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BG Göttingen ist plötzlich Playoff-Kandidat

74:62 BG Göttingen ist plötzlich Playoff-Kandidat

Die BG Göttingen hat ihren umjubelten vierten Heimsieg gefeiert. Der Basketball-Erstliga-Aufsteiger bezwang vor 3440 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena den Euro-Challenge-Klub Fraport Skyliners Frankfurt souverän mit 74:62 (58:44, 36:28, 19:14).

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Alex Ruoff (BG Göttingen)

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Dank des zehnten Erfolgs überflügeln die Veilchen die Frankfurter Eurofighter. Der Sprung in die Playoff-Plätze ist allerdings noch nicht geglückt. Gleichauf mit den Artland Dragons und den Basketball-Löwen Braunschweig rangieren die Göttinger aufgrund eines Dreiervergleichs hinter den punktgleichen Konkurrenten. Der als Abstiegskandidat in die Liga gestartete Neuling mausert sich jedoch stetig zu einem ernstzunehmenden Playoff-Kandidaten.

Auffälligster Akteur im neuen Veilchen-Dress war David Godbold. Der BG-Schlüsselspieler kam erneut zwar nur von der Bank, zeigte aber früh, welch hohen Stellenwert er für das Team hat. Engagiert verteidigend fand der beste Balldieb der Veilchen auch in der Offense seine Gefährlichkeit zurück. Der 29-Jährige legte eine komplette Statistik hin, besonders auffällig sind seine neun Rebounds und drei Steals. Erstmals präsentierten sich die Veilchen in ihren neuen Heimtrikots. Anstatt im komplett weißen Dress, gibt sich die BG nun auch bei Heimspielen einen dezenten lila-farbigen Anstrich. Die Kommentare auf das neue Outfit waren gespalten. „Neue Klamotten und sie sehen schon verwaschen aus“, kritisierten mehrere Fans. Andere sagten: „Sieht gut aus, richtig modern.“

Seinem Teamkollegen Godbold in nichts nach stand Alex Ruoff. Der Shooting Guard war in der Offensive nicht nur treffsicher, sondern verteilte auch sehenswerte Anspiele. Geradezu systemrelevant ist Ruoff jedoch in der Verteidigung. Der BG-Top-Defender lieferte sich ein spektakuläres Duell mit Frankfurts Star Quantez Robertson. Den Fight gewann Ruoff deutlich.  

Einen schweren Stand hatte an seinem 29. Geburtstag BG-Guard Robert Kulawick. Trotz Ständchen von den Fans während des Aufwärm-Programms gestattete ihm sein strenger Headcoach Johan Roijakkers keinen Geburtstags-Bonus. Sichtlich nicht amüsiert über Kulawicks Auftritt im ersten Viertel, holte er ihn nach nur wenigen Sekunden wieder vom Parkett. Im zweiten Viertel durfte er nochmals kurz ran, dann war der Arbeitstag für ihn als aktiver Spieler beendet.

Noch enttäuschter als Kulawick wirkte nach dem einseitigen Duell nur Frankfurts Erfolgscoach Gordon Herbert. Der 55-Kanadier attestierte den Veilchen leise und langsam sprechend überragende Energie und Willen. Attribute, die er seinen Akteuren beinahe komplett absprach. Von überschäumender Euphorie war bei BG-Cheftrainer Johan Roijakkers trotz des Triumphes und des gewonnenen direkten Vergleichs gegen Frankfurt nichts zu spüren. „Die Defense war der Schlüssel. Wir wollten sie im Halbfeld halten, das haben wir gut gemacht“, resümierte er trocken.

Technische Probleme führten dazu, dass die Telekom auf ihrem Basketball-Kanal das Duell nicht live senden konnte. In der Arena stand zudem kein Internet zur Verfügung. Den Grund  für die technische Störung konnten weder BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen noch Pressesprecher Timo Schreiber erklären. „Plötzlich war das Netz weg. Wir haben gemeinsam mit dem Hallenbetreiber alles versucht, aber es war nichts zu machen“, sagte Meinertshagen. Dass die Telekom nicht live übertragen konnte, lag laut Schreiber „nicht an den technischen Problemen in der Arena, sondern am fehlenden Übertragungswagen. Er ist dann noch einmal angefordert worden, deswegen wird das Spiel zeitverzögert gesendet“, so Schreiber nach der Pressekonferenz. Das Kommunikationsunternehmen mit Sitz in Bonn kündigte während der Partie an, das Duell ab 20 Uhr als Aufzeichnung zu senden.

Foto: Theodoro da Silva

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Statistik: 74:62

19:14 / 17:14 / 22:16 / 16:18

BG: Ruoff (17 Punkte/1 Dreier/6 Rebounds/6 Assists), El-Amin (17/1/0/3), Bahiense de Mello (2/0/0/0), Spohr (7/1/3/2), Morgan (5/0/5/0), Godbold (15/4/9/2), Kamp (4/0/6/3), Boykin (7/1/3/2), Njei (0/0/0/0), Kulawick (0/0/0/0).

Teamwerte: Feldwürfe: 28/59 (47 %), Dreier: 8/25 (32 %), Freiwürfe: 10/11 (91 %), Rebounds: 34 (10 Off/24 Def), Assists: 18, Ballverluste: 15, Fouls: 17.

Skyliners: Robertson (10/1/3/5), Doornekamp (1/0/3/3), Voigtmann (22/2/8/0), Armand (4/0/3/2), Bright (3/1/0/0), Koivisto (6/2/3/4), Klein (8/0/4/1), Morrison (8/0/3/0), Richter (0/0/0/0), Ilzhöfer (0/0/0/0).

Teamwerte: Feldwürfe: 25/60 (42 %), Dreier: 6/20 (30 %), Freiwürfe: 6/9 (67 %), Rebounds: 30 (11 Off/19 Def), Assists: 15, Ballverluste: 15, Fouls: 17. 

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