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BG Göttingen tritt in Bamberg an

Basketball-Bundesliga BG Göttingen tritt in Bamberg an

Es ist das schwierigste und zugleich einfachste Spiel der Saison. Basketball-Bundesligist BG Göttingen muss am Sonntag ab 17 Uhr bei den Brose Baskets Bamberg durch die „Franken-Hölle“ gehen. Auf dem Papier sind die Veilchen gegen Deutschen Meister chancenlos, haben dafür aber nichts zu verlieren.

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Vor einer schwierigen Aufgabe: Ruben Boykin (l.) muss mit der BG bei Bamberg und Aufbau-Star Brad Wanamaker antreten.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Die Qualität der Brose Baskets sucht deutschlandweit ihresgleichen. Stärken im Team des italienischen Trainer-Vulkans Andrea Trinchieri herauszuarbeiten, ist kaum möglich, denn wo soll angefangen und wo aufgehört werden. Herz des Meisters ist Finals-MVP Brad Wanamaker (15,0 Punkte im Schnitt). Der Aufbauspieler ist der effektivste Guard der Liga und trifft galaktische 57,8 Prozent aus dem Feld und 48,9 seiner Dreier. Für Spieler seiner Position gelten Werte von 50 und 40 Prozent bereits als bärenstark. Unter den Körben räumt Kraftpaket Daniel Theis (11,4) auf, exemplarisch für Trinchieris gute Hand bei jungen Spielern sind der Italiener Nicolo Melli (9,8) und der überraschend stark eingeschlagene Patrick Heckmann (6,3). Die Liste lässt sich problemlos mit Euroleague-Gewinnern, Ex-NBA-Akteuren und Nationalspielern fortführen. Selbst Routinier Yassin Idbihi als elfter Mann in der Rotation ist in der Liga ein ungemein wichtiger Faktor für die Bamberger.
BG-Coach Johan Roijakkers versucht zwar, „Bamberg einige Stärken wegzunehmen“, konzentriert sich aber in erster Linie darauf, dass „wir uns verbessern.“ Auf der Suche nach Ersatz für Shane Edwards standen die Göttinger am Freitagnachmittag noch mit leeren Händen da. Eile ist jedoch nicht geboten. Nach dem Höllenritt beim Tabellenführer hat die BG zwei Wochen Zeit bis zum Auftritt in Bonn.

Brose-Geschäftsführer Rolf Beyer: „Die BG kann uns wehtun“

Wie steckt Ihr Team die Belastung mit Euroleague und BBL weg?
Sehr gut. Wir hatten in dieser Woche sogar die Möglichkeit, vier Tage am Stück zu trainieren. Im Sommer haben wir unsere Rotation von 8,5 bis neun Spielern auf zehn bis elf vergrößert. Das zahlt sich nun aus.

Die BG ist also chancenlos?
Die BG ist eine der Mannschaften, die uns wirklich wehtun können, weil sie nichts zu verlieren hat. Der Zeitraum zwischen der Partie in Piräus am Freitagabend und dem Match gegen Göttingen ist extrem kurz. Unsere Niederlage bei Aufsteiger Gießen sollte Warnung genug sein.

Hat ein Weiterkommen in der Euroleague Priorität gegenüber der Liga?
Nein, mit dem Erreichen der Zwischenrunde haben wir unser internationales Ziel erreicht. Jeder weitere Sieg ist Zugabe. Der Erfolg gegen Zalgiris Kaunas war ein Meilenstein der Bamberger Basketballgeschichte. Aber gegen Teams mit ZSKA Moskau, Olympiakos Piräus, den FC Barcelona und Real Madrid können wir kaum mithalten.

Die Euroleague steht vor einer Reform. 16 Mannschaften sollen in Hin- und Rückrunde aufeinander treffen. Elf Topklubs sind gesetzt. Was halten Sie davon?
Es wäre ein sehr attraktiver Modus und eine tolle Plattform für die Fans, wenngleich fraglich ist, ob es mit dem Ligaspielplan vereinbar wäre. Zudem entsprechen Wettbewerbe praktisch ohne jegliche sportliche Qualifikation nicht der europäischen Mentalität. Aber die Euroleague ist nun mal ein betriebswirtschaftlich denkender Konzern. Dennoch ist es eine gute Möglichkeit, der BBL ein Schaufenster nach Europa zu bieten. Wir in Bamberg wollen den Karren BBL auch international weiter voranziehen. Unser Brot- und Butter-Geschäft bleibt die Liga. Auch kleine Klubs wie die BG, die international nicht vertreten sind, müssen mitgenommen werden.

Wie schätzen Sie die Chancen der BG auf den Ligaverbleib ein?
Ich glaube, Göttingen steigt nicht ab. Aus der Ferne kann ich nur den Hut vor Johan Roijakkers ziehen. Er leistet sehr gute Arbeit. Die vielen Spielerwechsel machen es schwierig, aber dank Khalid El-Amin könnte der Klassenverbleib gelingen.
 

Interview: Rupert Fabig

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