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BG Göttingen unterliegt Bonn mit 71:87

Basketball-Bundesliga BG Göttingen unterliegt Bonn mit 71:87

Trotz des Schwungs nach dem Sensationssieg in München und der erstmals mit 3447 Zuschauern ausverkauften S-Arena ist es der BG Göttingen nicht gelungen, das favorisierte Eurocup-Team der Telekom Baskets Bonn in die Knie zu zwingen.

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Die couragiert kämpfende BG - hier hechtet Khalid El-Amin dem Ball hinterher - unterliegt den stark spielenden Telekom Baskets Bonn.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Am sechsten Spieltag der Basketball-Bundesliga boten die Veilchen den tief besetzten Rheinländern zwar einen intensiven Kampf.

Eine erneute Überraschung verhinderte allerdings der kaum vorhandene Druck von der Bank. So musste sich das Team von Cheftrainer Johan Roijakkers verdient mit 71:87 (52:66, 38:48, 25:25) geschlagen geben und rutschte auf den 13. Platz ab. Schlechte Nachrichten gab es von Dominik Bahiense de Mello. Seine auskuriert geglaubte Verletzung am Sprunggelenk ist wieder aufgebrochen.

Für eine dichte Atmosphäre in der Arena sorgten vor allem die beiden Fanblöcke, die sich einen farbenfrohen, lautstarken und kreativen Wettstreit lieferten. Die Veilchen-Fans überraschten mit einem gut zehn Meter langem Banner mit dem Schriftzug „Unsere Meisterbesieger“.

Spielt wie ein Allstar

Die gut 50 Personen stark angereiste Bonner Fraktion machte besonders mit einem Konfetti-Bad und sehr unterhaltsamen Gesängen – ähnlich denen der Ultras in Fußballstadien, deren Support von Choreographien und Dauergesängen bestimmt wird – auf sich aufmerksam. Beide Lager verdienten sich eine Zwei für die Unterstützung, wobei für die geschaffene enthusiastische Auswärtsspiel-Atmosphäre durchaus ein Sternchen markiert werden kann.

Dass die Veilchen trotz des Supports dem hohen Favoriten nur phasenweise auf Augenhöhe begegneten, lag in erster Linie an der mangelnden Energie von den von der Bank kommenden Akteuren. Lediglich David Godbold gelang es, Akzente zusetzen. Allerdings musste Roijakkers seinen Schlüsselspieler zuerst heftig zur Räson rufen. Er forderte von ihm mehr Konzentration, eine intensivere Verteidigung und klare Abschlüsse.

Kurz zuvor war Godbold, dessen Würfe aus der Mitteldistanz ihr Ziel vermutlich auch bei vollkommener Dunkelheit finden würden, böse beim Versuch zum Korb zu ziehen geblockt worden (15.). Nach der Standpauke spielte Godbold plötzlich wie ein Allstar.

Sehenswertes Duell

Rückschritte haben hingegen Robert Kulawick, Raymar Morgan und Jamal Boykin gemacht. Hoffnungsträger Kulawick findet noch überhaupt nicht statt. Bei Morgan ist zu sehen, dass er noch nicht das Vertrauen in seine körperliche Fitness hat.

Wie sonst lässt sich erklären, dass der physisch starke und mit einem schnellen ersten Schritt ausgestattete Innenspieler in Eins-gegen-eins-Situationen den Sprungwurf aus der Mitteldistanz wählt, anstatt mit seiner Athletik zum Korb zu ziehen. Boykin bringt weiterhin nicht nur sich durch Unaufmerksamkeiten in der Defensive um Einsatzzeit, sondern auch seine Mitspieler um die Orientierung.

Ein ernstes und sehenswertes Duell lieferten sich auch die Coaches an der Seitenlinie. Oft mit verschränkten Armen oder den Händen in den Hosentaschen verfolgten Mathias Fischer und Johan Roijakkers das Geschehen auf dem Parkett – angespannt bis in die Haarspitzen, hoch konzentriert und mit verkniffenen Gesichtszügen.

Ein Lächeln während des Spiels kam ihnen seltener über die Lippen als dem grimmigen Hauptdarsteller Clint Eastwood in den Western-Klassikern „Für eine Handvoll Dollar“ oder „Erbarmungslos“. Dieses Duell hatte keinen Sieger.

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