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BG Göttingen verliert gegen Gießen

Basketball-Bundesliga BG Göttingen verliert gegen Gießen

Der vierte Sieg in Serie ist der BG Göttingen nicht gelungen. Am Freitagabend unterlagen die Göttinger den Gießen 46ers mit 74:84 vor heimischen Publikum in der Sparkassen-Arena.

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Göttingen. Aller guten Dinge waren nur drei: Der vierte Erfolg in Folge ist den Bundesliga-Basketballern der BG Göttingen nicht vergönnt gewesen. Sie verloren am Freitagabend vor 3090 Zuschauern in der Sparkassen-Arena ihr Heimspiel gegen die Giessen 46ers mit 74:84 (17:20, 39:51, 57:70).

Im ersten Viertel ging es zunächst hin und her: Die BG führte (4:2/1.), lag zurück 6:10 (6.), übernahm wieder die Führung (15:12/8.), um dann nach einer gut zweiminütigen Durststrecke mit einem 17:20 das Viertel gegen aggressiv verteidigende Gießener zu beenden. Die Veilchen hatten dagegen in der Anfangsphase große Probleme mit der Verteidigung von Justin Sears, was Mathis Mönninghoff (zwei Fouls nach 1:10 Minuten) und Scott Eatherton unmittelbar zu spüren bekamen.

Beherzte Einzelaktionen

Auch im zweiten Abschnitt liefen die Gastgeber immer einen Rückstand hinterher, der sich zum Ende auf zwölf Punkte erhöhte – auch, weil die BG-Defense zu oft beim Rebound daneben griff und so den Gießenern zweite Chancen ermöglichte, die diese konsequent nutzten. Das zeigte sich zur Halbzeit auch in der Rebound-Statistik: Fünf Defensiv-Rebounds der BG standen elf Offensiv-Rebounds der 46ers gegenüber. Ähnlich verhielt es sich im Angriff, wo die Veilchen eben nicht die zweiten Versuche bekamen, wenngleich einige beherzte Einzelaktionen von Malte Schwarz und Jesse Sanders Lichtblicke waren. Den satten Rückstand zur Pause konnten auch sie nicht verhindern.

Auch das dritte Viertel ging an die Gießener (19:18). Zwischenzeitlich hatte es so ausgesehen, als könnte sich das Roijakkers-Team heranspielen (56:62/28.). Scott Eatherton erwies sich in dieser Phase als besonders treffsicher, erzielte sieben Punkte, einige Male nach Offensiv-Rebounds. Aber das war zu wenig gegen sichere Hessen, die sich auch im letzten, ausgeglichenen Viertel (14:14) nicht die Butter vom Brot nehmen ließen.

Das Nachsehen gehabt

"Wir hätten noch zehn oder zwanzig Minuten weiterspielen können, wir wären da nicht rangekommen", sagte BG-Kapitän Dominik Spohr anschließend. Die kleinen Dinge, die man braucht, habe man nicht gemacht. Auch in Sachen Ballverluste und Rebounds habe man das Nachsehen gehabt.

Als verdienten Sieger bezeichnete BG-Coach Johan Roijakkers die Gäste in der anschließenden Pressekonferenz. "Sie waren die bessere Mannschaft." Das top-gecoachte Team sei schwer zu spielen. Sein Gegenüber Denis Wucherer war mit der aggressiven Verteidigungs-Leistung seiner Spieler zufrieden. Dass alle elf Spieler mehr als zehn Minuten Einsatzzeit hatten, gehöre zu seiner Philosophie: "Wir verteilen die Last auf mehreren Schultern."

Von Kathrin Lienig

Live-Berichterstattung

Das war's

Die lautstarken Giessen-Fans feixen, ihr Schmähgesang "Eure Schulden habt ihr nie bezahlt", eine Anspielung auf die Insolvenz der Veilchen 2012, konnten tapfer kämpfende BGer nicht mit einem Heimsieg beantworten. 74:84 heißt es am Ende vor 3090 Zuschauern in der S-Arena. Letztlich stolperte die BG über die Rebound-Unterlegenheit und ihre vielen Ballverluste.

