt es in der Sparkassen-Arena zu diesem Zeitpunkt allerdings schon längst nicht mehr auf ihren Sitzen. 23 Mal war die Führung bis dahin gewechselt, und in den hart umkämpften letzten zehn Minuten sollte dies sieben weitere Male passieren.

Foto: Theodoro da Silva

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Auf Tübinger Seite war es vor allem Jimmy McKinney, der die Tigers mit spektakulären Dreiern im Spiel hielt. 29 Punkte erzielte die Nachverpflichtung. Bei der BG glänzte Ruoff, der sich auch von zwei ärgerlichen Ballverlusten nicht Nervös machen ließ, auch in der Verteidigung. So war er es, dem beim Stand von 105:104 ein wichtiger Stop gegen Rubit gelang. David Godbold markierte im Schlussabschnitt zehn Punkte und verbuchte zwei wichtige Ballgewinne. Und plötzlich war auch Khalid El-Amin da. Der bis dahin weitestgehend sehr unauffällig agierende BG-Spielmacher war von Tübingen nicht zu verteidigen. Der bis dahin neben Ruoff überragende Morgan durfte ab der 37. Minute nicht mehr helfen, er saß mit fünf Fouls (daruter zwei Technische) nur noch auf der Bank.

Kein Team schaffte es allerdings, sich auf mehr als vier Zähler abzusetzen, so dass die nervenaufreibende Partie in der letzten Spielminute durch Fouls an der Freiwurflinie durch Ruoff und El-Amin entschieden wurde. Nach der packenden Partie waren sich Roijakkers und Tübingens Trainer Igor Perovic einig, dass beide Teams den Sieg verdient hätten. Der BG-Cheftrainer schob noch einen Dank an die Fans nach: „Ihre Unterstützung hat uns in den entscheidenden Momenten enorm geholfen.“

BG-Punkte: Ruoff (30/13 Assists), Kamp (12), El-Amin (11), Morgan (27/9 Rebounds), Godbold (21), Spohr (6), Njei (2), Kulawick (4), Boykin (2). - Beste Tübingen: McKinney (29), Rubit (19/11 Rebounds), Ratkovics (18/8 Assists), Radosavljevic (15), Cuffee (11), Wallace (10).

Am kommenden Dienstag kämpfen die Veilchen um 20 Uhr im Telekom-Dome bei den Telekom Baslkets Bonn um den Einzug ins Final-Four des BBL-Pokals. Das nächste Ligaspiel bestreiten die Göttinger am 28. Februar um 18.30 Uhr bei Ratiopharm Ulm.

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