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BG Göttingen verliert Heimspiel gegen Verfolger Hagen

Roijakkers nicht enttäuscht BG Göttingen verliert Heimspiel gegen Verfolger Hagen

Im Kampf um einen Playoff-Platz in der 1. Basketball-Bundesliga muss die BG Göttingen einen Rückschlag verkraften. Nach den überzeugenden Siegen in Oldenburg und gegen Frankfurt verloren die Veilchen ihr Heimspiel gegen Verfolger Phoenix Hagen in der mit 3447 Zuschauern ausverkauften Sparkassen-Arena aufgrund einer erschreckend schwachen Offensivleistung mit 73:83 (54:60, 28:36, 16:18).

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Quelle: Pförtner

Göttingen. Durch die siebte Niederlage im elften Heimspiel rutschte der Aufsteiger vom neunten auf den zehnten Platz ab, punktgleich hinter Braunschweig, Ludwigsburg und Artland (alle 20:22).

Als Khalid El-Amin die BG per Dreier und Bonusfreiwurf in der 36. Minute auf 67:68 heranbringt, wittern Team und Fans Morgenluft. Im Klatschen und Trampeln der Veilchen-Anhänger gehen die Olé-Rufe und das ohrenbetäubende Trommeln der knapp 100 Phoenix-Fans unter, die die Szenerie lange beherrscht hatten. Die Chancen scheinen gut zu stehen, dass die Göttinger erstmals in der mittelmäßigen, aber stets spannenden, weil knappen Partie, an den Gästen vorbeiziehen und den erhofften Sieg einfahren.

Doch die Euphorie währt nur kurz. Als Alex Ruoff 30 Sekunden später nach falscher Schiedsrichter-Entscheidung – David Bell war auf den stehenden US-Amerikaner aufgelaufen – mit dem fünften Foul auf die Bank muss, und Raymar Morgan eine Minute später umknickt und vom Feld humpelt, kippt die Stimmung auf dem Parkett und den Rängen. Die Entschlossenheit der Veilchen ist wie weggefegt, den Fans bleibt der Jubel im Hals stecken, und die gelb gewandeten Phoenix-Athleten und ihre Anhänger übernehmen wieder das Kommando in der S-Arena.

BG-Kapitän David Godbold versucht noch einmal Struktur ins Spiel seiner Mannschaft zu bringen, trifft einen Dreier zum 73:78 (39.), versiebt aber den nächsten, und Hagen baut die Führung nach taktischen Fouls der BG mit fünf von sechs getroffenen Freiwürfen auf zehn Punkte aus, so dass die Göttinger nach dem 93:88-Hinspielsieg auch im direkten Vergleich den Kürzeren ziehen.

Nur die halbe Wahrheit

Verloren hat der Erstliga-Neuling das Spiel aber nicht in der umkämpfen Schlussphase, sondern durch seine eklatante Angriffsschwäche insbesondere in der ersten Halbzeit. Coach Johan Roijakkers machte dafür in erster Linie die starke Abwehr der Gäste verantwortlich, die es der BG selten erlaubte, unter den gegnerischen Korb und zu einfachen Würfen zu kommen.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Ausschlaggebend war die unterirdische Trefferquote von außen. Acht Prozent betrug die Dreierquote zur Halbzeit (1/13), magere 29 Prozent (12/42) die Ausbeute aus dem Feld. Hinzu kamen haarsträubende Ballverluste des unkonzentriert wirkenden Ruoff (insgesamt sechs) und das Fehlen eines Führungsspielers, der die Partie in die Hand nahm.

Genau das tat Hagens 33-jähriger Spielmacher Bell (31 Punkte), den die Veilchen ebenso wenig unter Kontrolle bekamen wie Flügelspieler Larry Gordon (17).  Dass die Feuervögel nicht weiter davon flatterten, lag an Dominik Bahiense de Mello und Godbold, die nach der Pause die Initiative an sich rissen, sowie daran, dass El-Amin allmählich seinen Rhythmus fand und zuverlässig punktete.

Doch immer wenn die Göttinger bis auf wenige Zähler aufschlossen, legten Bell und Gordon einen Zwischenspurt ein und zogen bis auf neun, zehn Punkte davon. Entwarnung gab Roijakkers am Sonntag bei Morgan: Er habe nur einen Krampf gehabt und könne schon ab Montag wieder mittrainieren.

Nach den überzeugenden Siegen in Oldenburg und gegen Frankfurt verloren die Veilchen ihr Heimspiel gegen Verfolger Phoenix Hagen. ©Pförtner

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Roijakkers nicht enttäuscht

Göttingen. BG-Coach Johan Roijakkers nahm die Niederlage gewohnt sachlich zur Kenntnis und sah sich bestätigt, vor der Partie eindringlich vor der defensiven und offensiven Stärke des Gegners gewarnt zu haben, der sieben von elf Auswärtsspiele für sich entschieden hat.

„Hagen hat verdient gewonnen. Sie waren von Beginn an das bessere Team. Bell und Gordon sind einfach schwer zu stoppen. Wir haben kein Mittel gegen sie gefunden.  Enttäuscht bin ich aber nicht, weil ich die Niederlage einkalkuliert habe. In Bonn werden wir wieder angreifen“, versprach er.

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