Das sah auch Dominik Spohr kurz nach dem Spiel so: "Wir hätten noch 10 oder 20 Minuten spielen können und wären nicht mehr rangekommen", sagte er. Giessen sei zweifellos ein Playoff-Kandidat, das habe man gesehen. "Giessen hat sehr viel richtig gemacht." Andererseits seien es bei den Veilchen "viele kleine Dinge gewesen, die man braucht und die wir nicht gemacht haben" meinte er. "Wir waren absolut unterlegen bei den Rebounds und hatten zu viele Ballverluste." Nun gelte es, das Spiel zu analysieren und nächste Woche weiterzuarbeiten. war

Fast fertig

Die BG muss sich im Schlussviertel jeden Punkt hart erkämpfen, und Scott Eatherton macht das vorbildlich. Aber ganz kommen die Veilchen nicht ran, auch weil Giessen weiterhin konstant spielt und unter dem Korb auch im Gegensatz zur BG das nötige Fortune hat. 74:80 1:21 Minuten vor Schluss. war

Drittes Viertel hat begonnen

Gewinnen ist in der BBL nicht einfach, und die Giessen 46ers sind heute Abend ein verdammt dicker Brocken. Die Veilchen werfen alles rein, aber Gießen ist am Ende des dritten Viertels standhaft geblieben. Johan Roijakkers hat vor der Partie von der tiefen Bank der Gäste geschwärmt und hat zumindest im dritten Abschnitt Recht behalten. Andererseits werfen die Veilchen auch viele Bälle weg wie Ruoff kurz vor dem Viertelende oder leisten sich Turnover wie Carter. 57:70, heißt es - 13 Punkte sind aufzuholen.

Gefragter Gesprächsgast

Lou Richter ist ein gefragter Gesprächsgast heute Abend - eben stand er den Kollegen vom Fernsehen Rede und Antwort. Ein bisschen hat sich der Göttinger über die letzten Minuten vor der Halbzeit geärgert, als Göttingen sich einen Zehn-Punkte-Rückstand einhandelte. Der TV-Moderator erachtet die Gießener bis dato als eine Spur wacher - und vor allem bei den Rebounds überlegen. Zu Recht: Die Reboundquote sprach zur Halbzeit Bände - Gießen hat allein in der Offensive mehr Rebounds (11) geholt, als die BG insgesamt (9). Alles in allem kommen die Gäste auf 19 Rebounds. Die Veilchen haben sich allerdings noch nicht schlafen gelegt: Momentan steht es 51:62, und Eatherton beginnt, das Spiel gegen fast übermächtige Big Men der Gäste an sich zu reißen. Jetzt 53:62, und dann Veikalas für drei zum 56:62 - Timout Gießen, die BG ist wieder dran. Die Fans skandieren: "Jetzt geht's los!"

Halbzeit

Die BG hatte durch einen umjubelten Dreier von Malte Schwarz das Ruder herumgerissen - fiel dann jedoch gegen Ende des zweiten Viertels in alte schlechte Angewohnheiten aus der Anfangsphase zurück: Viele leichte Ballverluste prägten das Veilchen-Spiel, insbesondere bei zwei fulminanten Fehlpässen kurz hintereinander von Ruoff und Sanders rauften sich die Göttinger Fans die Haare. In dieser Phase zeigte sich, dass Giessen momentan über ein gesundes Maß an Selbstvertrauen verfügt - eiskalt nutzten die Gäste die Schwächen der BG aus und trafen präzise. Das 39:51 zur Halbzeit ist die Quittung. Es ist noch nicht aller Tage Abend, aber wollen die Veilchen noch gewinnen, müssen sie die Turnover minimieren, denn Giessen offenbart keine große Schwäche und spielt offensiv konstant.

Köhler freut sich über Schwarz

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) sitzt auf seinem Stammplatz direkt oberhalb der Gäste-Bank. Was er bisher von den Giessen 46ers zu sehen bekommen hat, war ein flexibel angelegtes System, mit dem die Veilchen so ihre liebe Mühe haben. Jetzt aber hellt sich Köhlers Miene auf, als Malte Schwarz einen seiner gefürchteten Dreier zur 27:26-Führung versenkt. Köhler freut sich, dass Schwarz etwas gelingt - das kommt auch nicht alle Tage vor.

Achterbahnfahrt

Ein erstes Viertel wie eine Achterbahnfahrt: Die BG erlebte einen guten Start, musste dann aber nach einigen umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen den Rückstand hinnehmen. Waleskowski für drei, Eatherton und Veikalas drehten in der Folge aber die Partie zum 15:12, bevor eine Acht-Punkte-Serie der 46ers die Veilchen wieder mit 15:20 in Rückstand geraten ließ. Immerhin gab es noch zwei Zähler von Ruoff, sodass es nach dem ersten Viertel 17:20 heißt. Es ist alles drin, wenn die BG unnötige Ballverluste vermeidet, sogar mehr als eine ausgeglichene Partie. war

Die BG-Maschine läuft

Im Duell zweier offensivreboundstarker Teams jagt momentan ein Offensivfoul das nächste. Mal sehen, wie das noch weitergeht, aber eins haben die Schiedsrichter klar gemacht: dass sie unter den Körben deeskalieren möchten. Kaum ist es geschrieben, sorgt Eatherton nach Offensivrebound für die umjubelte 13:12-Führung, und kurz darauf steht es 15:12 - die BG-Maschine läuft, auch dank eines Dreiers von Adam Waleskowski. war

