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BG Göttingen triumphiert in Triers „Grüner Hölle“

Basketball-Bundesliga BG Göttingen triumphiert in Triers „Grüner Hölle“

Die BG hat dem emotionalen Druck, den TBB-Spieler und 4765 Zuschauer in Triers „Grüner Hölle“ erzeugt haben, standgehalten und das Erstliga-Duell gegen den ums sportliche und wirtschaftliche Überleben kämpfenden Klub mit 94:68 (78:55, 49:35, 28:11) klar für sich entschieden.

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Starke Leistung: Hier setzt sich Khalid El-Amin gegen Laurynas Samenas (21) und Stefan Schmidt (13) durch.

Quelle: Schwarz

Göttingen. Damit sind die Veilchen an Braunschweig (78:86 gegen Ulm) vorbeigezogen und bleiben als Zehnter in Lauerstellung auf einen Playoff-Platz.

Die Trierer Fans, die zur Kenntnis nehmen mussten, dass ihr effektivster Spieler, der Ex-Göttinger Vitalis Chikoko, offenbar das Angebot aus Italien angenommen hat und nicht mehr im Kader stand, hatten etliche Geschütze aufgefahren, um ihre Mannschaft in der dramatischen Krise zu unterstützen. Unter dem Motto „Unser Herz schlägt Grün“, unter dem Aktivitäten gebündelt sind, um den Basketball-Standort Trier zu retten, zelebrierten die Anhänger vor und während der Partie eine eindrucksvolle Choreografie mit Transparenten in mehreren Sprachen und grün-weißen Schals, die sie schwenkten, und feuerten ihr Team mit bewundernswerter Leidenschaft an.

Geholfen hat es nicht viel, denn die BG-Akteure blieben in der aufgeheizten Atmosphäre cool und starteten nach Triers umjubelten 4:0-Auftakt (1.) einen atemberaubenden 21:2-Lauf, der die Gäste bis zur siebten Minute auf 21:6 in Front brachte. Vor allem den in dieser Phase überragenden Raymar Morgan (13 Punkte im ersten Viertel) bekamen die zunehmend konfuser wirkenden Trierer überhaupt nicht in den Griff. Sogar die Kulisse war kurzzeitig geschockt, so dass die vehement antrommelnden und schreienden zwölf mitgereisten Veilchen-Fans sich Gehör verschaffen konnten.

Im zweiten Viertel bäumte sich das Team von TBB-Coach Henrik Rödl noch einmal auf, nachdem der stark aufspielende Dominik Bahiense de Mello die BG mit 30:11 (11.) in Führung gebracht hatte. Ricky Harris und Jermaine Bucknor verkürzten auf 22:34, der Jubel der Fans brandete erneut auf – bis Khalid El-Amin das Heft in die Hand nahm, sich als Spielverderber für aufkeimende Trierer Euphorie generierte und gemeinsam mit Dominik Spohr wieder einen 15-Punkte-Vorsprung (47:32; 19.) herstellte. Doch dem TBB endgültig den Todesstoß versetzte Alex Ruoff, den BG-Coach Johan Roijakkers in der ersten Hälfte lediglich 8:34 Minuten spielen ließ.

Doch nach dem Wechsel explodierte der schon in den letzten Partien überragende Veilchen-Akteur geradezu. Die Trierer konnten nur staunend zuschauen, wie der US-Amerikaner durch die ihre Reihen flitzte, entweder unerschrocken gegen zwei, drei Gegner zum Korb zog und einmal sogar per Dunk einnetzte oder traumwandlerisch sicher aus der Distanz traf. Am Ende standen 27 Punkte und fünf Treffer aus sechs Dreierversuchen zu Buche, obwohl er durchaus mannschaftsdienlich spielte. Das belegen sieben Assists, die in erster Linie aus spektakulären Aktionen mit Harper Kamp resultierten, der auf 17 Zähler kam.

Obwohl der Vorsprung der Veilchen bis zur 35. Minute auf 30 Punkte (57:87) anwuchs, war bei Roijakkers von Entspannung nicht viel zu merken. Meist mit grimmigem Gesicht tigerte er durch die Coaching-Zone und brachte bei jedem Fehlpass und jeder missglückten  Aktion lautstark sein Missfallen zum Ausdruck. Immerhin erkannte der Niederländer auf der Pressekonferenz an, dass seine Mannschaft – anders als bei der Hinspielniederlage – gut auf die Partie vorbereitet gewesen sei und er stolz auf die konzentrierte Vorstellung seines Teams und den beeindruckenden Sieg gegen einen starken Konkurrenten sei.

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