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BG Göttingen gewinnt Nervenschlacht bei Medi Bayreuth

In letzter Sekunde BG Göttingen gewinnt Nervenschlacht bei Medi Bayreuth

Die BG Göttingen hat erstmals in Bayreuth gewonnen. Vor 3006 Zuschauern in der nicht ausverkauften Oberfrankenhalle setzten sich die Veilchen am Freitagabend in einer erneut bis in die Schlusssekunden dramatischen Partie mit 71:69 (57:53, 36:32, 18:24) durch.

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Quelle: Peter Kolb

Bayreuth. BG-Allstar Raymar Morgan erzielte die siegbringenden Zähler 1,6 Sekunden vor Spielende. So durfte um 21:48 Uhr gemeinsam mit den knapp 20 mitgereisten und lautstark unterstützenden Veilchen-Fans die siebte Auswärtssiegeshumba gefeiert werden. Mit nun zwölf Siegen aus 26 Spielen pirscht sich der Erstliga-Aufsteiger leise an die Playoff-Plätze heran.

Obwohl die Veilchen durch Khalid El-Amin in Führung gingen, fanden sie nicht souverän ins Spiel. In der Verteidigung forcierte der Gastgeber oft ein Miss-Match, also eine Situation, in der ein Bayreuther seinem BG-Konkurrenten körperlich überlegen ist. Meistens hatte hier Acha Njei das Nachsehen. So brach die BG-Defense in sich zusammen, und mit einfachen Durchsteckern setzte Medi seinen Center Javon McCrea in Szene. Mit zehn Punkten, häufig durch einfache Korbleger, hatte er maßgeblichen Anteil am 24:18 im ersten Viertel. 

In den zweiten zehn Minuten griff das schon zum Viertelende besser gewordene Defensiv-Konzept der Veilchen beinahe perfekt. Die rotierenden BGer fanden ihre Gegner schneller und machten die Zone unterm Korb dicht. Viertelübergreifend blieb das Team von Headcoach Mike Koch mehr als fünf Minuten ohne Punkte aus dem Feld. Allerdings hatte die BG im Angriff Probleme mit ihren Distanzwürfen. Selbst die sehenswert herausgespielten freien Dreier fielen nicht.  So konnten die couragiert verteidigenden Gäste erst in den letzten 100 Sekunden zum Überholmanöver ansetzen, als Dominik Spohr den ersten Dreier versenkte – es war der zehnte BG-Versuch. Robert Kulawick und Jamal Boykin legten nach und so ging es dank des 18:8 in diesem Viertel mit einem 36:32 in die Pause.

Doch Bayreuth blieb nicht lange im Rückspiegel: Angeführt von Alt-Star Je‘kel Foster und McCrea gelang der Konter, und die Franken waren nach einem Dreier von Foster wieder 51:46 in Front (27.). In einer Auszeit fand  BG-Trainer Johan Roijakkers die richtige Strategie und mit Jamal Boykin sowie Dominik Bahiense de Mello zwei Bankspieler, die nun punkteten.

So gingen die Veilchen mit einem 57:53 ins Schlussviertel. Als Morgan drei Minuten vor Ende zum 67:60 traf, schien die Partie gelaufen. Doch die BG machte Fehler, und angefeuert vom Publikum kam Medi 21 Sekunden vor dem Ende durch Burrell zum 69:69. Doch der Aufsteiger blieb cool. El-Amin fand Morgan zwei Sekunden vor Spielende unterm Korb, und der traf mit Foul zum 71:69. Der Freiwurf ging zwar daneben, doch David Godbold griff sich energisch den Rebound und den Sieg für die BG.

Während Roijakkers von einem „wichtigen Sieg für den Klassenverbleib“ sprach, fand Koch harte Worte: „Wir sind zu dumm, ein Spiel zu gewinnen, bei dem die BG so schlecht Dreier trifft.“

© Peter Kolb

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