BG liegt zurück

Der Ball geht in der BG-Offense momentan schnell weg, viele Turnover prägen das Spiel, und die Schiedsrichter haben ihren Anteil mit zumindest umstrittenen Pfiffen daran, dass die BG in der 4. Minute mit 4:8 zurückliegt. war

BG-Fans werden sich nicht lumpen lassen

"Für ein Heimspiel seid ihr ganz schön laut", singen die Giessen-Fans den Veilchen-Anhängern vor, die gerade etwas besinnlich sind. Die Antwort wird es gleich bei der Spielervorstellung geben - und hoffentlich danach auf dem Parkett. Immerhin steigt am Sonnabend die Party zum zehnjährigen Bestehen des BG-Fanclubs Veilchen-Power, und da werden sich die BG-Fans nicht lumpen lassen. war

Es gibt nur ein'... Marco Völler

Es gibt nur einen... Marco Völler. Der 1,99 Meter große Modellathlet spielt seit dieser Saison für die Gießen 46ers, ist satte 108 Kilo schwer und trägt die Nummer 33. Eins wird bereits beim Warmmachen klar: Die Oberarme hat er nicht von Vater Rudi geerbt, da muss eine Generation übersprungen worden sein.  war

Ein alter Bekannter

Ein alter Bekannter in der S-Arena: Lou Richter, geboren in Einbeck, aufgewachsen in Göttingen, schaut sich wieder mal ein BG-Spiel an - sein erstes in der Sparkassen-Arena. "Das letzte Mal habe ich in der Lokhalle ein Spiel gesehen, das ist vielleicht drei Jahre her", sagt der TV-Moderator und Autor. "Es passte nie, aber natürlich verfolge ich, was hier passiert."

Und das gefällt Richter gut. "Ich bin überrascht. Die Mannschaft macht einen unglaublich guten Eindruck. Das Team ist sehr stabil." In dieser Hinsicht seien "knappe Sachen" wie gegen Frankfurt und Braunschweig immens wichtig gewesen. "Es sieht gut aus."

BG-Trainer Johan Roijakkers habe eine Idee, das werde immer deutlicher, sagt der Wahl-Hamburger, der seine eigenen Basketball-Gehversuche in der Göttinger Wörthhalle unternommen hat. "Am Hamburger Fußball kann man sehen, wie es aussieht, wenn viele Leute keine Idee haben."

Nun müsse das Saisonziel der Veilchen ein Playoff-Platz sein, "alles andere wäre doch in dieser Situation zu wenig". Die Mannschaft habe Potenzial, und vor allem auch "Spät-Heimkehrer" Alex Ruoff. "Seit seiner Rückkehr spielt er grandios." war

Advent, Advent

Der 1. Dezember rückt näher: Zeit, sich einen Adventskalender zu besorgen. Die Veilchen-Fans brauchen natürlich ein mit Schokolade gefülltes BG-Exemplar. Kein Problem. Zuffi, das BG-Maskottchen, ziert die Premieren-Auflage, die es heute am Matchday gegen Gießen zum Sonderpreis von 3 Euro am Merchandising-Stand in der Sparkassen-Arena zu kaufen gibt. Neu im Sortiment der Veilchen ist auch ein Kaffeebecher mit Teamfoto-Aufdruck – so neu, dass es sogar der erst kürzlich zum Team gestoßene Alex Ruoff auf die Tasse geschafft hat. Bälle, so die beiden Stand-Mitarbeiter Klaus Trampenau (Dino-Werbung) und Sandra Tirakitti (BG-Helferteam), seien heiß begehrt, dürfen aber erst nach dem Spiel verkauft werden. Damit kein BG-Ball das Bundesliga-Spiel stört. kal

Vor dem Tipoff

Beide Mannschaften haben sich zuletzt gegen die Fraport Skyliners Frankfurt durchgesetzt, die 46ers unter der Woche allerdings sehr deutlich. So dürften die Gäste leicht favorisiert ins Spiel gehen. Im Testspiel vor der Saison gab es für die Veilchen in Gießen eine deutliche Niederlage, im BBL-Heimspiel will das Team von Trainer Johan Roijakkers nun den Spieß umdrehen.

Mit einem Sieg würde die BG außerdem den Anhängern das schönste Geburtstagsgeschenk machen: Der BG-Fanclub Veilchen-Power feiert am Sonnabend sein zehnjähriges Bestehen mit einer großen Party, und ein Erfolg gegen die Hessen würde der Stimmung sicherlich gut tun.

Das Tageblatt ist an dieser Stelle mit Zwischenberichten, Eindrücken aus der Halle und vielen Bildern und Videos für euch dabei. Let's go BG, let's go. war

Alle Informationen zur BG und zum Gegner Gießen gibt es hier.

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