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BG Göttingen verlangt Bamberg alles ab

Grandioser Schlagabtausch BG Göttingen verlangt Bamberg alles ab

Trotz einer Niederlage hat sich die BG Göttingen weiteren Respekt in der Basketball-Bundesliga erspielt. Der Aufsteiger bot dem Meisterschaftsmitfavoriten und Eurocup-Teilnehmer Brose Baskets Bamberg einen grandiosen Schlagabtausch.

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Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Das Team von Headcoach Johan Roijakkers lag über weite Strecken in Front und musste sich erst nach einem Kraftakt der Franken in den Schlussminuten mit 86:93 (71:66, 48:48, 24:22) geschlagen geben. In Khalid El-Amin und Raymar Morgan hatte die BG ihre überragenden Akteure.

Die Veilchen zeigten sich vom turmhohen Favoriten unbeeindruckt. Im Gegensatz zum Ulm-Match fand El-Amin früh in die Partie und brachte seine Gegenspieler in Bedrängnis. Bis zur Halbzeitpause durften nacheinander Bradley Wanamaker, Janis Strelnieks, Josh Shipp und Karsten Tadda versuchen, den quirlig-explosiven BG-Guard zu stoppen. Doch allzu oft sahen sie nur El-Amins Rückennummer. Getragen von der Energie und der Erfahrung des 35-Jährigen lag die BG über weite Strecken der ersten zehn Minuten leicht in Front.

Wie abgezockt El-Amin ist, zeigte er in der 9. Minute. Von der Bank kommend, hatte er seine Hose nicht richtig zugebunden. Mit der einen Hand dribbelnd und der anderen das Hosenband zuziehend versuchte er den drohenden Verlust des Beinkleids zu verhindern. Dann passte er den Ball kurz unter den Korb, es folgte eine schnelle Schlaufe, und als der Ball wieder heraus zu ihm kam schloss er die Aktion mit einem trockenen Dreier zum 21:18 ab. In die Viertelpause ging es später beim 24:22. Gegen die physische Übermacht verteidigte die BG smart. Ähnlich wie die langen Ulmer fanden auch die Franken kaum Möglichkeiten, den Ball unter den Korb zu bewegen.

Bevor die Zuschauer im zweiten Viertel zwei packende Läufe zu sehen bekamen, erlebten sie die besondere Qualität des Bamberger Kaders. Elias Harris kam als letzter Akteur von der Bank ins Spiel. Der deutsche Nationalspieler absolvierte zwei Spiele für die LA Lakers in der NBA und darf noch immer von einer Profikarriere in Nordamerika träumen. Den Auftakt machte die BG, die inklusive eines 11:0-Runs mit 16:7 aus der Pause kam. Doch beim 40:27 durch den in Allstar-Form aufspielenden Morgan fing sich Bamberg wieder (16.). Die BG half allerdings auch mit einigen unglücklichen Fouls nach, so dass Brose mit einem 21:8-Lauf zum 48:48-Pausenstand kam.

Nach 22 Minuten hatten die Veilchen dann mit 57 Punkten schon mehr Zähler erzielt als Quakenbrück am Sonnabend in 40 Minuten gegen die Franken. Überragend agierte hier Morgan, der 16 Punkte markierte. Besonders sehenswert sein Dunk zum 63:56 nach Alley-oop-Pass von El-Amin (25.). In der 30. Minute sahen die Zuschauer den ersten verworfenen Freiwurf der Partie, es war der 35 (!).

Das Schlussviertel wurde zur Nervenschlacht, der Brose-Coach Andrea Trinchieri anscheinend nicht gewachsen war. Oder war sein doppeltes technisches Foul, wegen dessen er in der 34. Minute die Halle verlassen musste, ein genialer Schachzug? Sein Team war danach jedenfalls enorm engagiert und holte den 70:81-Rückstand auf.

Nun verteidigten Theis oder Mbakwe El-Amin, und der 35-Jährige hatte Probleme mit den Riesen. Die Veilchen stemmten sich zwar mit aller Macht gegen die drohende Niederlage, aber auch die lautstark und einfallsreich unterstützenden Fans konnten die BG nicht mehr zum Sieg tragen. Und so ging die überbordende Siegesfreude der Bamberger Millionen-Truppe im „Super-Göttingen-Olé-Gesang“ der BG-Fans in der ausverkauften Lokhalle fast unter.

Welches Veilchen war top, wer zeigte Verbesserungspotenzial? Machen Sie mit und stimmen Sie ab.

Fotos vom Spiel BG Göttingen gegen Bamberg 22. Dezember. 2014. © Theodoro da Silva

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