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Aufrechte Verlierer

BG Göttingen unterliegt Oldenburg mit 64:76 Aufrechte Verlierer

"Ich bin schwer beeindruckt von meiner Mannschaft. Bei diesem Spitzenteam zwei Viertel zu gewinnen, ist unglaublich." Johan Roijakkers, Trainer des Basketball-Bundesligisten BG Göttingen, hatte allen Grund, stolz zu sein.

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Trumpf erneut auf: Jesse Sanders (links), der sich in dieser Szene gegen Oldenburgs Dominic Lockhart durchsetzt, hält seine BG lange im Spiel.

Quelle: Kuhl

Oldenburg. Seine Veilchen unterlagen bei den EWE Baskets Oldenburg zwar mit 64:76 (41:50, 30:28, 13:12) und kassierten damit die zweite Pleite in Serie, lieferten dem hohen Favoriten aber einen bärenstarken Kampf.

Die Oldenburger Fans unter den 4459 Zuschauern in der schmucken, atmosphärischen EWE-Arena durften erst spät aufatmen. Bis weit ins Schlussviertel hinein ließen die Göttingen den Champions-League-Teilnehmer leiden. Mit einer bissigen Mann-Verteidigung und frühen Hilfen raubten die Gäste den für ihre Offensivpower berüchtigten Außenspielern der Baskets zeitweise jeglichen Nerv.

Der flinke Frantz Massenat, der erst zwei Minuten vor Spielende seine ersten Zähler erzielte, wurde vom immer stärker werdenden Leon Williams zum Statisten degradiert. Und als die Bundesliga-Legende Rickey Paulding zuletzt zur Halbzeit ohne Punkt geblieben war, kam Magnum noch im Ferrari anstatt am Stiel daher. Insbesondere aber beim Rebounding düpierte die BG um Double-Double-Maschine Scott Eatherton die Huntestädter förmlich, angelte sich 13 Abpraller mehr. EWE-Coach Mladen Drijencic sah sich beim Stand von 30:24 (19.) für Göttingen sogar dazu genötigt, das Publikum mit den Armen rudernd zu animieren.

Warum Oldenburg dennoch im Spiel blieb und dieses nach dem Seitenwechsel zu seinen Gunsten drehte? Das lag in erster Linie an der horrenden Ballverluste-Quote des Außenseiters. Zudem hatten auch die Hausherren ihre Hausaufgaben erledigt: Immer wieder setzten sie ihren umfangreichen Center Brian Qvale unterm Korb in Szene. Eine Antwort darauf fand die körperlich wie üblich unterlegene BG nie. Auch der kräftige und vielseitige Guard Chris Kramer punktete aus dem Post, also mit dem Rücken zum Korb agierend, effektiv.

Zu allem Überfluss fing der im biblischen Basketballeralter von 34 Jahren aufgrund seiner Leistungen immer noch für ungläubiges Kopfschütteln sorgende Paulding Feuer. Mit einem seltenen Vierpunktspiel und einem Dreier brachte er die Donnervögel mit 40:34 in Front, die Arena zum Toben und den Hallensprecher zum Hyperventilieren. Das Roijakkers-Team ließ sich nie wirklich abschütteln, wenngleich es die hohe defensive Intensität nicht mehr aufrecht erhalten konnte.

In der mitunter etwas wild anmutenden Offensive zog Benas Veikalas geschickt die Fäden. Er hätte laut Roijakkers aufgrund einer Oberschenkelverletzung gar nicht auflaufen können. "In Göttingen können bei unserer Personalsituation aber nicht vorsichtig mit den Spielern sein, ich habe ihn im ersten Viertel daher gefragt, ob er spielen will", so der Niederländer. Und der Litauer wollte. Allerdings konnte auch er der individuellen Klasse des Playoffaspiranten letztlich nichts mehr entgegensetzen.

 

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