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BG Göttingen nach Niederlage dem Abgrund nahe

Basketball-Bundesliga BG Göttingen nach Niederlage dem Abgrund nahe

Ein „Klassenunterschied“ separiere seine BG Göttingen von den Walter Tigers Tübingen, hatte Trainer Johan Roijakkers vor dem Abstiegskrimi gesagt. Nach der 65:80 (53:57, 31:34, 19:16)-Heimniederlage ist es alles andere als unwahrscheinlich, dass beide Teams kommende Saison tatsächlich in unterschied

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Quelle: cro

Göttingen. Es ist ein vernichtendes Zeugnis, dass Roijakkers seiner Mannschaft auf der anschließenden Presekonferenz ausstellt: „Wir haben es extrem schwer, wenn einer unserer Amerikaner beschließt, mal wieder keine Lust zu haben“, hadert der Niederländer und wird dann konkreter: „Terrell Everett und Ruben Boykin kommen zum Training, stretchen sich, laufen ein bisschen und das war es. Das Schlimmste daran ist, dass es niemanden gibt, der sie dafür angeht. Wenn ich unser Training beobachte, habe ich nicht das Gefühl, dass die Amerikaner müde sind zu verlieren. Sie werden erst wach, wenn ihnen im Sommer keine Verträge mehr angeboten werden.“

Ausgenommen von der heftigen Schelte seien die deutschen Profis, denen Roijakkers ein „lila Herz“ attestiert. Allen voran Robert Kulawick, dem nach dem Match die Tränen in den Augen standen. „Wäre ich Robert, würde ich den lustlosen Spielern ins Gesicht schlagen“, schließt der Headcoach seine denkwürdige Tirade.
Auch von Anführer Khalid El-Amin kam an diesem Abend zu wenig. Er übernahm nach rabenschwarzer erster Hälfte erst nach dem Seitenwechsel die Führung und hatte sich den Zorn seines Trainers bereits nach fünf Minuten zugezogen. Ihm misslang ein gewagtes Anspiel von der Mittellinie, das Ian Hummer dann auch noch direkt aus der Luft zu verwandeln versuchte – und kläglich scheiterte. Wütend aufstampfend, beorderte Roijakkers das Duo umgehend auf die Bank. Überhaupt rotierte der Niederländer ungewöhnlich viel, nach sechs Minuten durfte mit Youngster Andy Onwuegbuzie bereits der zehnte Mann ran. Die Veilchen hielten Tübingen damit lange in Schach. Noch wichtiger: Der Einsatz stimmte – bei einem Teil des Teams – zur Freude der 3447 Zuschauer in der ausverkauften Sparkassen-Arena, und die Verteidigung des Pick&Rolls war deutlich verbessert.
Gehörig Nachholbedarf besteht hingegen in der Offensive. Die Angriffe der BG waren im zweiten und vierten Viertel ähnlich einfallslos wie die ewig gleichen „Walter Tigers“-Schlachtrufe der Gästefans. Die Schwaben verstanden es, die Räume direkt am Korb abzudichten. Roijakkers setzte dagegen mit Kulawick, dem mutigen Mathis Mönninghoff und Kämpfer Dominik Spohr teils auf drei Distanzschützen. Die BG nahm im kompletten Spiel sogar einen Wurf mehr von jenseits der Dreierlinie als von innerhalb. Die Trefferquote war indes schwach. Zudem wurden die Gastgeber auf fatale Art und Weise ausgereboundet. „Die Tübinger sind größer und springen höher. Unsere Big Men haben alles gegeben, aber mehr war für sie nicht möglich“, nahm Roijakkers seine Center in Schutz.
Zumindest eine positive Nachricht gab es zu verkünden: Das Göttinger Tageblatt verlängert die Medienpartnerschaft mit den Veilchen. „Egal, ob erste oder zweite Liga“, betonte Tageblatt-Geschäftsführer Uwe Graells.
Punkte BG: Kulawick (2), Mönninghoff (14), El-Amin (13), Godbold (6), Hummer (7), Kamp (15), Spohr (8), Schwarz, Everett, Onwuegbuzie, Boykin.

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