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BG Göttingen kann Playoffs trotz 86:91 (49:42) beim MBC aus eigener Kraft erreichen

Niederlage ohne Folgen BG Göttingen kann Playoffs trotz 86:91 (49:42) beim MBC aus eigener Kraft erreichen

Die BG Göttingen ist an Weißenfels gescheitert, und dennoch verließen Head-Coach Johan Roijakkers, die Spieler sowie die gut 200 mitgereisten Veilchen-Fans die Stadthalle mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht. Weil die Artland Dragons überraschend bei den MHP-Riesen Ludwigsburg gewonnen haben, besteht noch immer die Chance auf den Einzug ins Playoff-Viertelfinale.

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Quelle: Kuch

Weißenfels. Das 86:91 (72:67, 49:42, 26:19) war leicht zu verschmerzen, weil die BG auch im Falle eines Sieges beim Mitteldeutschen BC im Showdown um die Playoffs am Donnerstag in der S-Arena einen Sieg gegen Ludwigsburg hätte einfahren müssen.

An den Vorzeichen für das entscheidende Duell um die Playoff-Teilnahme hat sich nichts geändert. Punktgleich rangieren die Veilchen wegen der 72:98-Hinspielklatsche hinter Ludwigsburg auf Rang neun. Nur der Sieger des Duells am Donnerstag, 30. April, um 20 Uhr in der S-Arena steht in der Meisterschaftsendrunde. Für den Verlierer ist die Saison beendet.

„Ich war nach einer Niederlage noch nie so glücklich“, sagte Roijakkers während der Pressekonferenz entspannt auf seinem Stuhl sitzend. Bereits in der heißen Schlussphase hatte der BG-Coach  vollkommen tiefenentspannt an der Seiten­linie gecoacht. Als die Halle tobte, weil Hördur Vilhjalmsson zwölf Sekunden vor Spielende per Dreier die Wölfe mit 89:86 in Front gebracht hatte, war er der ruhende Pol.

Der eiskalte Niederländer beruhigte mit breit ausgebreiteten Armen und langsamen Gesten sein Team. Er nahm auch nicht die ihm noch zur Verfügung stehende Auszeit. Und er hatte eine simple und einleuchtende Erklärung:  „Marc-Eric Bode saß hinter der Bank als Zuschauer. Er hat uns über den Spielstand in Ludwigsburg informiert. Deswegen ist das Ergebnis beim MBC für uns am Ende egal geworden. Ich wollte die Verlängerung vermeiden, deswegen haben wir das Spiel laufen lassen“, sagte Roijakkers.

Die 2850 Zuschauer in der nicht ausverkauften Stadthalle in Weißenfels waren zuvor Zeugen eines offenen Schlagabtauschs. Beide Teams ­kämpften mit offenem Visier, und das ging für die BG nur nicht ins Auge, weil Quakenbrück sozusagen niedersächsische Nachbarschaftshilfe  leistete.

Die Veilchen lagen zwar früh mit 15 Punkten in Front (34:19/14.), doch die Weißenfelser kämpften aufopferungsvoll. Wie bereits bei der 66:89-Hinspielniederlage war es Frantz Massenat, der der BG mit einem phänomenalen Auftritt schwer zusetzte. Mit 31 Punkten und acht Assists war er der beste Akteur auf dem Parkett. Ex-Veilchen Marc Liyanage glänzte mit neun Assists.

Besonders das Verteidigen der Dreier fiel den früh in Foulprobleme geratenen Veilchen schwer. Allerdings nahmen sie das nach Bekanntwerden von Ludwigsburgs Niederlage leicht.

Foto: Kuch

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Statistik

91:86
19:26 / 23:23 / 25:23 / 24:14

MBC: Massenat (31 Punkte/4 Dreier/2 Rebounds/8 Assists), Vilhjalmsson (22/5/3/3), Pantelic (7/0/4/4), Standhardinger (13/0/5/1), Liyanage (6/2/7/9), Richard (11/3/2/4), Schwarz (0/0/0/0, Wyrick (0/0/0/0), Clay (0/0/1/0), Kuhn (1/0/1/0).
Teamwerte: Feldwürfe: 26/52 (50%), Dreier: 14/27 (52%), Freiwürfe: 25/36 (69%), Rebounds: 25 (6 Off./19 Def.), Assists: 29, Ballverluste: 14, Fouls: 19.
BG: Ruoff (19 Punkte/0 Dreier/5 Rebounds/3 Assists), El-Amin (18/3/1/3), Morgan (17/0/4/1), Bahiense de Mello (4/0/2/2), Spohr (0/0/0/0)Godbold (5/1/3/0), Kamp (19/0/5/1), Kulawick (0/0/0/0), Boykin (4/0/2/0), Njei (0/0/0/0).
Teamwerte: Feldwürfe: 33/57 (58%), Dreier: 4/14 (29%), Freiwürfe: 16/20 (80%), Rebounds: 30 (6 Off./24 Def.), Assists: 10, Ballverluste: 16, Fouls: 31.

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