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BG Göttingen immens geschwächt: Kalid El-Amin fällt aus

Plan B BG Göttingen immens geschwächt: Kalid El-Amin fällt aus

Mit dem Duell bei den nicht nur nach ihrer Form suchenden, sondern vor allem um den Verbleib in der Basketball-Bundesliga kämpfenden Walter Tigers Tübingen steht für die BG Göttingen ein wichtiges Auswärtsspiel an. Doch ausgerechnet jetzt fällt mit Khalid El-Amin der einzige Aufbauspieler aus.

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Immense Schwächung: Spielmacher Khalid El-Amin kreiert wie kein zweiter BG-Akteur freie Würfe.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Aber BG-Cheftrainer Johan Roijakkers hat einen Plan B. Ob er aufgeht, wird am Sonnabend ab 20.30 Uhr in der Paul-Horn-Arena zu sehen sein.

„Khalid hat vergangene Woche nicht ein einziges Mal trainiert. Wir hatten dennoch gehofft, dass er gegen den MBC schmerzfrei ist, doch beim intensiven Aufwärmprogramm waren die Beschwerden wieder da – in derselben Stärke wie unmittelbar nach der Verletzung“, sagt Roijakkers frustriert. Mit Blick auf die Partie in Tübingen heißt das, dass er wieder ohne gelernten Spielmacher agieren muss. Dass Jermaine Mallett, der ein Probetraining in Würzburg absolviert, noch einmal für die BG spielen wird, hält Roijakkers für unrealistisch. Er glaubt, dass Würzburg das Veilchen verpflichten wird.

„Wenn wir im Aufbau über der Mittellinie sind, ist alles okay. Deswegen verlange ich von meinen Spielern, den Ball schnell zu pushen“, beschreibt Roijakkers seinen Tübingen-Plan. Die Initialisierung des Angriffsmusters übernehmen dann in erster Linie Alex Ruoff oder David Godbold. „Bei unserem System der Motion Offense ist das aber nicht so entscheidend. Wir vermissen Khalid aber extrem, weil er wie kein anderer freie Schüsse für uns kreieren kann“, sagt der Niederländer.

Damit ist Roijakkers’ Rechnung bisher aufgegangen. Die Verpflichtung des 35-jährigen US-Amerikaners hatte allerdings auch einige Risiken geborgen. Aufgrund eines Quadrizepssehnen-Risses musste El-Amin das vergangene Jahr pausieren und kam nicht in Top-Form nach Göttingen. Doch kaum in der Leinestadt angekommen, agierte der Vorbild-Profi mit eiserner Disziplin. Intensives Training und Extra-Schichten ließen die Pfunde purzeln, und schnell wurde er der unumstrittene Star im  Veilchen-Kollektiv. Zwei Wochen dauere es noch, prognostiziert Roijakkers, bis El-Amin seine Hüft-Verletzung auskuriert hat. 

„Wir stehen nicht unter Druck"

Die bisherigen Statistiken beweisen, dass El-Amin einer der besten Spielmacher der Liga ist. Mit durchschnittlich 6,3 Assists rangiert nur der Tübinger Branislav Ratkovica (6,8) vor ihm. Auf das packende Duell der besten Vorlagengeber müssen sich die Zuschauer nun also bis zum Aufeinandertreffen in der S-Arena am 21. Februar gedulden.

Doch auch die Tübinger beklagen den Verlust ihres Führungsspielers – und das bis voraussichtlich Februar. Jonathan Wallace fehlt aufgrund einer schweren Schulterverletzung. Der Deutsche Meister 2009 (mit Oldenburg) und Erstliga-Aufsteiger 2011 (mit dem FC Bayern München) wurde vergangene Woche operiert. Ohne ihren besten Dreierschützen verloren die Tübinger am Wochenende deutlich gegen die wegen enormer Verletzungssorgen nur mit einer Rumpf-Truppe angetretenen Skyliners Frankfurt.

Ihre zwei Saisonsiege verbuchten die Tübinger zu Hause. Sie bezwangen Braunschweig und Crailsheim souverän. Aufgrund des Fehlens von El-Amin und der Heimbilanz der Tübinger, blickt Roijakkers verhalten optimistisch und gelassen auf das Duell. „Wir stehen nicht unter Druck. Für mich ist klar: Es wäre eine kleine Niederlage, aber ein großer Sieg“, so Roijakkers.

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