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BG Göttingen schockt Braunschweig

Basketball-Bundesliga BG Göttingen schockt Braunschweig

Die BG Göttingen hat erneut für eine Überraschung in der Basketball-Bundesliga gesorgt. Angespornt von einem immensen Handicap stellten die Veilchen ihr Löwenherz unter Beweis.

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Kämpft beherzt unter den Körben und ist mit 20 Punkten BG-Topscorer: Raymar Morgan – hier rechts gegen Pluskota.

Quelle: Theodoro da Silva

Braunschweig. Couragiert kämpfend  bezwangen sie ohne ihre Top-Leistungsträger Alex Ruoff, Harper Kamp und Khalid El-Amin die favorisierten „Basketball Löwen“ Braunschweig mit 81:79 (61:60, 41:46, 16:31). Knapp 400 mitgereiste Veilchen-Fans unter den 3629 Zuschauern in der Volkswagenhalle feierten den absolut unerwarteten Derbysieg des Aufsteigers euphorisch.

Nach den ersten zehn Minuten hatte es allerdings nicht danach ausgesehen, dass in Braunschweig der vierte Saisonsieg bejubelt wird. Die Gastgeber waren aggressiver und spielten die ohne ihren verletzten Topscorer Ruoff agieren müssenden Veilchen an die Wand. Beim 16:31 sah es danach aus, als ob die BG eine leichte Beute für die Löwen wird.

Doch das vermeintliche Opfer begann sich zu wehren. Allerdings war dafür ein schmerzlicher Einschnitt nötig. Headcoach Johan Roijakkers entschied sich dazu, ohne Kamp zu agieren. „Er glaubt, sehr viel über Basketball zu wissen, deswegen brauche ich ihn bei mir auf der Bank“, sagte Roijakkers zuerst sarkastisch, um dann hinzuzufügen: „Ich mag Harper sehr, und er kann für uns ein sehr wichtiger Spieler werden. Ich arbeite nicht gegen ihn. Er muss allerdings zuhören und verstehen, dass wir das nur gemeinsam erreichen können.“

Obwohl El-Amin sichtlich immer mehr Schmerzen an der verletzten Hüfte hatte und in der zweiten Hälfte komplett geschont wurde, biss sich die BG ins Spiel zurück. Besonders Raymar Morgan nutzte Kamps Abwesenheit, um sich in Szene zu setzen. „Wir sind keine Youngster, und lassen uns von einem schwachen Viertel nicht verunsichern“, sagte Acha Njei.

Kulawick liefert starkes Spiel

Auf dem Parkett begannen plötzlich alle Veilchen mutig zu attackieren, und die Löwen ließen sich beeindrucken und begannen, vom Mut des Aufsteigers geschockt, Fehler zu machen. Symbolisch dafür stand der immer schwächer agierende Visser, der freie Korbleger nicht traf und sogar vom stark agierenden David Godbold geblockt wurde.

Nach der Pause ging die BG durch Dominik Bahiense de Mello erstmals in Front (61:60/30.). Im Schlussviertel wechselte die Führung mehrmals, und die Zuschauer sahen eine stark umkämpfte Schlussphase, in der Morgan an der Freiwurflinie die Nerven bewahrte und Simon den siegbringenden Dreier nicht traf.

Ein starkes Spiel an alter Wirkungsstätte legte Robert Kulawick hin. Elf Punkte steuerte er bei und blieb bei seinen drei Drei-Punkt-Versuchen fehlerfrei. Doch seine Leistung wollte der junge Familienvater nicht in den Fokus stellen. „Das war eine fantastische Teamleistung. Meine Mitspieler haben mich dreimal freistehend gefunden. Es freut mich, dass ich meinen Teil zum Sieg hinzusteuern durfte“, sagte „Kulle“.

Entwarnung gab Alex Ruoff. „Ich bin im Training umgeknickt. Ich denke, dass ich Dienstag wieder trainieren kann“, so der BG-Topscorer. Die Chancen stehen also recht gut, dass die BG am Sonnabend im Heimspiel gegen den überraschend starken Mitteldeutschen BC in Bestbesetzung antritt – wenn Kamp beginnt zuzuhören.

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