Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
BG Göttingen siegt dank Moral und Leidenschaft

Basketball-Bundesliga BG Göttingen siegt dank Moral und Leidenschaft

Was für eine famose Reaktion: Trotz Personalsorgen hat sich die BG Göttingen mit einer kämpferisch vorbildlichen Energieleistung für die blutleere Vorstellung in Bayreuth rehabilitiert. Die Veilchen schlugen Gießen 91:86 und verbuchten wichtige Zähler für den Verbleib in der Basketball-Bundesliga.

Voriger Artikel
BG Göttingen bezwingt Giessen 46ers
Nächster Artikel
BG Göttingen: Shane Edwards vor dem Abflug?

Dominik Spohr, Harper Kamp, Khalid El-Amin, Ruben Boykin und Terrell Everett (v.l.) genießen nach dem Triumph über Gießen die Sieger-Humba.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Die 3253 Zuschauer in der nicht ausverkauften Sparkassen-Arena erlebten dabei ein Duell, das alles in sich hatte, was Profisport so attraktiv macht. Dabei waren die Veilchen mit einer hohen Hypothek in die wichtige Partie um Punkte gegen den Abstieg gegangen. Aufgrund der Ausfälle von Defensivspezialist Malte Schwarz und Shane Edwards sah der zuletzt viermal sieglos gebliebene Vorletzte schon vor dem Tipoff wie der sicherer Verlierer aus. Während Schwarz aufgrund einer Oberschenkelverletzung fehlte, das Team aber in der Arena unterstützte, war Edwards nicht zu sehen. „Er hat einen grippalen Infekt und liegt zu Hause im Bett“, begründete BG-Pressesprecherin Birte Meyenberg Edwards‘ Fehlen. In der Arena gab es aber Gerüchte, dass Edwards die BG verlassen habe. Diese wurden vom Klub allerdings nicht bestätigt.

Aufgrund der Personalsorgen rückte die Mannschaft enger zusammen. Endlich war dort ein Kollektiv zu sehen, das frei von Gedanken an individuelle Statistikwerte füreinander kämpfte. Diese Energie war nicht nur zu Beginn zu spüren, als die BG die offensichtlich von der hohen Intensität überraschten Hessen mit einem 12:0-Start förmlich überrannte. Auch in den engen Phasen gegen Ende der Partie waren es mannschaftsdienliche Aktionen und wichtige gewonnene Duelle um scheinbar verloren gegangene Bälle – wie Ballgewinn und Offensiv-Rebound vom stark aufspielenden Terrell Everett – mit denen die BG Gießen einschüchterte und aufkommende hessische Hoffnungen zunichte machte.

Für die Fans war der nervenaufreibende Fight ein Spektakel. Auch deswegen, weil es gegen Ende noch einmal feuchte Hände und weiche Knie gab. Nach zwischenzeitlicher 14-Punkte-Führung durch einen Dreier des stark auftrumpfenden Robert Kulawick (72:58/32.) sah es danach aus, als ob die BG den Vorsprung doch nicht ins Ziel bringen kann. Das Kräfte zehrende vierte Spiel in elf Tagen schien Tribut zu fordern, die BG leistete sich teilweise haarsträubende Eigenfehler. Punkt um Punkt holte der starke Aufsteiger auf und hatte durch Benni Lischka sogar die Chance, in Führung zu gehen. Doch das hessische Eigengewächs scheiterte, und Göttingen machte wieder die Big Plays.

„Das Spiel in Bayreuth war schwer für meine Mannschaft, weil sie schon im Spiel zuvor gegen Braunschweig den Sieg verdient gehabt hatte. Diese Niederlage hat wehgetan. Am meisten freue ich mich für meine Spieler“, sagte BG-Headcoach Johan Roijakkers und fügte an: „Es ist keine leichte Saison für uns, aber die Jungs trainieren hart und kämpfen. Die Spieler, die heute auf dem Parkett standen, haben alles gegeben. Jetzt genießen wir gut eine Woche Pause, wir trainieren wieder ab dem 11. Januar.“  

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Matchday: Göttingen gegen Vechta
BG Göttingen - Das Team 2016/17
Spielplan der BG

Teamlogos

Die Logos der Beko-Basketball-Teams aus der aktuellen Saison 2016/17.