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BG Göttingen schlägt Braunschweig 77:67

Ein Derbysieg zum Träumen BG Göttingen schlägt Braunschweig 77:67

Eine Stadt träumt von den Playoffs. Die Verwirklichung dieses Traums ist für die BG Göttingen zum Greifen nah. In einem hochdramatischen Derby bezwang der Basketball-Bundesligist die Basketball-Löwen Braunschweig mit 77:67 (54:57, 39:34, 27:11).

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Quelle: Pförtner

Göttingen. 3447 Zuschauer in der ausverkauften Sparkassen-Arena feierten ihre Mannschaft nach dem Spiel minutenlang. Trainer Johan Roijakkers musste gar seine Kabinenansprache abbrechen, um eine Laola einzuleiten, da die Fans rastlos skandierten: „Wir wollen den Trainer sehen.“ Durch den Erfolg haben die Veilchen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Meisterrunde eliminiert und ziehen mit den auf Playoffrang acht stehenden MHP Riesen Ludwigsburg gleich.
Die BG ließ sich von einem riesigen Banner der Veilchen-Anhängerschaft, auf dem „One Team, one Dream, Playoffs“ zu lesen war, inspirieren. Bis zum 8:5 (4.) hielten die Gäste mit, dann folgte ein beeindruckender 13:0-Lauf der BG, die auf 21:5 davonzog (7.). Besonders Jamal Boykin setzte Akzente. Die in der Zonen-Verteidigung unter dem Korb verharrenden Löwen-Big-Men Kyle Visser und Tim Abromaitis hätten wohl Google Maps benötigt, um den von der Dreierlinie zweimal einnetzenden Boykin ausfindig zu machen. Überdies schnürten die Göttinger Braunschweigs Herzstück Dru Joyce mit ihrer intensiven Verteidigung die Luft ab. Joyce wurde von El-Amin, David Godbold und Dominik Bahiense de Mello beackert. Zum Viertelende waren die Gastgeber auf 27:11 enteilt.

Doch mit all ihrer Routine arbeiteten sich die Gäste ins Spiel zurück. So überraschte Braunschweig im zweiten Viertel mit einer Ganzfeldverteidigung. Zudem ließ sich Flügelspieler Trent Lockett nicht kontrollieren, was wiederum Räume unter dem Ring eröffnete, die der starke Veteran Derrick Allen zu nutzen wusste. Zur Pause war der Vorsprung auf 39:34 geschmolzen.

Besonders beim Rebounding offenbarte die BG Probleme. Die erste Braunschweiger Führung seit dem ersten Viertel resultierte auch aus einem offensiven Abpraller (45:46/25.). Die Partie begann, dem Roijakkers-Team zum entgleiten, und die Löwen setzten sich mit ihrem sicheren Passspiel auf 55:49 ab (28.). Doch Alex Ruoff, den Roijakkers nun als Power Forward einsetzte, gab mit einem Korbleger die Initialzündung für die Aufholjagd. „Wir waren tot, ich hatte nicht so viele gute Spieler heute und musste etwas riskieren. Mit der Umstellung haben wir Braunschweigs Rhythmus gebrochen“, kommentierte der Trainer.

Schließlich schlug die Stunde des David Godbold. Zunächst verkürzte er per Dreier auf 66:67 (36.). Nur einen Angriff später gelang ihm das 69:67, und die Halle tobte. Da die BG dann mit etwas begann, dass sie zwei Viertel lang sträflich vernachlässigte, nämlich zu rebounden, verpufften die Braunschweiger Angriffe. El-Amin – laut Roijakkers „der größte Spieler, den ich je gecoacht habe“ – schnappte Allen einen immens wichtigen Rebound vor der Nase weg und sicherte den Erfolg.

Schon am Sonntag tritt die BG zum nächsten Match an. Am 33. und vorletzten Spieltag gastieren die Veilchen um 17 Uhr in Weißenfels beim zwölftplatzierten Mitteldeutschen BC.

Von Rupert Fabig

Foto: Pförtner

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Statistik
77:67
27:11 / 12:23 / 15:23 / 23:10

Braunschweig : McElroy (4 Punkte/0/ Dreier/2 Rebounds/4 Assists), Joyce (2/0/2/5), Lockett (11/1/3/6), Abromaitis (13/1/6/0), Allen (20/0/6/0), Simon (4/0/0/0), Pluskota (4/0/9/0), Visser (9/0/3/1), Adler (0/0/2/0), Gertz (0/0/1/0).  
Teamwerte: Feldwürfe: 27/60 (45%), Dreier: 2/12 (17%), Freiwürfe: 11/18 (61%), Rebounds: 39 (13 Off./26 Def.), Assists: 16, Ballverluste: 17, Fouls: 21.

BG : El-Amin (8 Punkte/2 Dreier/2 Rebounds/4 Assists), de Mello (2/0/6/3), Ruoff (13/0/6/5), Morgan (18/0/7/3), Kamp (16/0/5/1), Godbold (9/3/3/2), Kulawick (3/1/2/0), Boykin (8/2/0/0), Spohr (0/0/0/0), Njei (0/0/0/1), Onwuegbuzie (0/0/0/0).
Teamwerte: Feldwürfe: 28/68 (41%), Dreier: 8/24 (33%), Freiwürfe: 13/15 (87%), Rebounds: 37 (15 Off./22 Def.), Assists: 19, Ballverluste: 11, Fouls: 23.

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