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BG Göttingens Raymar Morgan liebt die Show

Basketball-Bundesliga BG Göttingens Raymar Morgan liebt die Show

Überraschung: Raymar Morgan ist der geborene Showman. Der Power Forward der BG Göttingen ist weitaus weniger introvertiert, als er zuweilen wirkt. In Serie lässt es der 26-Jährige beim Allstar-Game der Basketball-Bundesliga krachen. Ein Dunking hier, ein Rückwärtskorbleger da, da, gefolgt von einem Grinsen, so cool wie die Rückseite des Kopfkissens.

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Er wollte es krachen lassen, und er ließ es krachen: BG-Topscorer Raymar Morgan dunkt beim Allstar-Game fürs Team International.

Quelle: dpa

Ulm. Danach wird kurz mit den Mitspielern geschäkert und ab mit locker-hopsigem Gang in die Verteidigung.

Dazu arbeitet der 26-Jährige bei seinem Allstar-Debüt auf dem Parkett der mit 6000 Zuschauern ausverkauften Ratiopharm-Arena in Ulm derart engagiert, dass mitunter der Eindruck aufkommt, er spiele für einen Vertrag bei einem europäischen Spitzenteam vor.

Am 110:101 (80:71, 57:42, 21:22)-Sieg seines Teams International gegen Team National hat das Veilchen mit 14 Punkten und sechs Rebounds in 19 Minuten maßgeblichen Anteil. Morgan versichert nach der Partie: „Ich habe mir viel Mühe gegeben, weil ich den Fans etwas bieten wollte und es mir unheimlich Spaß gemacht hat. Am Anfang war ich ein bisschen steif. Vielleicht lag es daran, dass ich als einziger Spieler ohne Maskottchen eingelaufen bin, das sollten wir bei der BG schleunigst ändern.“

„Morgan ist ein sehr interessanter Power Forward“

96 Sekunden nach seiner ersten Einwechselung schlägt es ein im Korb der Nationals. Per beidhändigem Dunking markiert der Göttinger die ersten Allstar-Punkte seiner Karriere. Einen Angriff später kracht es erneut. Wieder vollstreckt der US-Amerikaner. Per elegantem Spinmove lässt er Frankfurts Johannes Voigtmann verdutzt ins Leere laufen und schließt ab. Zur Krönung vollendet der BG-Topscorer im finalen Spielabschnitt noch einen turmhohen Alley-Oop-Dunk.

Alba Berlins Trainer Sasa Obradovic, der die Internationals betreut, adelt Morgan geradezu, indem er ihn in der entscheidenden Phase des Schlussviertels – das sogar bei einem Allstar-Spiel umkämpft ist – aufs Feld beordert. Bis dahin hatten die Legionäre immer wieder kurz aufs Gas getreten und waren teilweise auf 20 Punkte enteilt.

Vor allem Bayerns John Bryant, Artlands David Holston sowie der überragende Bamberger Brad Wanamaker, der MVP des alljährlichen Duells, spielen dabei herrlich für die Galerie. „Morgan ist ein sehr interessanter Power Forward. Mit seiner Nominierung wollte ich auch den Erfolg der BG Göttingen honorieren“, sagt Obradovic.

Die BG steht hochverdient im Pokal-Viertelfinale

Ebenso voll des Lobes über die Arbeit in Göttingen ist Bundestrainer Chris Fleming. „Johan Roijakkers hat sein Team smart zusammengestellt. Die BG steht hochverdient im Pokal-Viertelfinale“, betont der Deutsch-Amerikaner. Auf ihre Kosten kommen er, Nita Chakraborty als einzige auszumachende BG-Anhängerin sowie die übrigen Fans schon vor Beginn des Allstar-Games beim Dreier- und Dunk-Contest.

Zum besten Scharfschützen avanciert Bayreuths David Brembly, neuer Überflieger der Liga ist Lokalmatador Will Clyburn aus Ulm. Das Spiel der besten Nachwuchsspieler gewinnt Team Nord mit 67:63 gegen Team Süd.

Als Gewinner kann sich auch Morgan bezeichnen. Von Spielern und Trainern respektiert, in der Liga angekommen. Am Abend freut sich der Göttinger nur noch auf eins: „Jetzt geht es zur Allstar-Party, ein bisschen tanzen.“ Ob er dabei auch die Show liebt?

Von Rupert Fabig

Raymar Morgan hat ein erfolgreiches Debüt im ersten Allstar-Spiel seiner Karriere gefeiert. © dpa

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