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BG Göttingen schlägt Artland Dragons mit 84:73

Basketball-Bundesliga BG Göttingen schlägt Artland Dragons mit 84:73

Im Kampf um die Playoff-Plätze hat sich die BG Göttingen mit einem Ausrufezeichen zurückgemeldet. Nach zwei Niederlagen gegen Kellerkinder gewann der Erstliga-Aufsteiger am 31. Spieltag der Basketball-Bundesliga das wegweisende Match beim direkten Playoff-Mitbewerber Artland Dragons.

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Starke Verteidigung und wichtiger Faktor im Schlussviertel: David Godbold (links) gegen Artands David McCray.

Quelle: Kemme

Quakenbrück.. Vor 3000 Zuschauern in der ausverkauften Artland-Arena bejubelte das Team von Headcoach Johan Roijakkers nach einer taktischen Glanzleistung ein hochverdientes 84:73 (63:53, 45:35, 21:15). Dazu war eine ungewöhnliche Grundausrichtung nötig.

Dass Roijakkers zuweilen auf eine Zonenverteidigung zurückgreift, ist bekannt. So will er in erster Linie unter dem Korb stark besetzten Gegnern das Punkten erschweren. In Quakenbrück, das in der Zone  mit Anthony King, Lawrence Hill, Kenny Frease sowie den Deutschen Guido Grünheid und Andi Seiferth top besetzt ist, ein probates Mittel. Doch mit viel Kommunikation und flinken Beinen seiner Spieler hielt er so durch schnelles Rotieren auch die brandgefährlichen Artländer Distanz-Schützen wie Brandon Thomas, Chad Toppert oder Lawrence Hill in Schach.  

Auffällig war, dass die BG am offensiven Brett nicht so energisch den abspringenden Bällen hinterherjagte wie gewohnt. Geradezu handzahm agierte Offensiv-Rebound-Terrier Dominik Spohr. Doch das war Teil des  Systems: Priorität hatte offensichtlich das Verhindern von Fastbreaks. Das rasche Absinken in die Zonenverteidigung, also die unmittelbare Rückwärtsbewegung, mahnte Roijakkers am Spielfeldrand immer wieder lautstark an. Und die Veilchen setzten es vorbildlich um. Ohne ihren Star-Aufbauspieler David Holston hatten die Quakenbrücker enorme Probleme, sich im zähen Halbfeld-Spiel freie Würfe zu erarbeiten. Gefühlt wurde es bei jeder dritten Artland-Offense laut auf den Rängen, weil die 24-Sekunden-Uhr abzulaufen drohte. Besonders Aufbauspieler Bastian Doreth und Schlüsselspieler Thomas setzten die BG-Spieler so mächtig zu.

Bei den Veilchen lieferte  Khalid El-Amin hingegen einen lehrbuchreifen Auftritt in puncto Spielgestaltung. Der Ex-NBA-Spieler ließ seine Veilchen besonders in der ersten Hälfte aufblühen. Sensationell sein zweites Viertel, in dem er 17 seiner insgesamt 24 Zähler markierte und bei sechs Feldwürfen fehlerfrei blieb. Dabei vernaschte er besonders David McCray oder Terrell Everett nach Belieben. Absolut sehenswert, wie er den kleinsten Raum nach einem Block nutzt, um seine Gegner mit knöchelbrecherischen Haken abzuschütteln. Gelingt es der BG in den letzten drei Spielen Konzentration und Physis zu halten, ist das Erreichen der Meisterschaftsendrunde absolut in Reichweite.  Es warten Braunschweig (Freitag, 20 Uhr S-Arena),  Mitteldeutscher BC (Sonntag, 17 Uhr, in Weißenfels) und Ludwigsburg (Donnerstag, 30. April, um 20 Uhr in der S-Arena).

Foto: Kemme

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Statistik
Artland: Graves (21 Punkte/ 3 Dreier /0 Rebounds/0 Assists), Hill (8/1/11/2), Thomas (3/1/2/2), King (10/0/6/2), Doreth (2/0/1/3), Everett (11/1/4/1), Frease (8/0/7/1), Toppert (3/1/1/1), McCray (3/1/1/4), Grünheid (4/0/4/2), Seiferth (0/0/1/0).
Teamwerte: Feldwürfe: 29/74 (39 %), Dreier: 8/34 (24 %), Freiwürfe: 7/7 (100 %), Rebounds: 44 (18 Off/26 Def), Assists: 18, Ballverluste: 13, Fouls: 22.
BG: Ruoff (14 Punkte/0 Dreier/6 Rebounds/3 Assists), El-Amin (24/2/5/2), Morgan (17/0/6/1), Bahiense de Mello (6/1/4/4), Kamp (10/0/4/3), Spohr (7/1/2/2), Godbold (6/0/3/1), Kulawick (0/0/2/0), Njei (0/0/0/0), Onwuegbuzie (0/0/0/0).
Teamwerte: Feldwürfe: 31/62/ (50 %), Dreier: 4/17 (24 %), Freiwürfe: 18/23 (78 %), Rebounds: 34 (8 Off/26 Def), Assists: 16, Ballverluste: 7, Fouls: 17.
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