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BG Göttingen empfängt Tabellensechsten Nürnberg

Ohne Adler flügellahm? BG Göttingen empfängt Tabellensechsten Nürnberg

Der elfte Sieg in Serie und der 14. daheim liegen für die BG Göttingen auf dem Silbertablett. Doch solche Serien sind beim souveränen Spitzenreiter der 2. Basketball-Bundesliga Pro A mittlerweile zur Gewohnheit geworden.

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Eine Armlänge voraus: BG-Center Harper Kamp (r.) im Hinspiel gegen Nürnbergs Will Chavis.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Ein Tag, an dem ein Erfolg gefeiert wird, ist ein Arbeitstag wie jeder andere. Dennoch würde ein Heimsieg in der Sparkassen-Arena gegen rent4office Nürnberg am heutigen Sonnabend um 19 Uhr etwas Besonderes für die Veilchen bedeuten. Etwas, das im Kampf um den Aufstieg in die 1. Bundesliga von entscheidender Bedeutung sein kann: der Heimvorteil im Halbfinale.

Entscheidet die BG das Duell mit den Mittelfranken heute zu ihren Gunsten, kann Science City Jena als derzeit Drittplatzierter in den dann verbleibenden fünf Spielen nach Punkten maximal gleichziehen. Den direkten Vergleich haben die Göttinger aber gewonnen.

Ungeachtet dessen, dass Nürnberg – vielen bekannt unter dem ehemaligen, prägnanteren Namen Nürnberger BC – als Tabellensechster anreist, geht die zuletzt unbezwingbar wirkende BG, die im Hinspiel mit 96:79 siegte, als haushoher Favorit in die Begegnung. Würden Wettquoten auf einen Auswärtssieg existieren, sie lägen wohl im zweistelligen Bereich.

Unangefochtener Führungsspieler

Nach enttäuschendem Saisonstart und der Trennung von Trainer Martin Ides kamen die vor der Saison als Aufstiegskandidat gehandelten Gäste aus der 495 000-Einwohner-Metropole unter dem neuen Coach Benjamin Travnizek zuletzt etwas besser in Fahrt, gewannen im Jahr 2014 immerhin sechs ihrer neun Partien.

Dabei durften sie jedoch auf die Dienste des Ex-BGers Cornelius Adler zählen, der mit durchschnittlich 15,5 Punkten pro Spiel unangefochtener Führungsspieler ist und für viele Experten der beste deutsche Spieler der Pro A.

In Göttingen werden sowohl die Gäste als auch ein Gros der heimischen Fans den sympathischen Flügelspieler allerdings vermissen. Er kuriert eine Achillessehnenverletzung aus. BG-Trainer Johan Roijakkers warnt dennoch: „Adler wird fehlen, aber sie haben noch vier andere sehr gute Deutsche.“

„Super Fans“

Eine Ansicht, die einer der vier genannten Deutschen unterstreicht: „Ich denke, wir haben die besten Deutschen der ganzen Liga und können es daher mit jedem aufnehmen“, sagt Enosch Wolf. Der gebürtige Göttinger steht seit Januar im Aufgebot der Nürnberger, ist in fünf Spielen mit 3,4 Punkten und drei Rebounds in knapp neun Minuten aber noch nicht über eine Reservistenrolle hinaus gekommen.

„Ich würde lügen, wenn ich sage, mit der Einsatzzeit wäre ich zufrieden. Aber wenn ich die Systeme besser kenne und ein Gefühl für meine Mitspieler entwickelt habe, sollte es mehr Spielzeit geben“, vermutet der 2,15 Meter große Center. Das Spiel in seiner Heimat sei für ihn vor den „super Fans“ natürlich speziell.

Der 23-Jährige weiß aber, was ihn auf dem Parkett erwartet: „Die BG spielt das wohl physischste Spiel der Liga. Wir müssen unbedingt zusehen, dass sie möglichst wenige Offensivrebounds abgreifen.“

Wagemutiger Tipp

Dabei vertraut er auf eine starke Leistung von Super-Allrounder Ahmad Smith (11,3 Punkte/5,5 Rebounds), der mit 7,3 Assists bester Passgeber der Liga ist, sowie von Dreierspezialist Michael Fleischmann (10,7/43,7 Prozent Dreierquote), dem erfahrenen Wayne Bernard (9,3) und Big Man Robert Lewandowski (8,8).

Daher lässt sich Wolf zu einem wagemutigen Tipp hinreißen: „Nürnberg gewinnt 87:83.“ Wäre ärgerlich. Aber dann würde sich die BG den Heimvorteil für das Halbfinale eben einen Arbeitstag, Pardon, ein Spiel später sichern.

Wer das Spiel nicht live erleben kann, für den präsentiert das Tageblatt heute ab 18.30 Uhr unter gt-liveticker.de im Internet Hintergrund-Infos, Analysen, Spielszenen und zahlreiche Fotos.

Von Rupert Fabig

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