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BG Göttingen kämpft Ratiopharm Ulm nieder

92:80-Sieg des Außenseiters über den Tabellenvierten BG Göttingen kämpft Ratiopharm Ulm nieder

Die Einschätzung von Coach Johan Roijakkers, die BG habe eigentlich keine Chance, ein Klasseteam wie Ratiopharm Ulm zu schlagen, hat sich  - sehr zur Freude der Mannschaft, der heimischen Zuschauer und seiner eigenen - nicht bestätigt.

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Starkes Spiel: BG Göttingens Khalid El Amin

Göttingen. In einer mitreißenden, intensiven und bis kurz vor Schluss engen Partie triumphierte der Basketball-Erstliga-Aufsteiger nicht zuletzt dank einer überragenden Verteidigungsleistung mit 92:80 (64:60, 41:38, 21:18) über die klar favorisierten Gäste und wurde von gut 3600 Fans in der mit 3700 Zuschauern ausverkauften Lokhalle frenetisch gefeiert.

Ulms Trainer Thorsten Leibenath attestierte den Veilchen mehr Leidenschaft und den größeren Siegeswillen und zeigte sich beeindruckt von dem Lokhallen-Ambiente: "Es ist eine tolle Atmosphäre und macht großen Spaß, hier zu spielen - allerdings nicht unbedingt zu verlieren."

Roijakkers zeigte sich hoch zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft. "Wenn wir am Limit spielen, was wir heute getan haben, können wir auch solche Gegner schlagen", sagte der Niederländer, dessen Eltern die Partie in der Halle miterlebten.

Raymar Morgan und Alex Ruoff stark

Die Ulmer hatten zwar den besseren Start und gingen, angeführt von ihrem Topscorer Will Clyburn (elf Punkte im ersten Viertel), mit 7:3 in Führung. doch die von den Fans lautstark angefeuerten Veilchen schlugen zurück. Raymar Morgan und der unerschrocken auch gegen wesentlich größere Gegner immer wieder zum Korb ziehende Alex Ruoff sorgten dafür, dass die Gastgeber dran blieben.

 Als Dominik Spohr per Dreier die erste Führung für die Göttinger erzielte (19:18; 9.), der stark spielende Acha Njei 1,6 Sekunden vor Ende des Viertels mit einem Drei-Punkt-Spiel auf 22:18 erhöhte und Khalid El Amin zu Beginn des zweiten Durchgangs das 25:18 markierte, kochte die Halle.

Dann allerdings riss der Offnsiv-Faden bei den Veilchen. Die Abwehr stand zwar weiter hervorragend, doch der gegnerische Korb war wie vernagelt. Gefühlte 20-mal sprang der Ball vom Ring ins Feld zurück oder drehte sich wieder aus dem Netz heraus, wo er meist eine sichere Beute des Ulmer 2,10-Meter-Hünen Tim Ohlbrecht wurde.

 One-Man-Sho

 Mit einem 13:2-Lauf zogen die Gäste auf 31:27 (15.) vorbei und schienen jetzt Oberwasser zu gewinnen.Zumal Ruoff bereits in der 15. Minute sein drittes Foul kassierte. Doch nachdem Per Günther für Ulm auf 36:30 (18.) erhöht hatte, startete BG-Spielmacher Khalid El Amin, am Ende Topscorer der Begegnung mit 28 Punkten, seine One-Man-Show.

Mit neun Zählern in Folge und einem Buzzer-Beater mit der Sirene brachte der NBA-erfahrene Amerikaner die Veilchen wieder mit 41:38 in Front. Die Ulmer hielten im dritten Viertel noch einmal dagegen, zogen durch einen Dreier ihres Distanzwurspezialisten Jaka Klobucar auf 46:43 (23.) vorbei, ehe die Veilchen noch eine Schippe drauf legten, mit einem Spohr-Dreier zum 52:46 die Initiative wieder an sich rissen und die Führung im Schlussviertel über 73:63 (34.) nach einem Njei-Dreier auf 90:76 (40.) hoch schraubten.

 Der Favorit war geschlagen, und der Rest war veilchenblaue Glückseligkeit mit Sirtaki-tanzenden Fans und der obligaten Siegeshumba. - BG: El Amin (28 Punkte/6 Rebounds), Morgan (18/12), Godbold (2/5/7 Assists), Ruoff (21), Kulawick, Njei (11), Spohr (6), Boykin (6), de Mello.

Die Einschätzung von Coach Johan Roijakkers, die BG habe eigentlich keine Chance, ein Klasseteam wie Ratiopharm Ulm zu schlagen, hat sich  - sehr zur Freude der Mannschaft, der heimischen Zuschauer und seiner eigenen - nicht bestätigt. © Theodor da Silva

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