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BG ist Bayern nicht gewachsen

Basketball-Bundesliga: Chancenlose Veilchen unterliegen Titelanwärter mit 65:94 (26:43) BG ist Bayern nicht gewachsen

Die BG Göttingen hat den dritten Sieg in Serie und die große Überraschung verpasst. Gegen den hochfavorisierten FC Bayern München unterlagen die Veilchen vor 3447 Zuschauern in der ausverkauften S-Arena mit 65:94 (47:67, 26:43, 10:21). Trotz einer beherzten Leistung besaß die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers nicht den Hauch einer Chance.

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Trotz einer beherzten Leistung besaß die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers nicht den Hauch einer Chance.

Quelle: Sven Pförtner

Göttingen. Die Partie ließ sich gut an. Terrell Everett ergatterte prompt den Ball und sorgte für eine 2:0-Führung. Bis zum 8:8 hielten die mutig auftretenden Gastgeber mit, besonders der umsichtige Harper Kamp und Ian Hummer harmonierten im Zusammenspiel miteinander. Mit zunehmender Spieldauer offenbarte sich allerdings schnell, dass die BG der Athletik und individuellen Klasse des Vizemeisters, der im ersten Viertel sagenhafte zehn von elf Würfen aus dem Zweipunktbereich verwandelte, nicht gewachsen war. 

Vor allem Khalid El-Amin wurde ins Visier genommen. Der mehrfache Verteidiger des Jahres, Anton Gavel, klebte derart vehement am Göttinger, dass diesem zu wünschen war, dass der Deutsch-Slowake keinen Mundgeruch besaß. Bis zu Beginn des zweiten Viertels hatte FCB-Coach Svetislav Pesic seine komplette Guard-Riege auf El-Amin angesetzt: Gavel, Alex Renfroe, Bryce Taylor und Justin Cobbs wechselten sich ab, und es zogen Angriffe ins Land, in denen der Veilchen-Regisseur nicht eine Ballberührung verzeichnete. „Wir haben ihn und David Godbold sehr gut verteidigt“, lobte Pesic.

Über 21:10 zum Ende des ersten Abschnitts setzte sich der Tabellenzweite sukzessive ab. Was in erster Linie Verdienst des hervorragend aufspielenden Taylors war. Dem Bayern-Kapitän war bei seiner Gala nichts von der langen Verletzungspause anzumerken, zur Halbzeit hatte er bereits 19 Punkte markiert, darunter drei Dreier.

Dabei verteidigte die BG keineswegs schlampig. Viele ihrer Würfe netzten die Bayern über die ausgestreckte Hand oder nach Ballgewinnen im Fastbreak ein. „Es ist einfach extrem hart, ein solches Klasseteam am Punkten zu hindern. Wir haben unser Bestes gegeben, aber sie haben trotzdem alles getroffen“, sagte Kamp.

Die Veilchen kamen mit viel Energie aus der Pause. Everett verkürzte mit vier Punkten in Serie auf 32:45, doch es gelang schlicht nicht, die Offensivmaschinerie des starken Titelanwärters zu stoppen. So vollbrachte die BG das Kunststück, trotz 70 Angriffen – neun mehr als München –,  bemerkenswerten 18 Offensivrebounds und einem Ballverlust weniger aus der eigenen Halle geschossen zu werden. Die Zuschauer wurden in der zweiten Hälfte zumindest von einem offensiv höchst attraktiven Auftritt der Bayern und einem kämpferisch einwandfreien, nie aufsteckenden Göttinger Team verwöhnt. „Wir haben das Maximum rausgeholt. Physisch ist es kaum möglich, mit diesem Gegner mitzuhalten“, resümmierte Roijakkers versöhnlich.

Von Mark Bambey und Rupert Fabig

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